Montag, 14. Oktober 2013

Jettie goes Dutch: Kulinarische Käsewüste

Hallo ihr Lieben!

Es ist soweit - ich bin angekommen, ob ich will oder nicht. Momentan beschäftige ich mich eher weniger mit Make Up und all dem Beautyzeugs, weil es mir meine Zeit nicht zulässt und ich auch ehrlich gesagt weder Interesse daran habe meine Sachen groß zu bespielen, noch aufgrund der momentan wieder aufkochenden "Beautyblogger sind alles kommerzielle, einfältige, mainstreamige, geldgeile, rückgratlose und orthographisch benachteiligte Weiber" darüber zu bloggen. Auch meine Nägel sind aufgrund eines fehlgeschlagenen Experiments mit den Gel Nail Systemen weich wie Gummi und extrem ausgehunfähig (sie splittern mir schon vom Finger, wenn ich sie nur ansehe), und von daher bleibt mir nur über das zu schreiben, was mich eh gerade an meisten beschäftigt und einnimmt: Mein neues, tägliches Leben in den Niederlanden mit allen Hochs Tiefs und Tiefs! :D


Ernste Themen? - Ja, Essen!

Wer wenigstens einen Taiwanesen kennt kann mir bestätigen, dass sie ein ganz besonderes und sympathisches Lieblingsgesprächsthema haben: Essen. Wenn ihr Mandarin sprechen könntet, würdet ihr verstehen, dass sie rund um die Uhr, zu jeder Gelegenheit und zu jeder Tageszeit über Essen reden können. Sie reden über selbstgekochtes Essen, neue Waren im chinesischen Supermarkt, über neue Restaurants, über alte und gut bewährte Restaurants, über neu eröffnete Restaurants in Deutschland, England, Frankreich, Holland und Taiwan, über Geheimtipps, über superdupergeheime Geheimgerichte welche nicht auf Menükarten für den "normalen Mensch" stehen, über Bewertungsportale von Restaurants und wie akurat sie sind, darüber was sie heute oder morgen oder gestern hätten essen können, usw. You get the picture.

Verfressen sind wir nicht unbedingt (ich bilde da die große Ü-XS-Ausnahme), aber wir schätzen gutes Essen, lieben die soziale Komponente dabei, probieren gerne Neues aus und rechnen der Nahrungsaufnahme einen hohen Stellenwert zu. Es geht so weit, dass ich auf Mandarin manchmal so ernst mit meinem Gesprächspartner diskutiere, dass mein Freund mich anschaut und fragt "Über was habt ihr denn geredet? Ihr habt so ernst geguckt." und ich darauf ganz trocken antworte "Über Essen." :D Es ist schließlich bitterer Ernst! Meine Stimmung steigt und fällt mit der Qualität des Essens. Und nein, ich schäme mich nicht es zu sagen, ihr gelowcarbten Hater!


Hochmut kommt...

In Düsseldorf habe ich auf der Oststraße gearbeitet - für diejenigen, denen es nichts sagt: Die Ecke Oststraße/Immermannstraße bietet die höchste Dichte an japanischen Restaurants in ganz Deutschland. Düsseldorf mag nicht so pseudo-hipsterig-kosmopolitisch sein wie Berlin, oder so offenherzig wie Köln, keinen so schönen Hafen haben wie Hamburg, oder nicht die schöne Biergartenmentalität haben wie München, aber eins haben wir mit Sicherheit - die beste, authentischste und köstlichste Küche Japans. Es war ein bisschen wie den Himmel zu küssen.

Damals lag mir tagtäglich die kulinarische Welt zu Füßen - in den Pausen aß ich wunderbare japanische, indische, koreanische, chinesische, mexikanische, spanische, steakische, vietnamesische und französische Küche für unter jeweils 10€. Ein mehr als fairer Mittagstischpreis, wie ich fand! Meine Freundin aus Berlin lachte mich nur aus bei dieser Zahl und sagte mir "Unsere Mittagessenpolicy ist: Nicht über 5€. Da kickste, wa!". Nun juti, mehr als das Doppelte ist natürlich schon ärgerlich, aber ich möchte euch im wahrsten Sinne eine Kostprobe von meinen ehemaligen, qualitativ hochwertigen Mittagsessen geben. Brace yourself for geballtes Foodporning! Allein aus dem Grund liebte ich meinen Job - die Pausen waren nicht nur entspannend, sondern ein absoluter Gaumenschmaus.


... vor dem Fall.

Ramen, Pho, Sommerrollen, Pekingente, Bentos, Dim Sum, Sushi, Steak, Pizza, Paella, Bouillabaisse - es hat schlagartig ein Ende. Ich bin angekommen im Land der kulinarischen Tiefpunkte (ja, richtig gelesen, Plural!) - in den Niederlanden - und ich bin hart gelandet.

Die meisten von euch mögen mich für bescheuert halten, Essen so einen hohen Stellenwert zuzuschreiben. Doch ich würde das gerne ein bisschen ausführen, bevor ihr mich auf alle Ewigkeit in die Ecke der verfressenen Schweine, die sonst keine Glücklichkeiten im Leben haben, verbannt. Am Ende habe ich auch noch ein trauriges Bild meines aktuellen Mittagessens für euch parat, falls euch meine schriftlichen Argumente nicht überzeugen sollten :)

Just heute hat ein Kollege trocken zu mir gesagt "Essen ist mir egal. Ich esse, um zu essen". Es gibt viele solcher Leute und ich kann das absolut verstehen (okay, ich lüge wie gedruckt, aber ich VERSUCHE es aber zumindest zu verstehen). Zugegeben finde ich es tatsächlich ein bisschen komisch und meine erste Reaktion waren auch groß-schockierte Augen, aber das sind halt Menschen, die anderen Dingen im Leben mehr Wertigkeit zusprechen, und das finde ich auch absolut gut und eine Frage der persönlichen Präferenzen.

Bei mir allerdings hat gutes Essen angefangen eine größere Wertigkeit anzunehmen, als ich ein wenig mehr Geld zur Verfügung hatte. In Studizeiten habe ich tonnenweise Tütensuppe mit Suppennudeln gegessen (Buchstabensuppe ahoi! Emulgatoren ahoi!), wie auch Pasta mit Ketchup. Mensaessen habe ich auch gut runterbekommen - es war günstig, warm, üppig in der Portion, sättigend und der Freitag war mit dem "Fischgericht" (ob da wirklich Fisch drin war, wage ich zu bezweifeln) und dem Milchreis mit warmen Kirschen als Nachtisch ein Träumchen!

Als ich anfing (mehr) zu verdienen, habe ich mir auch mehr gegönnt. Jedes Mal, wenn wir gereist sind haben wir uns voller Vorfreude schöne Restaurants gesucht um dort zu schöne Abende zu verbringen (wie ihr in so vielen Rumgejettiet Posts sehen konntet :D), und es wurde geradezu eine Tradition richtig schick essen zu gehen, wenn wir im Urlaub waren. Es wurde immer mehr Augenmerk auf die Qualität gelegt, sowie auch auf die Herkunft der Produkte. Zugegeben ist letzteres noch ausbaubar, doch wir arbeiten z.B. daran kein abgepacktes Fleisch mehr zu kaufen, und zahlen mittlerweile mehr als gerne 3€ für eine Packung Eier. Die Zeiten in denen Käfighaltungseier zu 0,49€ geshoppt wurden und das Motto "So billig (nicht günstig!) wie möglich!!1" lautete, sind lange vorbei.

Nun bin ich also in Holland, einem Land in dem man auch gut essen kann, so ist es ja nicht - wenn man ungefähr 1/3 mehr Geld in der Tasche hat als in Deutschland, und ungefähr auf 1/2 der Qualität verzichten kann. In solchen Relationen spielt es sich traurigerweise wirklich ab. Und dieses traurige Etwas tituliert sich aktuell mein typisches Lunch: Labberbroodje met kaas of filet americain, snoeptomaten en een ei. Es könnte auch wirklich 1:1 ein Lunchpaket eines 8-jährigen Grundschuljugens sein.


Geschmacksnerven? Hebben wij niet.

Es gab bereits einmal einen Artikel von mir zu holländischem Brot (ja, es ist tatsächlich so muy terriblo, dass ich mich Ewigkeiten darüber auslassen kann). Und Überraschung - es hat sich seit meiner Zeit in Utrecht nichts geändert. :) Sie stehen immer noch auf Maschinenpferdewurst und auf Brot, welches eine Konsistenz wie Putzschwämme hat.

Bei meinem jetzigen Job gibt es eine Kantine, die mir bereits mit den Worten "It is very Dutch." vorgestellt wurde, und ich wusste prompt, was damit gemeint ist. Das erste Mal dort, hat es mich tatsächlich noch mehr enttäuscht, als ich dachte... mein kleines Essensherz (err?! how wrong is this?!) machte einen traurigen Seufzer - und das obwohl ich schon sehr niedrige bis gar keine Erwartungen hatte. Es gibt eine mager befüllte Salatbar, eine traurig-lauwarme Tagessuppe, eine Menge Milchprodukte (damn, diese Holländer trinken einfach literweise pure Milch... für Laktoseintolerante ein Alptraum allein dabei zuzuschauen!!), Gummibrot Gummibrot labbriges Gummibrot, Käse Käse Käse, Schinken mit Pferdeanteil, Frikandel und Kroketten. Und das natürlich alles unter dem Motto "OP = OP" was soviel heißt wie weg ist weg, wenn's ausverkauft ist, dann musst du leider verhungern oder in die Tischkante beißen (was eventuell sogar noch schmackhafter ist, kommt ganz auf deinen Tisch an).

Man hat also grob die Wahl zwischen kalten Putzschwämmen, frittiertem Alles (yes, they DO fry everything) und einer Menge Milchprodukte in jeglicher Ausführung. Ich würde fast sagen, that sums up the Dutch already quite well! Was ich seit Jahren versuche von mir zu drängen, wird mir auf einen Schlag wieder bewusst: Die Holländer sind kulinarisch gesehen ein verkümmertes Völkchen. Von den horrenden Preisen für die oben genannten kleinen Köstlichkeiten will ich erst gar nich anfangen.

