Montag, 28. Oktober 2013

Montagsmaler 119 - Aufmerksamkeit.

Hallo meine lieben Pinselschwinger!
Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, experimentiere ich immer noch mit großer Begeisterung mit meinen neusten Lidschatten von MAC rum. Ich hoffe, ihr seid nicht schon komplett genervt, aber es macht mir einfach so viel Spaß!! Jedenfalls hat es mir Star Violet besonders angetan. Eine so schöne und außergewöhnliche Farbe, aber irgendwie nicht so einfach zu kombinieren, wie ich finde. 

Richtig gut macht er sich als Blendefarbe wie ihr es zum Beispiel hier oder hier schon gesehen habt. Dieses Mal wollte ich ihm aber mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Ein kompletter Soloauftritt war mir jedoch zu schnöde, trotzdem sollte es aber ein dezenterer Alltagslook werden ohne viel Schnickschnack. An dieser Stelle möchte ich übrigens noch einmal an euch appellieren, dass ihr euch den Lidschatten unbedingt mal in natura anschaut, wenn ihr die Möglichkeit habt. Es ist nämlich beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, Star Violet realitätsgetreu fotografisch einzufangen. 






Benutzt habe ich folgende Produkte:
Urban Decay Primer Potion Sin
Maybelline 24h Color Tattoo Pomegranate (als Base auf dem kompletten beweglichen Lid und am unteren Wimpernkranz)
MAC Star Violet (auf dem kompletten beweglichen Lid)
MAC Saffron (großzügig zum Verblenden in der Lidfalte)
Urban Decay Kinky (im Augeninnenwinkel)
Urban Decay 24/7 Glide-On Eye Pencil Pervesion (auf der oberen Wasserlinie)
Catrice The Giant Mascara

[auf den Wangen trage ich Chanel Les Beiges Puder Nr. 70 und auf den Lippen trage ich FDG "Reni"]

In der Detailansicht wirkt das AMU irgendwie recht lahm, wie mir bei der Durchsicht der Fotos auffiel. Aber im normalen Leben kommen die Leute ja nicht auf 2mm an mein Auge ran, während ich dieses (halb) geschlossen halte, wa! In der Gesamtansicht hat es mir jedenfalls richtig gut gefallen. Schön herbstlich und unaufdringlich irgendwie. Ich schwanke also noch etwas. Was sagt ihr?

Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Eure Montagsmalerin

Montag, 21. Oktober 2013

Montagsmaler 118 - Murphy's law.

Hallo meine lieben Pinselschwinger!
Es gibt so Tage oder allgemein Zeiten, die unter dem Motto "Whatever can go wrong will go wrong" stehen. Dieser Montagsmaler gehört genau zu dieser Kategorie. Die komplette letzte Woche war ich immer erst zuhause als es bereits dunkel war, sodass mir nur das Wochenende blieb zum Fotografieren. Samstag fiel bereits flach, da ich auch da den ganzen Tag unterwegs war, aber hey, dafür konnte ich mich ja den lieben langen Sonntag schminken. 

Also kramte ich gestern ganz motiviert meine Schminke raus und legte los. Als ich mich dann zum Fotografieren positioniert hatte, kackte mein Akku nach grandiosen vier Fotos ab. Unfassbar. Leider musste ich dann schon wieder los und kam erst zurück als es - Achtung - schon wieder dunkel war. Naja, dachte ich mir, bleibt mir ja zum Glück noch Montagmorgen. Dachte ich. 

Heute Morgen musste ich zu einem Event fahren und da der Tag mit Event und anderweitigen Aktivitäten vollgestopft war, ich aber noch einiges an Arbeit rumliegen hatte, raffte ich mich auf und arbeitete vorher noch ein bisschen. Dabei verpennte ich aber so die Zeit, dass ich mich gerade noch in Windeseile schminken und anziehen konnte. Es blieb also keine Zeit für Fotos. Surprise suprise. Wie ihr sehen könnt, habe ich es dann doch irgendwann geschafft, Fotos vom AMU zu machen. Natürlich waren die Lichtverhältnisse (wie könnte es auch anders sein?!) dort eher suboptimal, aber mein Tagesziel waren am Ende schlicht Fotos. Egal wie. 