Lunchwalks

Zu etwas, was ich nun wirklich merkwürdig und fast ein bisschen ungesund finde: Viele Niederländer haben gerne sogenannte "lunchwalks". Dabei nehmen sie ihre Mittagsbrote in die Hand und laufen kollektiv los. Sie laufen in Gruppen um die Gebäude, auf dem Gelände herum, schnacken und essen dabei... wie sie dabei verdauen ist mir persönlich ein großes Rätsel. Bedenket bei allem was ich erzähle, dass die Niederländer eines der gesündesten, langlebigsten, reichsten und körpergrößten Völker der Welt sind mit einem statistisch gesehen höherem Wohlsstandindex als wir ihn in Deutschland haben. Vielleicht sollte ich mir morgen auch meinen Käseschwamm schnappen und wild in der Gegend herumlaufen, so komme ich vielleicht doch noch auf die 1,70m...


Better be rich, bitch!

Auch das zum essen Ausgehen ist hier leider kein Pappenstiel. Vom Preislevel her ist es nicht wesentlich höher als in Deutschland - man merkt schon einen kleinen Unterschied, gerade in den großen Städten Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht, doch den größten Unterschied merkt man eben leider an der Qualität des Essens. Einmal aßen wir zu zweit für einen grünen Schein in einem 5-Sterne Hotel bei Maastricht, und selbst wenn die Qualität des Fleisches und der Beilagen okay war - es war alles in einer mayonnaise-like Soße ersoffen. Selbst mein eigentlich ganz leckeres Carpaccio kam statt mit Parmesan, Rucola und lecker Zitrönchen, mit einer dicken Rahmsoße daher (WTF is wrong with you?!). Summa summarum stimmt die Preis-Qualität hier beim Essen nicht mit dem überein, was ich aus Deutschland kenne. Gepaart mit dem ganz eigentümlichen Geschmack der Niederländer und ihrer Vorliebe für fettig-abgespacte Soßen, ergibt sich damit ein schockierendes Essensdisaster für Bauch und Portemonnaie.

Zahle ich beispielsweise im Café Forum in München für obiges, abwechslungsreiches, warmes Frühstück inklusive einem Cappuccino und einem Saft ca. 15€, komme ich für folgendes Brotfrühstück in Eindhoven (was ganz und gar NICHT das München der Niederlande ist, just FYI) mit Smoothie und Cappuccino ungefähr 1€ mehr. Kein großer Preisunterschied, mitnichten, doch eine Scheibe Brot mit pürierter Avocado, 10g Huhn und 1/10 Cocktailtomate für 5€? Autsch.


Learn your lesson!
 
Nun gut! Nun habe ich eine gefühlte Ewigkeit über die Grausamkeiten der kulinarischen Unterwelt der Niederlanden lamentiert, doch da wir doch flexible junge Menschen sind, möchte ich das Beste daraus machen... wenn ich weiter soviel über das schlechte Essen meckere, dann werde ich noch von einem wilden Hollandmob mit Fackeln und Käsespießen aus der Stadt gejagt! Das wollen wir ja nicht, denn ich bin doch gerade erst angekommen... :)
 
So schwer mir die für mich sehr krasse Umstellung auch fällt, so macht es mich natürlich auch nicht glücklicher wenn ich täglich darüber jammere, wie schrecklich das Essensangebot hier ist. Was für Konsequenzen ziehe ich also persönlich daraus?
  • Gutes Essen besser zu schätzen lernen. - Jedes Mal wenn wir nun nach Deutschland fahren und dort essen, lasse ich mir jeden Happen auf der Zunge zergehen. Es ist umso mehr ein Genuss, wenn man seltener dazu kommt.
  • Neugierig Restaurants erkunden. - Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht fast akribisch genau nach und nach alle potenziell guten Restaurants Eindhovens und Umgebung auszuforschen. Es gibt auch viele Restaurants in Den Bosch und Tilburg, zwei Städte die in der Nähe liegen, welche mir schon ans Herz gelegt wurden. Und diese werde ich nach und nach erkunden und en detail Buch darüber führen was ich wo lecker fand, und was nicht. Mein erster Besuch beim hiesigen Mexikaner hier war schon ein absoluter Schuss in den Ofen. Satte 2,5 Stunden habe ich auf meine Gemüsesuppe, die nach indischer Achselhöhle roch, und mein Steak ersoffen in einem Stück Kräuterbutter gewartet... Ich würde mal sagen, dieser Laden ist schon mal durchgefallen. Naja, hier heißt es: Trial and error! Learning by eating. Probieren geht über meckern. Oder so.
  • Kochen lernen. - Jap. The day has come. Ich bin keine gute Köchin, und genieße es auch nicht stundenlang für ein Gericht in der Küche zu stehen, was man dann innerhalb von zehn Minuten inhaliert hat. Doch was soll man machen, wenn man weder bestellen (unsere Stammbestellrestaurants vermissen uns schon schmerzlich, wenn ich die E-mails von Lieferheld richtig interpretiere), zum essen Ausgehen oder in der Kantine essen kann. Ja, man kocht selbst bevor man 100€ für in Soßen ertränkte Sägespäne ausgibt. Aus der Not wird eine Tugend... et voilà, so waren mein gebratener Reis und meine Nudeln mit Shrimps und Zuckerschoten geboren... sieht doch okay aus, oder? :D Und good news: Man konnte es sogar essen. Hurra!!

Mein zweiter Einblick in mein Leben in den Niederlanden klingt zwar ein wenig verbittert (VERBITTERT?!? Ich kleiner Sonnenschein doch nicht...), aber so schlimm ist es ja doch eigentlich gar nicht. :) Natürlich ist die Umstellung unheimlich schwer für mich - jegliche Essensmöglichkeiten die ich hatte und liebte sind weggefallen. Schnell mal die besten Ramen für 7,50€ ist nicht mehr. Flugs zu Mami zum Abendessen fahren leider auch nicht.

Doch wachsen wir nicht alle an den Herausforderungen, mit denen wir konftrontiert werden? ;) Wer weiß, vielleicht poste ich bald ja superdeluxe Superkochrezepte, weil ich jetzt den Kochlöffel schwinge wie eine Küchenfee... wer weiß, wer weiß! :) (Okay, ich weiß: This will not happen... :D)

Was für einen Stellenwert nimmt gutes Essen für euch ein? Seht ihr das so ähnlich wie ich, oder empfindet ihr Essen auch einfach nur als eine "Notwendigkeit"? Oder seid ihr irgendwie inbetween... you're not a Genußvöllerer, not yet a Notwendigkeitsesser...? ;)

Eet smakkelijk, eure neo-Kochlöffelschwingerin und Labberbroodjongleurin Jettie.

66 Kommentare

14. Oktober 2013 um 23:42

Gutes, leckeres Essen ist mir persönlich sehr wichtig und ist eines der Dinge, die mich am schnellsten und zuverlässigsten glücklich machen^^ So Menschen, die nur essen um zu überleben, sind mir äußerst suspekt. Ich bin da viel zu genussorientiert.

14. Oktober 2013 um 23:51

Ich als Bäckerstochter verstehe vor allem dein Brotdilemma und möchte dir am liebsten gutes Brot schicken! :D Sollte es mich je ins Ausland verschlagen, müsste ich mir ganz viel Brot mitnehmen und dort eine riesige Kühltruhe betreiben.
Ich selber kann zwar kochen, tue es aber nicht gerne. Wobei es nicht so wild ist, ich bin also optimistisch und schicke dir gedanklich Brot! :D ♥

14. Oktober 2013 um 23:57

Ich esse gerne und ich koche gerne. Meine Mama kocht unheimlich gut und nach und nach habe ich es von ihr abgeguckt. Essen ist Genuss und am liebsten dann für Freunde kochen und einen schönen Abend mit ihnen verbringen mit einem leckeren Dessert. :D
Und dann gibt es Tage an denen ich null Bock auf kochen hab, schnell etwas im Ofen landet und einfach nur zum Zweck verputzt wird.
Aber ich kann dich voll und ganz verstehen. Leckeres Essen ist eine Leidenschaft! :)

15. Oktober 2013 um 00:06

Ich habe ein Jahr in Enschede studiert und kenne das mit dem Essen in Holland... leider ;) Deshalb bin ich ganz froh, dass ich damals zwischen Münster und Enschede gependelt bin. Essen hat bei mir einen ähnlichen Stellenwert wie bei dir. Ich mag es zu essen ^^ Ich koche sehr viel selber. Ich bin noch eine arme Studentin, sonst würde ich glaube ich noch viel mehr auf Qualität achten und sehr viel außerhalb essen ;) Also ich verstehe dein Leid in Holland ^^
Ich wünsche dir trotzdem alles Gute :)

LG, Jana

15. Oktober 2013 um 00:07

Oh, ich glaube bei den meisten asiatischen Ländern hat Essen einen hohen Stellenwert, genauso wie dessen Genuss. Ich weiß nicht. Als ich mit in Thailand bei meiner Tante gewesen bin haben wir sicher darüber geredet wo man gutes leckeres Essen herbekommen kann und tausend mal wiederholt was lecker ist und was wir noch unbedingt essen sollten. Und ich durfte alles verköstigen was sie mir gebracht hat (ich verwöhntes Balg xD)... Ich wunder mich, dass ich keine 236475869 kg zugenommen habe.

Ich habe schon lange keine richtigen Fastfood/Fertiggerichte gegessen und gehe auch selber gerne essen und vermisse ein wenig das Okinii in Düsseldorf, weil hier Chemnitz (Sachsen) gibts nur fades Sushi. (Leipzig und Dresdens Sushi-Bars stehen noch auf der abzuarbeiten Checkliste) Und ich wollte schon immer in Düsseldorf auch die anderen japanischen Läden besuchen und ausprobieren, aber ich komm einfach nicht mehr so oft nach Krefeld und kann deswegen auch nicht mal eben nach Düsseldorf hüpfen. Von da aus ist es ja einfach nur um dat Eck. *seufz*

Ich lasse mich auch lieber bekochen, weil ich irgendwie immer das Talent habe zu kochen, wenn ich kurz vorm Hungertod stehe, weil ich so faul bin. Aber da das keiner macht muss ich mich da auch selber versorgen. Manchmal macht es auch schon Spaß und ich muss sagen ich werde besser. Und was Lebensmittel angeht da will ich gar nicht immer schauen auf Gut und günstig. Da bin ich eher der Mensch der an Klamotten spar statt am Essen! Sich ne Pizza bestellen ist okay, aber hau mir ab mit Maggi-Fertig-Mixturen. Örks.


Und an das NL-Essen kann ich mich gut erinnern, da wir mit der Klasse damals irgendwie jedes Jahr dort waren und dann in der Jugendherberge hab es neben dem "leckeren" essen nur Milch (vertrage ich nicht) und stilles Wasser (wenn ich das trinke hab ich trotzdem immer das Gefühl ich befinde mich auf einer ewig langen Durststrecke, die nie enden will) mit Erdbeersirup. Und ich fand das Zeug hab so abartig nach Zahnpasta gerochen und geschmeckt. Es gab EINEN Softdrinkautomaten, ja und der was leer und wurde 2 Tage vor Abreise aufgefüllt. (Waren eine Woche da) x.x

15. Oktober 2013 um 00:40

....darf ich in dem Zusammenhang etwas fragen? Du schrubst ja schon einiges über das nl Essen und für mich als Allergikerin stellt sich langsam die Frage, ob das überhaupt ein Land ist, in dem ich Nahrung finde. xD Alles frittiert, alles in Soßen ertrunken, und viel Brot, deshalb: kann man als glutenintolleranter Mensch Urlaub in den Niederlanden machen, ohne sich den Koffer voll mit Essen zu packen?
Ich meine zur gröbsten Not könnte ich mich ja von frischem Obst ernähren, aber das ist ja auch kein Leben...

Und z deiner Essensfrage: ja, ich räume Essen auch einen sehr hohen Stellenwert ein. Nach einer Fotoslideshow nach einem Jahr im Ausland schauten meine Verwandten etwas irritiert und fragten warum 60% der Fotos von Essen seien.
Und dabei bin ich nicht einmal Foodblogger oder habe Instagram.

15. Oktober 2013 um 00:48

In Eindhoven stehen doch überall diese Essensautomaten rum, wie wärs damit? :D Spaß beiseite, die hatten mich echt schockiert. Wenn ich jetzt wüsste, wie die Restaurants hießen, in denen wir waren, könnte ich dir sicher wenigstens 2 Abende weiterhelfen.. ich finds raus, zur Not wühle ich mich durch die Kontoauszüge :D

15. Oktober 2013 um 01:11

Oh mein Gott. Du liebst Essen definitiv genauso wie ich. Oh Gott. Ich kann dich so gut verstehen. Ich würde in den Niederlanden wahrscheinlich viel weinen.

15. Oktober 2013 um 02:18

Ich spreche dir mein tiefstes Mitgefühl aus, ganz ohne Ironie. Ich bin absoluter Genussmensch, und Essen steht da ganz weit oben auf der Liste. Nicht unbedingt viel (okay, manchmal ist nur VIEL Essen gutes Essen, das kennt doch jeder...), aber die Tat an sich: die Geschmäcker, die Gesellschaft, die Abwechslung, neue Erfahrungen, die Erinnerungen... Bei mir ist viel Kindheit damit verknüft, die Speisen meiner Oma, aber auch neue Geschmackserfahrungen (seit meine chin. Schwägerin in der Familie ist). Essen ist gesellig, kommunikativ, Lebensfreude, manchmal auch Trost und Stimmungsaufheller. Wenn der Tag richtig scheiße war und ich mich aber auf meine Lieblingsspeise freue kann, das ist doch die halbe Miete!

Mein Ex war auch so einer: "Ich esse wenn ich Hunger habe, Appetit kenne ich nicht, auch nicht auf was Süßes". Der Mann hat ernsthaft nur gegessen wenn er Hunger hatte und meinen unbändigen Heißhunger auf Popcorn konnte er null, gar nicht nachvollziehen. Kannte er einfach nicht. Fand ich extrem befremdlich und hat, meiner Meinung nach, schon die Qualität unserer Beziehung eingefärbt. Ich brauche einen Lustmenschen um mich herum, jemanden der leidenschaftlich lebt, und dazu gehört definitv auch die Nahrungsaufnahme ^^. Ich bin jemand der "Bock hat" (pfui, was ihr wieder denkt...), jemand der sagt: Ich will jetzt aber! Und dann kann ich über Stunden am Tisch sitzen und essen, diskutieren, lachen, in Erinnerungen schwelgen und es mir gut gehen lassen. Zum Glück habe ich da mittlerweile einen Partner gefunden der da ähnlich tickt und auch in der Familie und im Freundeskreis sind solche Abende nicht selten.

Und ich kenne die Geheimspeisen auf den chin. Karten und bekomme mit, welche Rolle das Essen bei z.B. Chinesen spielt, da hat sich das Sinologiestudium (wenn auch nur im Nebenfach) schon gelohnt :D Ist generell eines meiner liebsten Essenserlebnisse, stundenlang Dim Sum essen und immer und immer wieder neue Kleinigkeiten bestellen, egal ob man mal daneben greift oder einen kulinarischen Volltreffer landet (nicht jedes blumig wohlklingendes Gericht von der "geheimkarte" schmeckt auch ^^).

Ich hoffe es wird bald besser für dich. Kochen lernen hilft auf jeden Fall. Vielleicht findest du ja doch nocht richtig Gefallen daran, ich wünsche es dir jedenfalls. Denn selber kochen setzt der Gesamterfahrung "Essen" noch die Krone auf, finde ich. Noch mehr neue Erfahrungen, die Spannung wie es wohl schmeckt, Pleiten und Pannen, Lieblingsrezepte, (Vor-) Freude für Freunde und sich selbst. Man nimmt sich dann auch mehr Zeit zum essen, damit rechnet sich Zubereitsung vs. Genuss auch irgendwann.

Liebe Grüße

Lilo

15. Oktober 2013 um 07:26

Ich liebe ESSEN! Bei mir sieht man es auch ^^

Ich komme aus der Ukraine, da essen wir abends besonders viel und gerne mit der ganzen Familie...alles steht auf den Tisch und jeder bedient sich. Als ich nach Deutschland zog war das vorbei... :-( Ich war in einem Dorf wo nur ein Dorf"Restaurant" gab. Bis ich so 13 war habe ich in Restaurant fast nichts gegessen weil es alles einfach bääää für mich war. Aber als wir vom Dorf in Sachsen nach Mannheim zogen eröffnete sich für mich eine neue Welt. Es gab alles! Seit dem habe ich auch zugenommen...joa was soll man sagen...egal. Mit meinem Freund liebe ich es besonders gut essen zu gehen. Überall wo wir sind lieben wir ein gutes Frühstück und abends ein gutes Restaurant. Hamburg hat mich da sehr beeindruckt... aber auch Frankfurt und Stuttgart sind klasse.

Vor ca. 2 Monaten war ich in Holland in Zandvoort. In Zandvorrt konnten wir gut essen, es gab viele Restaurants und eins welches mir besonders gut gefallen hat. Der Preis war etwas höher...aber gut. Ich war auch erstaunt über das gute Essen in den Strandbars. Es gab frische Salate und die Burger zum Beispiel waren mit leckeren Volkornbrötchen oder anderen sehr leckeren Brot. Das Fleisch war klasse und das Gemüse auch. Es war teurer, aber gut wir waren ja im Urlaub. In Amsterdam war ich dagegen sehr enttäuscht. Mein Freund hatte Lust auf Burger, in einem Restaurant hat er einen bestellt mit Pommes. Der Burger hat ca. 23€ gekostet und war es echt nicht wert... Mein Steak leider auch nicht für fast 30€ :-(

Aber zurück in Mannheim sind wir erst einmal sehr lecker Sushi essen gegangen, am nächsten Tag zu unserem Italiener und den Tag darauf zum Griechen und und und. Essen ist toll...und wir essen nicht nur. Wir reden darüber, ob die Qualität für den Preis gut ist... was besser sein könnte etc.

Seit ich so einen "Feinschmecker" als Freund habe, koche ich auch viel mehr. Ich muss gestehen es ist klasse und macht sehr viel spaß.

LG Adriana

15. Oktober 2013 um 08:26

Liebste Jettie,
Als Grenzlandbewohnerin weiß ich ganz genau was du meinst, die Holländer kennen keine vernünftige Küche aber dafür können se Käse, Fritten und Eis. Solltest du irgendwann mal Richtung Deutschland fahren, kann ich dir in der holländischen Stadt Sittard (ca. 50km von Eindoven und 4km von der deutschen Grenze) das beste Chinesische Restaurant empfehlen was es weit und breit gibt. Selbst in Deutschland heb ich keinen besseren gefunden, da es hier meist immer dieses typische Büffet nur gibt. Aber in Sittard ist es a la Card, die machen die BESTEN Lumpias überhaupt und alles ist unglaublich frisch! Das Restaurant heißt "Hong Kong" und ist am Marktplatz. Und bezahlbar ist es tatsächlich auch :-)

15. Oktober 2013 um 08:54

Och Gott, du Ärmste, ich wünsche dir viel Glück bei der Akquirierung guter Restaurants und toller Rezepte. Ich esse auch sehr gern, lege aber jetzt nicht ganz so arg den Wert drauf. Außer bei Steak, da ist schlechte Qualität einfach NICHT witzig!