Lange Rede kurzer Sinn, hier ist also mein AMU. Lustigerweise und völligst ungeplant meinerseits passte es farblich bzw. vom Effekt ziemlich gut zur aktuellen ghd Wonderland Collection, die ich heute mit ein paar anderen Bloggern bestaunen und begrabschen durfte. :)





Benutzt habe ich folgende Produkte:
Urban Decay Primer Potion Sin
Maybelline 24h Color Tattoo Permanent Taupe (auf dem kompletten beweglichen Lid)
MAC Gazette Grey gemischt mit Knight Divine (auf dem kompletten beweglichen Lid und in der Lidfalte)
Astor 24h Perfect Stay Eyeshadow+Liner Cosmic Grey (am unteren Wimpernkranz)
MAC Star Violet (in und oberhalb der Lidfalte sowie zum Verblenden am unteren Wimpernkranz)
Urban Decay 24/7 Glide-On Eye Pencil Perversion (auf der oberen und unteren Wasserlinie)
Catrice The Giant Mascara

So Mädels, sorry für's Zuquatschen und den späten Post. Ich gelobe Besserung für nächste Woche! ;) Trotzdem hoffe ich, dass euch das AMU dennoch gefällt!? Murphy's Law kennt ja sicher jeder mal aus seinem Alltag, aber wie sieht es mit den Bloggern unter euch aus: kennt ihr auch diese verhexten Posts, bei denen man einfach die Krise kriegt, weil immer was schiefgeht?

Ich wünsche euch eine entspannte Woche!

Eure Montagsmalerin

Montag, 14. Oktober 2013

Jettie goes Dutch: Kulinarische Käsewüste

Hallo ihr Lieben!

Es ist soweit - ich bin angekommen, ob ich will oder nicht. Momentan beschäftige ich mich eher weniger mit Make Up und all dem Beautyzeugs, weil es mir meine Zeit nicht zulässt und ich auch ehrlich gesagt weder Interesse daran habe meine Sachen groß zu bespielen, noch aufgrund der momentan wieder aufkochenden "Beautyblogger sind alles kommerzielle, einfältige, mainstreamige, geldgeile, rückgratlose und orthographisch benachteiligte Weiber" darüber zu bloggen. Auch meine Nägel sind aufgrund eines fehlgeschlagenen Experiments mit den Gel Nail Systemen weich wie Gummi und extrem ausgehunfähig (sie splittern mir schon vom Finger, wenn ich sie nur ansehe), und von daher bleibt mir nur über das zu schreiben, was mich eh gerade an meisten beschäftigt und einnimmt: Mein neues, tägliches Leben in den Niederlanden mit allen Hochs Tiefs und Tiefs! :D


Ernste Themen? - Ja, Essen!

Wer wenigstens einen Taiwanesen kennt kann mir bestätigen, dass sie ein ganz besonderes und sympathisches Lieblingsgesprächsthema haben: Essen. Wenn ihr Mandarin sprechen könntet, würdet ihr verstehen, dass sie rund um die Uhr, zu jeder Gelegenheit und zu jeder Tageszeit über Essen reden können. Sie reden über selbstgekochtes Essen, neue Waren im chinesischen Supermarkt, über neue Restaurants, über alte und gut bewährte Restaurants, über neu eröffnete Restaurants in Deutschland, England, Frankreich, Holland und Taiwan, über Geheimtipps, über superdupergeheime Geheimgerichte welche nicht auf Menükarten für den "normalen Mensch" stehen, über Bewertungsportale von Restaurants und wie akurat sie sind, darüber was sie heute oder morgen oder gestern hätten essen können, usw. You get the picture.

Verfressen sind wir nicht unbedingt (ich bilde da die große Ü-XS-Ausnahme), aber wir schätzen gutes Essen, lieben die soziale Komponente dabei, probieren gerne Neues aus und rechnen der Nahrungsaufnahme einen hohen Stellenwert zu. Es geht so weit, dass ich auf Mandarin manchmal so ernst mit meinem Gesprächspartner diskutiere, dass mein Freund mich anschaut und fragt "Über was habt ihr denn geredet? Ihr habt so ernst geguckt." und ich darauf ganz trocken antworte "Über Essen." :D Es ist schließlich bitterer Ernst! Meine Stimmung steigt und fällt mit der Qualität des Essens. Und nein, ich schäme mich nicht es zu sagen, ihr gelowcarbten Hater!