15. Oktober 2013 um 09:18

Oh, du Arme. Da hilft wirklich nichts außer kochen lernen. :<

Anonym
15. Oktober 2013 um 09:30

Oh ja, ich bin auch so ein Essenslover! Ich glaube, das habe ich von meinen Eltern geerbt. Sie sind super penibel, wenn wir mit der Familie fein ausgehen. Eigentlich gibt es IMMER etwas zu meckern..etwas ist nicht knusprig genug, hätte besser gewürzt werden können und die Todsünde überhaupt: es ist zu zeh!

Aber ich erinnere mich an meinen Geburtstag, da wurde ich vielleicht 16 oder so..und habe mir ein Fisch Pasta Gericht gewünscht. Aber irgendwie hatte es an dem Tag nicht so gemundet wie die Male davor. Ich war so traurig, dass ich geweint habe :'D Umso happier war ich dann am 18. Geburtstag. Da gab es ALLE meine Lieblingsspeisen auf einmal..von Sushi bis Cha Gio (viet Frühlingsrollen) und Dim Sum war alles da, sogar Chips!! Hachhh jaaa...

Im Alltag brauche ich auch immer etwas Leckeres, wenn ich mal gestresst oder traurig bin. Das muntert mich am besten auf. <3

15. Oktober 2013 um 10:03

Oh Mann, ich verstehe das. Als ich in Holland gearbeitet habe, mussten wir immer in die Kantine essen gehen und alle aßen Brot mit Hagelslag und einen halben liter milch oder joghurt. Grauslich. Wenn's Kuchen gab, wars am Schlimmsten. Was sie ja gar nicht können, ist Backen. Da ich aber aus einer Familie komme, die 50 Sorten Weihnachtskekse produziert und einfach wirklich gut bäckt, war das mein Alptraum. Was meine holländische Familie als "gute Küche" beschreibt, bringt mich ab und zu zum weinen. Da ist Packerlsuppe von besserer Qualität.
Ich kann dir deshalb, leider, auch in Amsterdam kein Lokal empfehlen, dass mich vom Hocker gehau'n hat.
Viel Erfolg in NL, auch wenn der Teil deines Lebens verkümmern wird :)

Anna
15. Oktober 2013 um 10:18

Oh Jésus, du Arme, komm sofort wieder nach Deutschland, das hält kein Mensch auf Dauer aus :D
Ne Scherz, aber dein Bericht klang schon krass. Finde dein Vorhaben Kochen zu Lernen sehr gut!!
Mir ist gutes Essen auch total wichtig und ich esse auch einfach für mein Leben gern, hihi :)
Mein Freund und ich koche jeden Tag umd genießen das auch total.
"Essen gehen" machen wir nicht sooo oft, aber wenn, dann auch immer zu Restaurants, von denen wir wissen, dass sie gut sind oder aber wir probieren was Neues aus. Wenn die die Qualität und/oder das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt, gehen wir da nicht mehr hin.
Ich drücke dir jedenfalls ganz fest die Daumen, dass sich bei dir was zum Positiven ändert und du ein paar tolle Restaurants für dich entdeckst!
Liebste Grüße, Anna

15. Oktober 2013 um 10:22

Ich würde genauso leiden wie du! Essen hat für mich einen enorm hohen Stellenwert und inzwischen bin ich auch ein kleiner Foodsnob. Das geht so weit, dass ich mir manchmal nur mit Mühe ein Lächeln und Danke abringen kann, wenn jemand für mich gekocht hat und es schmeckt mir wirklich nicht/ ist handwerklich mies.
In Holland war ich bisher nur im Urlaub und scheine da tatsächlich die größten Klippen umschifft zu haben. Meine Kochkünste entstammen allerdings auch der Not, denn ich habe kochen in den USA lernen müssen, da meine Gastfamilie alles andere als Meisterköche waren.

Anonym
15. Oktober 2013 um 10:23

Hallo Jettie,

dein Artikel spricht mir aus der Seele! Ich bin vor einem Jahr nach Holland gezogen, übrigens auch von Düsseldorf weg, und hadere immer noch mit dem Essen. Zum Glück bin ich nicht so ein grosser "Auswärtsesser" wie du, aber schon die Auswahl, Qualität und Preise in den Supermärkten deprimiert mich. Brot ist auch ein ganz grosses Thema bei mir. Mittlerweile habe ich mich mit den Broten von ecoplaza anfreunden können, die haben wenigstens etwas mehr Substanz..Ich freue mich auf weitere Hollandartikel, da kann ich so schön mitleiden ;-)..

Groetjes,

Jessica

Anonym
15. Oktober 2013 um 10:31

Jesses Marei!
Ich LIEBE gutes Essen (Darum habe ich auch einen Freund der kochen kann, haha, denn kochen kann ich nicht). Lieber esse ich nichts als irgend etwas hässliches, labbriges, geschmackloses, schwammiges und was sonst noch alles in deinem lustigen Beitrag gefallen ist :D
Mein herzliches Beileid aus der Schweiz :)

15. Oktober 2013 um 10:45

Liebe Jettie,
ich muss zugeben, dass ich auf Bloglovin "nur" zufällig über Deinen Blog gestolpert bin, aber ich bin ganz angetan und habe Deinen Post mit Freude gelesen. Also, nicht Freude, wie Schadenfreude, aber mit Freude wie "ich mag Deinen Schreibstil" :D
Gutes Essen hat für mich auch einen wahnsinnig hohen Stellenwert, ich muss aber auch gestehen, dass das erst seit ein paar Jahren so ist. Für mich wäre die holländische Küche laut Deinen Schilderungen der absolute Supergau, weil ich quasi der Inbegriff von Allergien und (wait for it!) Laktoseintoleranz bin :D
Das ist auch der Grund, warum ich seit ca. 3 Jahren fast nur noch selbst in der Küche stehe, weil ich auswärts kaum noch was zu Essen finde und auch ich hätte nicht geglaubt, dass ich mal zur kitchenfairy mutieren würde, aber tada! Es ist passiert (zwangsweise, aber pfff, wen interessiert der Schnee von gestern, heute koche und backe ich wirklich mega gerne) :D

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du hier und dort vielleicht doch noch kleine Restaurants entdeckst, die leckere Sachen anbieten. Ansonsten - MARKTLÜCKE! Dann eröffneste irgendwann Dein eigenes (mit angestelltem Koch, gnihi :D).

Liebste Grüße
Laura/MissCreARTiv

15. Oktober 2013 um 11:16

Oh wei, Du hast mein absolutes Mitgefühl und Beileid. Ich bin an der niederländischen Grenze aufgewachsen und habe mich schon immer gefragt, wie man es dort ein Leben lang essenstechnisch übersteht. Das Schwabbelbrot mal ausgelassen, aber ich denke nur "Hauptsache, alles ist frittiert"... Fanta Sorten, die überall auf der Welt verboten sind, nur in NL lachen Dich Fantaflaschen in allen neonfarben aus den regalen an..., Vla aus ner Tüte in Streifen wie Zahnpasta... Aua aua aua. Nun lebe ich schon länger in MUC und habe einen guten Koch geheiratet... Aber dieser Post macht mich sehr sentimental. Der Immermannstraße muss ich beim nächsten Heimatbesuch unbedingt eine Völlereitour meinerseits gönnen.....

15. Oktober 2013 um 11:23

Ich finde Essen sauwichtig! Allerdings kommt mir auch die Kultur in Deutschland, was das betrifft, etwas verkümmert vor... Klar, man kann in großartige Restaurants gehen und dort gut zufrieden sein, aber das Drumherum kommt mir eher mager vor... Dass alle an einen Tisch zusammenkommen und im wahrsten Sinne des Wortes das Brot teilen und so...
Mal ganz davon abgesehen, dass es "satt sein" und "absolut glücklich und zufrieden sein" gibt. Nicht jedes Essen schafft zweiteres und bis vor Kurzem wusste ich überhaupt nicht, dass dieser Zustand existiert! Gelernt habe ich das übrigens in Düsseldorf ^.^

15. Oktober 2013 um 11:30

Gutes (und das beinhaltet: authentisch, abwechslungsreich, frisch, möglichst fair "gewonnen, angebaut"usw) Essen bedeutet für mich Lebensqualität. Noch nie war Essen für mich schlichte Nahrungsaufnahme. Ich genieße Aromen, Kombinationen, Konsistenzen und freue mich immer wieder, wenn ich was neues leckeres entdecke.

Vor allem das von dir angeschnittene (höhö) Thema Brot ist ganz wichtig: gutes Brot ist mir so wichtig! Jedes Mal, wenn ich aus dem Urlaub komme, freue ich mich auf ein frisches Sauerteig-, Bauern-, oder Vollkornbrot mit Butter. Denn es gibt kaum ein Land, in dem das Brot so unglaublich gut gemacht wird wie Deutschland. Ich habe Verwandtschaft in England und kenne dein Dilemma: dort haben sie auch nur labberige Entschuldigungen für Brot. Ich muss zwar zugeben, dass es sich in den letzten Jahren stark gebessert hat, trotzdem kommen auch die whole grain Produkte aus England nicht an die Brotklötze aus Deutschland ran.

Ich koche eigentlich extrem gerne und probiere immer wieder neue Sachen aus. Was allerdings echt doof ist: nur für eine Person kochen. Da bleibt immer zuviel übrig und nicht alles schmeckt noch am nächsten Tag gut.