Hochmut kommt...

In Düsseldorf habe ich auf der Oststraße gearbeitet - für diejenigen, denen es nichts sagt: Die Ecke Oststraße/Immermannstraße bietet die höchste Dichte an japanischen Restaurants in ganz Deutschland. Düsseldorf mag nicht so pseudo-hipsterig-kosmopolitisch sein wie Berlin, oder so offenherzig wie Köln, keinen so schönen Hafen haben wie Hamburg, oder nicht die schöne Biergartenmentalität haben wie München, aber eins haben wir mit Sicherheit - die beste, authentischste und köstlichste Küche Japans. Es war ein bisschen wie den Himmel zu küssen.

Damals lag mir tagtäglich die kulinarische Welt zu Füßen - in den Pausen aß ich wunderbare japanische, indische, koreanische, chinesische, mexikanische, spanische, steakische, vietnamesische und französische Küche für unter jeweils 10€. Ein mehr als fairer Mittagstischpreis, wie ich fand! Meine Freundin aus Berlin lachte mich nur aus bei dieser Zahl und sagte mir "Unsere Mittagessenpolicy ist: Nicht über 5€. Da kickste, wa!". Nun juti, mehr als das Doppelte ist natürlich schon ärgerlich, aber ich möchte euch im wahrsten Sinne eine Kostprobe von meinen ehemaligen, qualitativ hochwertigen Mittagsessen geben. Brace yourself for geballtes Foodporning! Allein aus dem Grund liebte ich meinen Job - die Pausen waren nicht nur entspannend, sondern ein absoluter Gaumenschmaus.


... vor dem Fall.

Ramen, Pho, Sommerrollen, Pekingente, Bentos, Dim Sum, Sushi, Steak, Pizza, Paella, Bouillabaisse - es hat schlagartig ein Ende. Ich bin angekommen im Land der kulinarischen Tiefpunkte (ja, richtig gelesen, Plural!) - in den Niederlanden - und ich bin hart gelandet.

Die meisten von euch mögen mich für bescheuert halten, Essen so einen hohen Stellenwert zuzuschreiben. Doch ich würde das gerne ein bisschen ausführen, bevor ihr mich auf alle Ewigkeit in die Ecke der verfressenen Schweine, die sonst keine Glücklichkeiten im Leben haben, verbannt. Am Ende habe ich auch noch ein trauriges Bild meines aktuellen Mittagessens für euch parat, falls euch meine schriftlichen Argumente nicht überzeugen sollten :)

Just heute hat ein Kollege trocken zu mir gesagt "Essen ist mir egal. Ich esse, um zu essen". Es gibt viele solcher Leute und ich kann das absolut verstehen (okay, ich lüge wie gedruckt, aber ich VERSUCHE es aber zumindest zu verstehen). Zugegeben finde ich es tatsächlich ein bisschen komisch und meine erste Reaktion waren auch groß-schockierte Augen, aber das sind halt Menschen, die anderen Dingen im Leben mehr Wertigkeit zusprechen, und das finde ich auch absolut gut und eine Frage der persönlichen Präferenzen.

Bei mir allerdings hat gutes Essen angefangen eine größere Wertigkeit anzunehmen, als ich ein wenig mehr Geld zur Verfügung hatte. In Studizeiten habe ich tonnenweise Tütensuppe mit Suppennudeln gegessen (Buchstabensuppe ahoi! Emulgatoren ahoi!), wie auch Pasta mit Ketchup. Mensaessen habe ich auch gut runterbekommen - es war günstig, warm, üppig in der Portion, sättigend und der Freitag war mit dem "Fischgericht" (ob da wirklich Fisch drin war, wage ich zu bezweifeln) und dem Milchreis mit warmen Kirschen als Nachtisch ein Träumchen!