Chiara
15. Oktober 2013 um 11:39

Es gibt auch Holländer die gutes Essen lieben (Hallo!), aber ich bin mit dir verstanden das wir Holläander im algemeinen nicht gut und viel zu teuer essen. Deswegen bring ich auch mein eigenes Brot (in Deutschland gekauft und im Tiefkuhler bewahrt ;-) ) mit nach meinem Arbeit. Aber ich esse daurauf keine hagelslag und trinke keine Milch. Wenn ich eigen gebakenes Kekse nach meinen Arbeit bringen ist jeder verwundert das ich mir das selber gemacht habe. Die Holländer sollen ein bisschen mehr Liebe in ihren Essen geben.
Btw, Ich wohne in Tilburg und bin neugierig wo du den gerne isst, wenn du da bist. Vielleicht sehe ich dich einmal!! :-D

Melli
15. Oktober 2013 um 11:42

Schön, dass du mal wieder schreibst. Ich persönlich bin Vegetarier und deshalb ist für mich die Auswahl sowohl auswärts als auch zu Hause immer ein wenig eingeschränkt. Zumal es bei Mutti früher auch immer nur so Hausmannskost a la Kartoffeln mit Erbsen und Möhren gab^^. Ich taste mich aber an immer neue Rezepte und Möglichkeiten heran, und ich glaube es wird dir auch irgendwann Spaß machen zu kochen. Es ist doch toll, wenn man sich selbst richtig leckere Speisen zubereiten kann. Food-Blogs finde ich ja auch toll, ich kann dir zum Beispiel www.kuriositaetenladen.com empfehlen.
Ich liebe auch gutes Brot und würde dir auch da raten, es einfach mal selbst zu auszuprobieren. Klar muss man so anfangs auch einiges essen, was noch nicht ganz dem Anspruch entspricht, aber dann ist es doch umso besser, wenn man irgendwann wirklich ein super leckres Brot frisch aus dem Ofen genießen kann... Viel Erfolg beim Lernen!

Achja, wenn ihr mal wieder in Deutschland seid: Einige Restaurants bieten auch Kochkurse (so für einen Abend) an. Man denkt zwar immer, man findet auch alles im Internet, aber das kann ja auch einfach mal eine nette Aktivität mit gutem Essen sein! Sieh es so, dass du das soziale Erlebnis durch das gemeinsame Kochen einfach noch ausdehnst :-)

Sandra
15. Oktober 2013 um 11:50

Liebe Jettie,

ich kann gut nachfühlen, wie es Dir geht. Ich kann zwar auch mal mit holländischem "Essen" leben, aber auf Dauer wäre das für mich auch nichts. Ich möchte Essen geniessen können und es soll mir auch schmecken.

Für Dein Brot Dilemma hätte ich vielleicht einen Rat: back doch selber Brot. Selbst Fertigbackmischungen im Brotbackautomat sind meilenweit besser als das Zeug, was Du dort zu kaufen kriegst. Aber auch ganz normal im Ofen ist das gar nicht so schwer, wie man vorher denkt. Und das Ergebnis lohnt die Mühe. Vor allem wenn man die Alternativen betrachtet. Eine Freundin hat das Buch "My Bread" von Jim Lahey für sich entdeckt. Die Rezepte sind wohl wirklich so einfach gehalten, dass selber Brot backen kein Problem ist.

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du noch Wege findest, diese Situation irgendwie zu verbessern.

Liebe Grüße
Sandra

Anonym
15. Oktober 2013 um 12:17

Ich musste mehr als schmunzeln bei diesem Post, weil ihr zur Zeit mehr oder weniger das gleiche durchmache. Ich studiere in Nijmegen (bin also gar nicht so weit von dir entfernt) und reg mich täglich über die Preise in unserer "Mensa" auf. 2,50€ für n Wrap und meine Freunde bezahlen 1€ für Nudeln mit Bolognese in deutschen Mensen? Dankeschön.
Ich kann also gut verstehen, wie du dich fühlst. Ich zieh nun auch bald dorthin und habe schon Angst vor dem Brot Dilemma. Zur Zeit fahr ich noch täglich, habe also noch Zugang zu gutem deutschen Brot und bezahlbaren Preisen.
Den einzigen Tipp, den ich dir bis jetzt geben kann, ist bei türkischen Supermärkten Obst und Gemüse zu kaufen, um wenigstens ein bisschen zu sparen und einfach dranbleiben mit dem Kochen! It's your only chance! Groetjes

15. Oktober 2013 um 13:06

Ich finde auch, dass gutes Essen wichtig ist. Mein Freund ist leider auch eher Kategorie : "Hauptsache der Magen ist voll" Er freut sich zwar wenns was leckeres gibt, aber es könnte notfalls auch wochenlang von Würstchen und TK-Pizza leben. Ich würde auch empfehlen, das Brot einfach selbst zu backen. Gibt so viele tolle Rezepte und notfalls Backmischungen und so bekommst du zumindest da was leckeres.

Aber bitte verrate noch, warum deine Haut im Post davor so toll aussah, das wollen glaub ich noch ganz viele wissen!

LG

15. Oktober 2013 um 13:16

Liebe Jettie,
ich glaube, dass dir hier viele zustimmen werden. Gutes Essen von hoher Qualität und gutem Geschmack ist absoluter Lebensluxus, den man einfach BRAUCHT.
Ich halte viel von Biolebensmitteln und weniger auf den Preis, dafür auf Herkunft und Inhalt zu achten, so fern es eben geht.
Leider bin ich auch ein geplagter Student, der da eher Mensa-Nudeln-mal wat vom Billigchinesen-selberkochen lebt, aber das ist durchaus noch ok- dafür genieße ich Mutters Schweinebraten (oh my <3) und liebe Urlaube mit gutem Essen (mein Partner ist genau so verfressen und dekt auch wie ich, hurra) umso mehr.
Vermutlich ist es gerade im Internet NICHT ok zu ist sagen, dass man gerne isst (wer instagramt nicht gerne #veggie #lowcarb <3) und auch mal fetten Scheiß oder gute Hausmannskost. Auf mich wirkt es nach wie vor, dass Frauen nicht zu schlemmen haben, weil sie doch Frauen sind.
Daher gehe ich auch ungern mit Tussis essen, die alles auseinanderpflücken und meckern dabei, dass es so viel ist (really?)
Wooorauf ich hinauswollte- ich verstehe total, dass der Mangel an guten, qualitativ passenden und leistbaren Essen mich auch fertig machen würde.
Ich bin kein großer Brotvertigler, außer in Lunchform, aber in UK und co fehlt mir schnell mal das Schwarzbrot mit Butter. Noch übler in Italien. Beste Pizza und co, aber kein essbares Gebäck!

Dein Lösungsansatz ist gut, genau so mache ich es hier auch. Die Stadt bietet zwar gute Lokale, aber die sind dafür auch sauteuer&ständig voll. Die weniger guten hinterlassen oft dieses "Hm, 30 Öcken, für was denn bitte?" Gefühl.. Ich suche krampfhaft immer Lokale, die wird besuchen können oder testen können UND die leistbar sind- Internet sei dank, man findet ja schneller was.
Außerdem halte ich es für seeehr nützlich, kochen zu können. Meine Mutter zaubert aus einem- für mich- leeren Kühlschrank ein Festmahl! Jeden Tag!
Das ist für mich ein Lebensziel, echt. :>

Ich hoff, du findest noch dein Glück, abseits von Dutch-Kantine und Labberbrot.

Ps: Im Laufen essen geht nicht. Holländer spinnen!

15. Oktober 2013 um 13:49

Ich verstehe dich voll und ganz. Ich bin auch ein wahrer Genussmensch und achte sehr auf meine Ernährung. Viele meine Freunde belächeln mich etwas dafür, weil ich eben kein Tütenzeug/Fertigprodukte und CO esse und liebsten Bio kaufe. Momentan wohne ich allerdings in Kenia und hier steht Essen nur als "Energieversorgung". In grösseren Städten wie Nairobi oder Mombasa kann man gute Restaurant finden, in einem so kleinen Dorf wie ich lebe ist das unmöglich. Auf der Arbeit besteht das Essen hauptsächlich aus Reis, Mais und Kartoffel...Gemüse ist rar, und die Restaurant die es etwas weiter entfernt gibt kochen alles so lange bis es matchig ist und versalzen es zum ungeniessbaren. Deswegen bin ich äusserst froh dass ich Zuhause für mich kochen kann..den auf den Märkten hier findet mal viel Gemüse und tolle Zutaten, aber irgendwie wissen die Keniaer sie nicht zu nutzen..das wurde mich davor schon gesagt, aber ich habe es nicht glauben können....Das mit dem Brot ist hier genau das gleiche und süssigkeiten gibt es zwar, gehören aber geschmacklich verboten;)
Liebe Grüsse,
Krisi

Anonym
15. Oktober 2013 um 14:02

Oh Mann du arme sau.... Hahaha kann dich so gut verstehen, denke nicht nur bei Asiaten wird essen einen großen wert gegeben denke in Südeuropa ist es genauso, da man auch mit essen den Genuss und das Beisammensein mit der Familie verbindet, und das trinken auch, man schaue sich die Franzosen an, nur als Beispiel, wobei das ja nicht ganz Südeuropa ist... Es gibt leider auch Länder, die richtige geschmacksbanausen sind. Ich für meinen teil Köche sehr sehr gerne auch selber, bei uns zu Hause gibt es jeden Tag selbstgekochtest, das lustige daran, dass mein Mann mir diese liebe zum kochen näher gebraucht hat und mittlerweile geht es Ratz fatz und ich bin jedes mal stolz wenn ich alleine was gezaubert habe und es meine Idee war praktisch ohne Rezept ohne Kochbuch und es schmeckt auch noch :-)
Ich komme aus Mazedonien da wird sehr viel wert auf essen gelegt und jeder hat auch seinen eigenen Garten, die meisten sogar noch ihre eigenen Hühner für den selbstverzerr. Da wird auch noch ganz klassisch vieles eingelegt für den Winter, als ich den Artikel gelesen habe musste ich schmunzeln, wir haben eine Werbung für Mazedonien, die läuft oft auf BBC und n24 usw... Diese Touristen Werbung nur wird bei uns mit unserem guten essen geworben hahahha! Kann leider nicht den link kopieren sonst würde ich es dir schicken. Auf jeden Fall trau dich mehr Koch öfter, die einfachsten Sachen schmecken ganz toll mit den richtigen Gewürzen! LG Maggie

15. Oktober 2013 um 14:08

Dein Essen sieht doch echt klasse aus (: Wieso versuchst du nicht mal Brot selbst zu backen?

15. Oktober 2013 um 14:13

Also gutes Essen ist für mich wie die Luft zum Atmen! Deswegen fließt auch ca. 3/4 meines monatlichen Budgets in Essen, Essen und nochmal Essen! Da ich mit meiner Familie oft Urlaub in den Niederlanden gemacht habe, kann ich deine Situation definitiv nachvollziehen. Schon allein das Wort "Bollen" löst bei mir Brechreiz aus :D Außerdem finde ich, dass in Holland alles - egal ob Käse, Wurst oder sonst was - unglaublich salzig schmeckt!
Eine kulinarische Hochburg sind die Niederlande sicher nicht.

Liebe Grüße, Annika
theJournalite.blogspot.de

P.S.: Ich liebe deinen Schreibstil! Würdest du ein Buch schreiben, wäre ich die erste die es kaufen würde :D

Anonym
15. Oktober 2013 um 14:41

Kleidung vs Essen gehen (bin Studentin, daher ein vs und kein &). Essen gehen gewinnt in 90% der Fälle. -> ich liebe essen gehen, tue es für meinen geldbeutel zu oft. Aber mir egal.
Bei Kosmetik gibt es bizarrerweise ein &.

Anonym
15. Oktober 2013 um 14:49

Essen ist super wichtig!! Damit verbinde ich so viel (schönes). Mit einer Freundin rede ich auch nur über das Essen, wir tauschen Rezepte aus, fragen uns gegenseitig, was wir heute essen werden etc.
Vor allem warme Mahlzeiten sind für mich wichtig. Ich kann mir nicht vorstellen, einen Rohkostsalat zu essen und mich mit Freunden dabei zu unterhalten/einen netten Abend mit ihnen zu haben. Jedoch bin ich nicht so ein Profi, was die Qualität des Essens angeht. Ob es zu salzig, zu scharf etc ist, erkenne ich nicht. Aber ich lege wert auf selbstgekochtes und koche/backe auch vieles selbst.
Ich an deiner Stelle würde Brot selbst backen. Vielleicht muss es nicht sofort diese Brotform/Kastenform haben. Kann auch mehr wie Fladenbrot aussehen oder wie kleine Brötchen.

Chiara
15. Oktober 2013 um 15:15

@Connü
Ich weiss nicht warum du denkst das alles in Holland fritiert is. Ja, es gibt Imbisse, abder die gibt es auch in Deutschland. Ich esse vielleicht einmal in 2 monate Pommes, und nicht anderes fritiert. Es gibt gutes essen in Holland. Wenn man will, sieht man allein Pommes und Kroket, aber das ist nu ein kleines Teil.

Veilleicht sollst du das Allison Brot bij Albert Heijn mal probieren Jetti. Das ist ein was festeres Brot.

Mone
15. Oktober 2013 um 15:49

Ich kenne holländisches Essen ja nur von Tagestouren und "musste" noch nie frühstücken (weiche Brötchen!), und ich bin auch eher Weißbrotesserin als Vollkornfreak, aber ich kann dein Leid verstehen. In Enschede und sonstigen holländischen Städten suchen wir meist ein La Place Kantinendings auf, um Kaffee und Kuchen und so zu kriegen (abseits von Kibbeling aufm Markt), aber so richtig geil sind die Kalorien nicht investiert da, finde ich. Der Kuchen schmeckt mir (Fressack) nicht, irgendwie ist er überhaupt nicht "ausgewogen" in Konsistenz und Geschmack. Und Kuchen, den ICH nicht mag...da muss was faul sein.
Am obskursten finde ich die Automaten mit belegtem Broodje...mein Nachbar, der eine Niederländerin geehelicht hat, würde sich gern so ein Ding ins Wohnzimmer stellen, aber ich finde die Idee, ein belegtes Plastikbrötchen aus ner Maschine zu essen, eher unlecker.
Zum Brotdilemma: In Deutschland mehrere kaufen/mitbringen lassen und ab in die Truhe. Das ist das Selberbacken für Faule.

15. Oktober 2013 um 17:14

Ha.. Google Street View ♥ Easy Wok & Go hinter dem Pathé und Wok Paradijs gegen über der Kirchen mit den Skeletten.

15. Oktober 2013 um 18:05

oh jettie, ich leide mit dir!
bin letzte woche endgueltig von duesseldorf nach london gezogen und weine immernoch dem deutschen brot hinterher. waehrend mein freund achselzuckend weissen toast in den einkaufswagen schmeisst, denke ich an die zeit zurueck, als ich noch in einer baeckerei gearbeitet habe, und nach der arbeit meine verschiedenen brotsorten kosten konnte. auch stinknormale butterbrote weiss hier niemand zu schaetzen... ansonsten ist es hier okay, nur masslos ueberteuert, aber wenn man taeglich mit den preisen konfrontiert ist, gewoehnt man sich dran.
ich bin selbst jetzt dabei, meine kochkenntnisse zu erweitern, und meinen freund daran zu hindern, jedes gericht unter kaese oder bratensosse/gravy zu begraben.
bitte, bitte, halte uns hier auf dem blog auf dem laufenden! ich finde die kleinen einblicke in dein privatleben und deine einstellungen und ansichten naemlich wirklich klasse und wuerde gerne weiterhin ueber deinen alltag lesen!
lg, lauren.

15. Oktober 2013 um 19:11

Meine Stimmung steigt und fällt mit der Qualität des Essens. Und nein, ich schäme mich nicht es zu sagen, ihr gelowcarbten Hater!

Amen!

15. Oktober 2013 um 20:43

Gut ich kann zwar schon kochen seit ich 5 bin, aber Chefkoch. de ist da echt hilfreich.
Und Kartoffeln und Gemüse bekommt man sicher nicht nur in Hoorn günstig :-)
Manchmal muss man in den sauren Apfel beißen Jettie. Ich war auch froh als ich nach 3 Wochen Niederlande wieder Normales Brot und nicht mehr jeden Tag Kibbeling, Lekkerbekjes, Patat met Pindasaus oder Bami Goreng essen musste sondern Abwechslund hatten.
Aber: Selber Brot backen ist nicht schwer :-) Und selber Kochen auch nicht. Für den Anfang reichen auch schon Spaghetti mit Tomatensauce oder ein Salat. Muss ja nicht gleich Rinderfilet an Rotkohlananasklößen und grünem Rahmgemüse oder sowas sein :-)
Meine Devise ist: Jeder kann kochen, man muss es nur wirklich wollen

15. Oktober 2013 um 20:44

ich liebe Essen und meine Familie kann sich stundenlang darüber unterhalten.
Meine Mama und ich neulich am Telefon:
M: und dann gab's diesen tollen Kuchen und und und...
I: Ich will auch
M: oh, und dein Bruder hat so eine tolle Glasur für Gans gekauft. Willst du nicht doch 5 Stunden Zugfahrt in kauf nehmen für ein Gänse-Essen
I: ?? ich würde ja gerne, aber zu teuer und zu weit... *schmoll*
Mein Bruder ist z.B. der totale Feinschmecker lädt mich demnächst noch ins Tim Raue-Restaurant ein *yeah*

Ich war vor 3 Jahren mal in Amsterdam, aber für einen Kurztrip find ich Frikandeln sogar zwischendurch ganz lecker ;-)
Höhepunkt der Reise war dann übrigens ein richtig gutes Restaurant: das Fifteen (von Jamie Oliver) - relativ teuer, hat sich aber total gelohnt

Anonym
15. Oktober 2013 um 20:57

Wenn du mal ein Buch schreibst - ganz egal über was - ich kauf das. Ehrlich! Ich kam wegen der Kosmetik und blieb wegen dem Schreibstil. Deine Leidensgeschichte erinnert mich total an die ersten Wochen in Kanada - für eine Schreibe guten Brotes hätte ich getötet. Sogar deutsche Aussiedler die dort eine Bäckerei unterhielten und sich dumm und dämlich mit "original deutschen Backwaren" verdienten, hatten nur grausliges, weiches Uargh im Sortiment..Und alles schmecke so unheimlich süß (in den Usa war das noch extremer - die Soße auf der Pizza war immer EXTREM zuckrig).. Aber irgendwann habe ich dann doch viele, viele Dinge gefunden, die ich mochte und suche heute in Deutschland vergeblich nach Kürbispuree, gutem (!) Ahornsirup, etc. Wir Deutschen sind international auch nicht gerade als Gourmets bekannt (überall wo die Calvinisten gehaust haben, blühte fade, öde Küche :D); ähnlich wie in Großbritannien sind es auch eher die Immigranten, die das Land zunehmend kulinarisch bereicherten. Lustigerweise habe ich ähnliche Rants von britischen Expatriots in Deutschland gelesen - da scheint Konsens zu sein, dass deutsche Supermärkte grundsätzliche scheiße sind. Ich habe auch ein paar Jahre in Aachen gewohnt und war lustigerweise oft in Holland Lebensmittel (mein Freund steht total auf Hagelslag,Vla und Schokomel) einkaufen - das war damals komischerweise billiger und das Gemüse +Obst frischer als hier. Oh, und billiger Kaffee :D! Fernhalten musste man sich aber tatsächlich von allen Fleischwaren (leuchten holländische Wurstwaren heute immer noch so rot? Damals enthielten die jede Menge Farbstoff *grusel*).

Zur Ursprunge : da mein Budget so knapp am Existenzminimum liegt, ist mir der Preis leider immer unheimlich wichtig. Das bedeutet aber auch, dass ich lieber überhaupt nicht auswärts essen gehe und dementsprechend sehr viel selbst koche. Eigentlich immer nach Rezept (bei jedem Urlaub sammle ich Kochzeitschriften) - so lernt man neue Dinge kennen und die Küche bleibt vielseitig. Es ist also definitiv ein Hobby für mich. Die indische Küche (bzw. südindisch) liegt mir momentan total - wenn man erstmal alle Gewürze gesammelt hat, ist das Zubereitung unheimlich einfach.