Als ich anfing (mehr) zu verdienen, habe ich mir auch mehr gegönnt. Jedes Mal, wenn wir gereist sind haben wir uns voller Vorfreude schöne Restaurants gesucht um dort zu schöne Abende zu verbringen (wie ihr in so vielen Rumgejettiet Posts sehen konntet :D), und es wurde geradezu eine Tradition richtig schick essen zu gehen, wenn wir im Urlaub waren. Es wurde immer mehr Augenmerk auf die Qualität gelegt, sowie auch auf die Herkunft der Produkte. Zugegeben ist letzteres noch ausbaubar, doch wir arbeiten z.B. daran kein abgepacktes Fleisch mehr zu kaufen, und zahlen mittlerweile mehr als gerne 3€ für eine Packung Eier. Die Zeiten in denen Käfighaltungseier zu 0,49€ geshoppt wurden und das Motto "So billig (nicht günstig!) wie möglich!!1" lautete, sind lange vorbei.

Nun bin ich also in Holland, einem Land in dem man auch gut essen kann, so ist es ja nicht - wenn man ungefähr 1/3 mehr Geld in der Tasche hat als in Deutschland, und ungefähr auf 1/2 der Qualität verzichten kann. In solchen Relationen spielt es sich traurigerweise wirklich ab. Und dieses traurige Etwas tituliert sich aktuell mein typisches Lunch: Labberbroodje met kaas of filet americain, snoeptomaten en een ei. Es könnte auch wirklich 1:1 ein Lunchpaket eines 8-jährigen Grundschuljugens sein.


Geschmacksnerven? Hebben wij niet.

Es gab bereits einmal einen Artikel von mir zu holländischem Brot (ja, es ist tatsächlich so muy terriblo, dass ich mich Ewigkeiten darüber auslassen kann). Und Überraschung - es hat sich seit meiner Zeit in Utrecht nichts geändert. :) Sie stehen immer noch auf Maschinenpferdewurst und auf Brot, welches eine Konsistenz wie Putzschwämme hat.

Bei meinem jetzigen Job gibt es eine Kantine, die mir bereits mit den Worten "It is very Dutch." vorgestellt wurde, und ich wusste prompt, was damit gemeint ist. Das erste Mal dort, hat es mich tatsächlich noch mehr enttäuscht, als ich dachte... mein kleines Essensherz (err?! how wrong is this?!) machte einen traurigen Seufzer - und das obwohl ich schon sehr niedrige bis gar keine Erwartungen hatte. Es gibt eine mager befüllte Salatbar, eine traurig-lauwarme Tagessuppe, eine Menge Milchprodukte (damn, diese Holländer trinken einfach literweise pure Milch... für Laktoseintolerante ein Alptraum allein dabei zuzuschauen!!), Gummibrot Gummibrot labbriges Gummibrot, Käse Käse Käse, Schinken mit Pferdeanteil, Frikandel und Kroketten. Und das natürlich alles unter dem Motto "OP = OP" was soviel heißt wie weg ist weg, wenn's ausverkauft ist, dann musst du leider verhungern oder in die Tischkante beißen (was eventuell sogar noch schmackhafter ist, kommt ganz auf deinen Tisch an).

Man hat also grob die Wahl zwischen kalten Putzschwämmen, frittiertem Alles (yes, they DO fry everything) und einer Menge Milchprodukte in jeglicher Ausführung. Ich würde fast sagen, that sums up the Dutch already quite well! Was ich seit Jahren versuche von mir zu drängen, wird mir auf einen Schlag wieder bewusst: Die Holländer sind kulinarisch gesehen ein verkümmertes Völkchen. Von den horrenden Preisen für die oben genannten kleinen Köstlichkeiten will ich erst gar nich anfangen.

Lunchwalks

Zu etwas, was ich nun wirklich merkwürdig und fast ein bisschen ungesund finde: Viele Niederländer haben gerne sogenannte "lunchwalks". Dabei nehmen sie ihre Mittagsbrote in die Hand und laufen kollektiv los. Sie laufen in Gruppen um die Gebäude, auf dem Gelände herum, schnacken und essen dabei... wie sie dabei verdauen ist mir persönlich ein großes Rätsel. Bedenket bei allem was ich erzähle, dass die Niederländer eines der gesündesten, langlebigsten, reichsten und körpergrößten Völker der Welt sind mit einem statistisch gesehen höherem Wohlsstandindex als wir ihn in Deutschland haben. Vielleicht sollte ich mir morgen auch meinen Käseschwamm schnappen und wild in der Gegend herumlaufen, so komme ich vielleicht doch noch auf die 1,70m...


Better be rich, bitch!

Auch das zum essen Ausgehen ist hier leider kein Pappenstiel. Vom Preislevel her ist es nicht wesentlich höher als in Deutschland - man merkt schon einen kleinen Unterschied, gerade in den großen Städten Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht, doch den größten Unterschied merkt man eben leider an der Qualität des Essens. Einmal aßen wir zu zweit für einen grünen Schein in einem 5-Sterne Hotel bei Maastricht, und selbst wenn die Qualität des Fleisches und der Beilagen okay war - es war alles in einer mayonnaise-like Soße ersoffen. Selbst mein eigentlich ganz leckeres Carpaccio kam statt mit Parmesan, Rucola und lecker Zitrönchen, mit einer dicken Rahmsoße daher (WTF is wrong with you?!). Summa summarum stimmt die Preis-Qualität hier beim Essen nicht mit dem überein, was ich aus Deutschland kenne. Gepaart mit dem ganz eigentümlichen Geschmack der Niederländer und ihrer Vorliebe für fettig-abgespacte Soßen, ergibt sich damit ein schockierendes Essensdisaster für Bauch und Portemonnaie.

Zahle ich beispielsweise im Café Forum in München für obiges, abwechslungsreiches, warmes Frühstück inklusive einem Cappuccino und einem Saft ca. 15€, komme ich für folgendes Brotfrühstück in Eindhoven (was ganz und gar NICHT das München der Niederlande ist, just FYI) mit Smoothie und Cappuccino ungefähr 1€ mehr. Kein großer Preisunterschied, mitnichten, doch eine Scheibe Brot mit pürierter Avocado, 10g Huhn und 1/10 Cocktailtomate für 5€? Autsch.


Learn your lesson!
 
Nun gut! Nun habe ich eine gefühlte Ewigkeit über die Grausamkeiten der kulinarischen Unterwelt der Niederlanden lamentiert, doch da wir doch flexible junge Menschen sind, möchte ich das Beste daraus machen... wenn ich weiter soviel über das schlechte Essen meckere, dann werde ich noch von einem wilden Hollandmob mit Fackeln und Käsespießen aus der Stadt gejagt! Das wollen wir ja nicht, denn ich bin doch gerade erst angekommen... :)
 
So schwer mir die für mich sehr krasse Umstellung auch fällt, so macht es mich natürlich auch nicht glücklicher wenn ich täglich darüber jammere, wie schrecklich das Essensangebot hier ist. Was für Konsequenzen ziehe ich also persönlich daraus?
  • Gutes Essen besser zu schätzen lernen. - Jedes Mal wenn wir nun nach Deutschland fahren und dort essen, lasse ich mir jeden Happen auf der Zunge zergehen. Es ist umso mehr ein Genuss, wenn man seltener dazu kommt.
  • Neugierig Restaurants erkunden. - Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht fast akribisch genau nach und nach alle potenziell guten Restaurants Eindhovens und Umgebung auszuforschen. Es gibt auch viele Restaurants in Den Bosch und Tilburg, zwei Städte die in der Nähe liegen, welche mir schon ans Herz gelegt wurden. Und diese werde ich nach und nach erkunden und en detail Buch darüber führen was ich wo lecker fand, und was nicht. Mein erster Besuch beim hiesigen Mexikaner hier war schon ein absoluter Schuss in den Ofen. Satte 2,5 Stunden habe ich auf meine Gemüsesuppe, die nach indischer Achselhöhle roch, und mein Steak ersoffen in einem Stück Kräuterbutter gewartet... Ich würde mal sagen, dieser Laden ist schon mal durchgefallen. Naja, hier heißt es: Trial and error! Learning by eating. Probieren geht über meckern. Oder so.
  • Kochen lernen. - Jap. The day has come. Ich bin keine gute Köchin, und genieße es auch nicht stundenlang für ein Gericht in der Küche zu stehen, was man dann innerhalb von zehn Minuten inhaliert hat. Doch was soll man machen, wenn man weder bestellen (unsere Stammbestellrestaurants vermissen uns schon schmerzlich, wenn ich die E-mails von Lieferheld richtig interpretiere), zum essen Ausgehen oder in der Kantine essen kann. Ja, man kocht selbst bevor man 100€ für in Soßen ertränkte Sägespäne ausgibt. Aus der Not wird eine Tugend... et voilà, so waren mein gebratener Reis und meine Nudeln mit Shrimps und Zuckerschoten geboren... sieht doch okay aus, oder? :D Und good news: Man konnte es sogar essen. Hurra!!