Anonym
15. Oktober 2013 um 21:00

Zum Thema Brot selber backen: Ich hab das auch erst vor einigen Wochen ausprobiert und zwar mit diesem Rezept:
http://www.chefkoch.de/rezepte/1168921222961988/Ruck-Zuck-Brot.html

Die Zutaten hat man in 10 min. zusammengemixt, man muss nichts gehen lassen und kann die Zutaten je nach Geschmack variieren.
Nachdem ich 3 mal 2 solcher Brote gebacken hatte, musste ich erstmal damit aufhören, weil das Brot so lecker war, dass wir nicht viel anderes mehr gegessen haben und das ist dann auch nicht so gesund :D
Viele Grüße, Eva

Anonym
15. Oktober 2013 um 22:04

Ohhh, ich esse auch sehr gerne und sehr viel (und ich denke, dass sieht man auch). Ich koche gerne (wenn nicht besonder gut) und gehe noch viel lieber mit meinen Mädels essen.

Damit das Ausgehen aber nicht getrübt wird, schaue ich immer online die Bewertungen der Restaurants an - es soll sich jetzt nicht wie Werbung anhören, aber keiner der Mädels hier hat QYPE oder YELP erwähnt. Vorher den Laden abchecken ist ein MUSS, damit ich nicht vom Lokal - oder noch schlimmer - vom Essen enttäuscht werde!

16. Oktober 2013 um 06:20

Schön,dass du wieder mal schreibst. Das klingt ja fürchterlich! Essen ist uns auch sehr wichtig, da mein Sohn sehr krank war als Baby, achte ich extrem auf Ernährung. Seitdem habe auch ich angefangen zu kochen (vorher nur mein Mann). Ich liebe die 15- und 30-0Minuten-Rezepte von Jamie Oliver und das Backbuch von Enie. Damit bekomme selbst ich alles hin.

16. Oktober 2013 um 15:03

Okay *JobinMünchenaufgebe* ich zieh jetzt nach Düsseldorf!!!! Essen ist super mega wichtig und hat einen der höchsten Stellenwerte in meinem Leben. Es schmeckt, macht Spaß und bringt soziale Abwechslung mit.

Anonym
16. Oktober 2013 um 18:18

Ich wohne jetzt seit kurzer Zeit wegen der Arbeit in Kleve, also quasi direkt AUF der Grenze. Nach deinem Artikel wird mir jetzt auch klar, weshalb zu so gut wie jeder Tageszeit mehr Holländer als Deutsche hier in den Cafes und Supermärkten zu finden sind: Die haben einfach selbst nichts ^^

Anonym
16. Oktober 2013 um 19:10

ok. Das hört sich echt hart an! Ich kann Deine tägliche Enttäuschung und den Frust verstehen. Wenn ich nichts Gutes zu essen bekomme sinkt meine Laune sehr schnell, sehr tief! Ich hatte Glück, mit meinem Umzug von Magdeburg nach Wien hab ich einen kulinarischen Gewinn gemacht. Und vor allem gibt es hier auch lecker Innereien- für unerschrockene Essen super. LG Anja aus Wien

16. Oktober 2013 um 19:26

Ich bin auch ein absoluter Genußmensch und ich liebe es neue Sachen zu probieren. Gerade wenn ich in eine fremdes Land reise will ich immer die lokale Küche kosten, dementsprechend grantig war ich, als ich an einem Tag meiner geführten Andalusienreise nur 15 Minuten fürs Mittagessen hatte (und da war der Weg zum Treffpunkt dabei) und zum Mäcci(!!!) gehen musste, weil sich das Ochsensteak zeitmäßig nicht ausgegangen wäre (Grant delux).
Von dem her kann ich dich sehr gut verstehen, das wäre für mich auch der Horror - vor allem, schlechtes Essen macht mich selbst auch ungenießbar. (Ich leider schon unter unserer Kantine genug und da gibts zumindest eine gute Salatbar, ist auf Dauer aber auch fad...)
Der einzige Unterschied ist aber, ich koche selber auch gerne und finde ich recht gut (selber kochen hat immer den Vorteil, dass man jedes Rezept/Gericht so anpassen (Gewürze ect) kann, wie man es selbst gerne mag ;-)), ich mag nur hinterher nicht die Küche aufräumen und putzen. XD
(Und ich hab auch meist zu wenig Zeit für, nur am Wochenende, leider.)

Anonym
17. Oktober 2013 um 10:07

Ich kann das ständig über Essen nachdenken vollkommen verstehen! Falls du jetzt im Zuge der Küchenabenteuer anfangen willst, Foodblogs zu lesen, empfehle ich dieses hier: http://mylittleexpatkitchen.blogspot.de/ (griechische Auswanderin in den Niederlanden).
Und um noch ein bisschen Neid zu schüren schlürfe ich geräuschvoll 牛肉麵, viele Grüße aus 台北 ;)

Anonym
17. Oktober 2013 um 13:21

Du schreibst so schön. Ich könnt mich weghauen.

Anonym
17. Oktober 2013 um 16:08

Brotbacken macht spass- ich habe damit angefangen als ich zur Strohwitwe wurde - das selbstgebackene Brot verschimmelt nicht und schmeckt nach 3 Tagen nicht wiederlich-chemisch. Es trocknet langsam aus aber schmeckt die ganze Zeit lecker, am ende des Brotes toaste ich ihm einfach (ich mag es nicht das Essen wegzuwerfen).
Grüße

18. Oktober 2013 um 19:25

Oh, wie gut kann ich dich verstehen!!! Bei mir steht und fällt auch alles mit dem Essen.
Ich war als Kind/Jugendlicher schon recht wählerisch, was das angeht und habe schnell gemerkt, ob das Essen "nur mal eben schnell" zubereitet war oder von einer erfahrenen Hand, die auch was davon versteht. Dann fing ich an zu studieren und freute mich darauf, endlich mittags in die Mensa zu gehen und das (von vielen als) obersuperduperleckere Essen dort zu probieren - herbe Enttäuschung! Was fanden bloß alle daran? Für mich hat alles gleich nach Glutamat und verkochter Paprika geschmeckt (Warum zum Geier machen die eigentlich an nahezu jedes Gericht dieses verteufelte Gemüse?). Also blieb mir nichts anderes übrig, mich selbst mit dem Kochen zu beschäftigen. Mama kochte nicht mehr, das Mensaessen kam nicht infrage. Wozu gibt es Blogs (jaja, nicht nur Schminkblogs!)?
Inzwischen zähle ich mich tatsächlich zu den Menschen, die Kochen und Backen als Hobbies angeben, wenn sie danach gefragt werden. Und ja, verdammt nochmal, es macht Spaß! Denn je mehr man sich damit beschäftigt und weiter in das Thema vertieft (ist wie mit der Schminki!), desto mehr bereitet es einem auch Freude (vor allem die Ergebnisse davon!!!).
Aus diesem Grund drücke ich dir die Daumen, dass du deine Fähigkeiten zügig ausbauen kannst und nicht mehr so leiden musst, da allein unter den Geschmacksverirrten ;) (Wobei das ja jeder für sich selbst entscheiden muss, was schmeckt. Ich beispielsweise würde unglaublich gern mal nach Asien fliegen, Thailand und die Philipinen reizen mich total, allerdings wird das wohl nichts was werden, da ich mich wahrscheinlich nie an die Küche dort gewöhnen kann. Ich habe es oft probiert, aber es ist leider überhaupt nicht meins.)
Liebe Grüße, Arina.

18. Oktober 2013 um 20:46

Na jetzt habe ich definitiv Hunger :) Das sieht alles richtig lecker aus

Anonym
19. Oktober 2013 um 19:17

Huch? Waren wir im selben land? Ich hab immer "echtes" Brot bekommen. Im Land des Vlas, der hot krokantjes (schreibt man das so ?) und den Fritten mit richtig leckerer Currysoße erlebe ich immer wieder kulinarische Highlights. :) Und die Supermärkte in denen wir kaufen,waren preislich immer super, und auch die Qualität hat sich nicht von deutschen unterschieden. Seltsam,oder?

20. Oktober 2013 um 21:11

haha, als die Lunchbox eines 8-jährigen kam, musste ich sehr grinsen :)

Anonym
21. Oktober 2013 um 23:01

Hallo Jettie!
ich bin gerade in england und habe viel freizeit, aber wenn ich mal keinen frustkuchen backe und deinen und natuerlich auch Lenas Blog lese amuesiere ich mich immer sehr und freue mich das du so einen guten spagat zwischen lustig und informativ schaffst, also, vielen dank und bald auch erholung, deine treue leserin aus england :)

Anonym
22. Oktober 2013 um 21:48

Ich bin gerade dieser Tage dabei, mir eine Konditorlehre zu beschaffen...
Muss ich noch etwas sagen?

Ich liebe Essen, und genauso liebe ich es auch zu kochen und zu backen. Meine Mutter hat auch immer dafür gesorgt, dass beinahe jeden Abend etwas selbstgekochtes auf dem Tisch stand. Zwar selten riesig luxuriös weil sie viel arbeitet und zeitweise das Geld knapp war, aber besser Kartoffeln, Spiegelei und TK-Spinat als nichts. Dafür dann am Wochenende aufwendiger, oder aber Hausmannskost bei Oma. Mittlerweile nehme ich ihr auch gerne mal das Kochen ab.
Übers Essen reden, beziehungsweise die Zubereitung dessen, kann ich auch stundenlang ; )
Bin auch sehr froh, dass meine Süße in der Hinsicht ähnlich tickt, mit einem reinen Zweckesser würde ich es auf Dauer nicht aushalten.