Mein zweiter Einblick in mein Leben in den Niederlanden klingt zwar ein wenig verbittert (VERBITTERT?!? Ich kleiner Sonnenschein doch nicht...), aber so schlimm ist es ja doch eigentlich gar nicht. :) Natürlich ist die Umstellung unheimlich schwer für mich - jegliche Essensmöglichkeiten die ich hatte und liebte sind weggefallen. Schnell mal die besten Ramen für 7,50€ ist nicht mehr. Flugs zu Mami zum Abendessen fahren leider auch nicht.

Doch wachsen wir nicht alle an den Herausforderungen, mit denen wir konftrontiert werden? ;) Wer weiß, vielleicht poste ich bald ja superdeluxe Superkochrezepte, weil ich jetzt den Kochlöffel schwinge wie eine Küchenfee... wer weiß, wer weiß! :) (Okay, ich weiß: This will not happen... :D)

Was für einen Stellenwert nimmt gutes Essen für euch ein? Seht ihr das so ähnlich wie ich, oder empfindet ihr Essen auch einfach nur als eine "Notwendigkeit"? Oder seid ihr irgendwie inbetween... you're not a Genußvöllerer, not yet a Notwendigkeitsesser...? ;)

Eet smakkelijk, eure neo-Kochlöffelschwingerin und Labberbroodjongleurin Jettie.

Montagsmaler 117 - It's a kind of magic.

Hallo meine lieben Pinselschwinger!
Als ich den Post für mein neues Herbst-Quad schrieb, tat ich mich extrem schwer damit, die Farben der Lidschatten exakt zu beschreiben. Um mir ein bisschen Hilfe oder Inspiration zu holen, schaute ich bei MAC nach, wie dort die Farben beschrieben werden. Bei Twinks hieß es da "deep plum with pearl". Diese Beschreibung fand ich mal wieder unterirdisch schlecht, denn wenn ich mir den Lidschatten ansehe, sehe ich ein mittleres Braun mit einem roten Schimmer - von Pflaume keine Spur.

Das hatte ich dann aber schnell wieder vergessen und so spielte ich fröhlich mit dem gar nicht mal so pflaumigen Lidschatten rum. Um zu schauen, was man aus einem Lidschatten so alles rausholen kann, benutze ich dann gerne mal verschiedenfarbige Bases. So auch bei Twinks. Als erstes wollte ich dabei eine schwarze Base testen, um ein intensives braunes Smokey Eye zu kreiieren. Als ich Twinks dann aber auf der Base auftrug, passierte das Unfassbare: der Lidschatten wirkte auf einmal tatsächlich "pflaumig". It's maaaaaagic!! *O*

[Das Licht war bei den Aufnahmen ziemlich mies, irgendwie so kalt und bäh, vor allem bei der Gesamtansicht. Trotzdem sollte man das magische Farberlebnis ganz gut erkennen können.]







Benutzt habe ich folgende Produkte:
Urban Decay Primer Potion
NYX Jumbo Eye Pencil Black Bean (als farbige Base auf dem kompletten beweglichen Lid und in der Lidfalte)
MAC Twinks (auf dem kompletten beweglichen Lid und am unteren Wimpernkranz)
MAC Star Violet (zum  Verblenden oberhalb der Lidfalte)
MAC Brulé (unter der Augenbraue und im Augeninnenwinkel)
Urban Decay 24/7 Glie-On Eye Pencil Perversion (auf der unteren Wasserlinie und ganz dicht am unteren Wimpernkranz)
Benefit They're real Mascara

[auf den Wangen trage ich Bobbi Brown Pot Rouge Rasberry und MAC MSF Lightscapade und auf den Lippen trage ich ELF Lipstick Natural Nymph und darüber MAC Creme d'Nude]

Es ist echt immer wieder erstaunlich, was mit Lidschatten passieren kann, je nachdem welche Base man verwendet. Das finde ich spannend! Klar, mal passiert weniger, mal mehr , aber bei Twinks habe ich durch diese Erfahrung beinahe zwei völlig verschieden Lidschatten. Richtig cool! Kennt ihr das auch? Und wenn ja, bei welchem Lidschatten hattet ihr so ein Aha-Erlebnis wie ich hier?

Ich wünsche euch eine magische Woche!

Eure Montagsmalerin 

Montag, 7. Oktober 2013

Montagsmaler 116 - Dufte einfach.

Hallo meine lieben Pinselschwinger!

Jeder kennt das: man ist mal wieder spät ins Bett gekommen und snoozt sich am nächsten Morgen bis ultimo durch. Dann muss alles ganz schnell gehen. Fix duschen, anziehen, einen Kaffee hinterkippen und natürlich das Gesicht einigermaßen menschlich herrichten. Für alles bleiben einem dabei meist nur gefühlte drei Minuten. Wenn ihr euch da jetzt nicht wiederfindet, dass gratuliere ich euch ganz herzlich, denn bei mir ist das - bis auf ein paar Ausnahmen - Alltag.

Da ich mich aber auch vehemment dagegen wehre, mein Makeup im Laufe des Tages aufzufrischen und deshalb nie irgendwas zum Nachschminken in meiner Tasche habe (Lippenstifte zählen nicht), muss das Makeup auch halten. Das finde ich persönlich bei dezenten Looks für den (Büro-) Alltag immer relativ schwer, da die irgendwie als erstes wieder verblassen. Oder täusche ich mich da? Jedenfalls gibt es für diese Gelegenheiten ein Produkt, auf das ich absolut und ohne mit der Wimper zu zucken schwöre: der 24h Perfect Stay Eyeshadow+Liner von Astor in der Farbe Creamy Taupe. Ich habe ihn damals bei einem Event vor Astor mitgenommen und möchte ihn und seinen Kollegen in Cosmic Grey nicht mehr missen. Unkompliziert in der Handhabung, tolle Farbe und die Haltbarkeit ist der Wahnsinn. Ob es nun wirklich für 24 Stunden reicht, wage ich zu bezweifeln und hab ich auch noch nicht getestet, aber ich habe es mal bewusst beobachtet und das AMU sah nach 13 Stunden noch genauso aus wie morgens. Gigantisch! Wenn ihr das lesen solltet, liebe Astor-Leute, dann haut doch noch bitte ein paar mehr Farben auf den Markt!! <3







Benutzt habe ich folgende Produkte:
Artdeco Eyeshadow Base
Astor 24h Perfect Stay Eyeshaow+Liner Creamy Taupe (auf dem kompletten beweglichen Lid)
MAC Satin Taupe (im äußeren V und in der Lidfalte)
MAC Moleskin (zum Verblenden)
Biocura Eyeliner Earth (am oberen Wimpernkranz)
Urban Decay Hustle (über den Eyeliner)
Urban Decay Virgin (im Augeninnenwinkel)
(was ich - außer der Mascarakleckse - am unteren Wimpernkranz veranstaltet habe, weiß ich leider nicht mehr, sorry)
Manhattan Volcano Precise Mascara

[auf den Wangen trage ich MNY Blush 301 und auf den Lippen trage ich Dior Addict Lipstick Model]

Ja, ich weiß, das AMU ist extrem simpel und nicht wirklich fancy innovativ, aber es macht genau das, was es soll: schnell gehen und lange bleiben! Außerdem macht es den Blick irgendwie wacher, man wirkt direkt frischer. Und Taupe geht ja bekanntlich immer, wa? Auf welches Produkt schwört ihr denn, wenn es morgens schnell gehen muss und trotzdem einen langen Tag überstehen soll? Und kennt ihr diese Jumbo Stifte von Astor auch und mögt sie genauso?

Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Eure Montagsmalerin