Gedankensprung:
Wirklich an ihren Wahlspruch(Lecker, einfach und schnell!) halten tut sich diese Bloggerin, außerdem mag ich ihre Einstellung, sich nicht so wirklich an Rezepte zu halten, sondern nach Geschmack und vorhandenen Zutaten abzuwandeln:
http://engelskueche.blogspot.de/

Tolle Brotrezepte sind diese hier:
http://tortentante.blogspot.de/2012/06/no-knead-bread-besser-spat-als-nie.html
http://tortentante.blogspot.de/2012/08/ohne-kneten-brot-mit-frischhefe.html

Ich liebe diesen Blog! Zwar muss ich ehrlich sagen, das ich viele der dort gezeigten Torten reichlich hässlich finde, aber das technische Knowhow der Dame ist zum Niederknien. Ich habe noch nirgends im Internet einen Blog gefunden, auf dem eben die Grundlagen für abgefahrene Torten etc. so gut erklärt wurden. Ich muss ja dann mit dem Fondant nicht das Gleiche machen...
Aber wir wollen ja nicht gleich von null auf hundert in drei Sekunden ; ). Obige Brotrezepte habe ich beide schon mehrmals gemacht, lassen sich je nach Mehl etc. fantastisch variieren. Kann man auch gut in einer Auflaufform oder Römertopf machen. Wenn man ganz und gar Banause ist, kann man auch das Falten und den Deckel sein lassen und den Teig in eine stinknormale Kastenform füllen, schmeckt auch, man sollte es nur nicht oben anbrennen lassen. Ggf. wenns zu dunkel wird zwischendrin mit Alufolie(glänzende Seitenach oben) abdecken und dann weiterbacken.

Wie du merkst, ziehe ich es vor, "Basic-Rezepte" zu haben, die ich dann abwandele. Darum sind meine jeweiligen Lieblingskoch- und Backbücher die ollen DDR-Dinger vom Verlag für die Frau. Wichtig, nur das Originale ist das Wahre, mittlerweile gibt es zig Nachahmer die aber nicht wirklich taugen. Auf Büchertrödeln findet man die beiden aber immer wieder für nur zwei Öcken oder so. Man sollte manches darin allerdings mit Vorsicht und gesundem Menschenverstand behandeln, Feinmagarine also mit Butter ersetzen und sich im Klaren sein, was die beim Porreegemüse angegebenen 10 Stangen für eine Riesenmenge ergeben. Für den kleinen Preis aber wirklich gut und im Zweifelsfall immer noch eine erheiternde Lektüre!
Ansonsten ist Chefkoch.de natürlich immer eine Fundgrube.

Falls es dich gezielt nach japanischem Essen gelüstet:
www.nekobento.com
Hat wirklich gute Rezepte und vor allem die Erklärungen zu Zutaten und Zubehör fand ich sehr hilfreich.
Es sind natürlich hauptsächlich, aber nicht ausschließlich Bentotaugliche Rezepte.
Ansonsten auf Youtube die üblichen Verdächtigen wie Runnyrunny999(Ich könnte den Kerl manchmal echt knutschen, der Channel ist genial!), Cooking with dog und Ochikeron.
Ansonsten habe ich meine Bentobox sehr zu schätzen gelernt. Jeden Tag Pausenbrote in der Schule ist doof, selbst wenn das Brot gut ist. Man sollte sich einfach nicht von den ganzen übertrieben aufwendigen Bildern im Internet eischüchtern lassen, Bentos für den Alltag machen ist nicht schwer. Character-Bentos und so sind zwar hübsch anzusehen, aber eben nicht alltagstauglich.

Ich erwähnte, dass ich Stunden über Essen reden kann?
Also beenden wir diesen Kommentar einfach mal mit einem
PASTA!!!!
Sorry, ein Hetaliawitz musste jetzt einfach sein...

Miaow

23. Oktober 2013 um 15:09

Hallo!
Ich bin zufaellig auf Deinen blog gestossen und oute mich hier auch mal als nach Eindhoven emigrierte Deutsche. Wo arbeitest Du denn ? Auf dem HTC - obwohl, die Essensqualitaet ist hier teilweise etwas besser als von Dir beschrieben.
Mittlerweile kenne ich auch ein paar Restaurants, wo man wirklich ganz gut essen kann....
Aber dies mittags-lunch-wandelingen kenne ich auch. Ich esse mein Brot dann immer vor - oder nachher.

VG,
Katrin

Anonym
23. Oktober 2013 um 23:44

dafür habt ihr VLA. angeblich soll es das ja auch im sagenumwobenenen Grenzgebiet um Aachen geben, aber hier im Süden (Benztown...narf...) siehts damit natürlich schlecht aus.

Mein Tipp: lunchbox- und mealprepbilder in insta suchen

Viele Grüße und weiterhin guten Appetit (;

Miery
29. Oktober 2013 um 20:23

Super Beitrag, hab mal wieder sehr gelacht! Ich bin Halbinderin und esse und koche für mein Leben gern. Vor allem mein Gewürzregal versetzt Besucher immer wieder in Staunen. Ich koche queerbeet und bin nicht auf eine bestimmte Landesküche fixiert. Das Kochen sehe ich als Hobby und nicht als lästige Essensbeschaffung an. An Tagen, an denen ich keine Lust habe, gibt's klar auch mal 'ne Lieferpizza, warum nicht, oder eben ein Butterbrot. Wenn ich die letzten 2 Jahre Revue passieren lasse, würde ich aber schätzen, dass ich an 5 von 7 Tagen in der Woche selbst gekocht habe, meist mit meinem Freund zusammen. Das Schöne daran: Mein Rezeptheft wird immer dicker, und das, obwohl da nur Sachen reinkommen, die ich mehrmals wieder gekocht hab, weil sie so gut waren! :) chefkoch ist eine gute Adresse, jeder mit gesundem Menschenverstand kann einigermaßen erkennen, ob das Gericht gelingen wird, und die Kommentare helfen natürlich auch weiter.

thetanier
30. Oktober 2013 um 13:07

Liebe Jette,

ich kann Dich vollkommen verstehen. Es freut mich, dass Du in Düsseldorf eine Insel der Glückseligen gefunden hattest, aber ansonsten ist fast immer noch alles, was in D nördlich des Mains und im restlichen westlichen Europa nördlich von Brüssel liegt, weiterhin kulinarisches Notstandsgebiet. Lediglich die fernöstlichen Küchen und dabei fast alle Qualitäts- und Preisstufen und die gehobenen Franzosen und Italiener heben das Ganze auf ein essbares Niveau.

Ich lebe zur Zeit im Osten Berlins und hier ist alles was man in den einschlägigen von Normalmenschen frequentierten Läden und Märkten kaufen kann dritte Wahl und schlechter, auch wenn 1a draufsteht. Ich hatte das Vergnügen in diesem und im letzten Jahr mehrmals mehrere Wochen in Paris-Billancourt zu verbringen. Erzeugermarkt und Supermärkte sind ein Traum bezüglich Auswahl und Qualität, die Restaurants möchte man/frau nur noch zum schlafen verlassen. Billancourt beherbergt die japanische Kolonie in Paris und damit ist wohl alles gesagt.

Weiter so mit Eurem Blog und Euren Projekten.

Anonym
31. Oktober 2013 um 13:55

lang nichts mehr gehört... ich vermisse dich!:(

Bienchen
3. November 2013 um 22:06

Omg, wie kann jemand einfach essen, nur um zu überleben? Sorry, aber mit der Person stimmt was nicht. xDD Für mich ist Essen was sehr sinnliches. Eines der Dinge die das Leben so lebenswert machen. Ich weiß auch nicht, aber wenn man sich mit Essen beschäftigt, beschäftigt man sich doch irgendwie auch mit sich selbst. Für mich ist eine Person, die das nicht schätzt so eine art "Kunstbanause", der irgendwas im Leben verpasst hat. Jedem das seine, aber so jemand lässt sich doch einiges entgehen. Ich bin aber eines dieser Menschen der überhaupt nicht gerne essen geht, sondern das Ganze im höchsten Maße genießen kann, wenn ich selber oder mit anderen Koche. :)
Dabei bin ich so ne Spargeldürre, dass man mir das gar nicht ansehen würde. Aber meine Tante hat schon als ich ein Kind war gesagt, ich sei ein Feinschmecker. :P
Und immer schön weiter mit den Foody-Posts machen! <3 <3

6. November 2013 um 14:07

So, und jetzt gebe ich auch nochmal meinen Senf zum niederländischen Essen (ob das wohl helfen würde?)
Wie ungefähr jeder Mensch, der mich nach dem Leben in den NL gefragt hat, erfahren musste: Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie Niederländer überleben. Ernährungstechnisch gesehen, natürlich. Das ganze System mit den boterbroodjes zu Mittag scheint auf der Annahme zu beruhen, dass man abends nach Hause kommt und eine wohlmeinende Ehefrau einem ein frisch gekochtes warmes Mahl serviert. Und das in einem sehr emanzipierten Land, in dem die wenigsten solche Ehefrauen haben (die arbeitenden Ehefrauen selbst schonmal gar nicht ;-)
In Kantinen gibt es einfach nichts nennenswert essbares, die obige Zusammenfassung trifft es recht gut: Labbriger Salat, Milchprodukte, Schwammbrot, Käse scheibenweise eingeschweißt, und natürlich ALLEs fritiert, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Gelegentlich auch fertig belegte Sandwiches, deren Belag dann immer eine "nette" Überraschung ist und gelegentlich den Eindruck erweckt, hier habe jemand ohne Geschmacksknospen das Sagen in der Küche...
Dazu noch die lustigen "Essen hinter Glasscheiben"-Automaten im Bahnhof, und das ganze nimmt absurde Züge an (*billiger Wortwitz unbeabsichtigt*)
Meine Erfahrungen mit "frischen" Lebensmitteln aus Supermärkten sind auch nicht eben die besten... und als wir mal einen "niederländischen Kochabend" veranstalten wollten, kam am Ende ausschließlich indonesisches Essen dabei raus ("Nasi" (goreng), sehr beliebt, wenn man nicht gerade mit niederländischer Aussprache in einem deutschen Supermarkt danach fragt, das kann ins Auge gehen ;-DDD) weil einfach niemandem ein niederländisches Gericht einfallen wollte...
Alles in allem: Ernüchternd. Ich frage mich bloß, wieso ich dann nach der ganzen Zeit hier trotzdem nicht abgenommen habe... das soll mir mal einer erklären....*schmoll*

Kommentar veröffentlichen

Bitte postet keine Werbelinks/URLs zu Euren Blogs oder Shops, da ich diese nicht mehr freischalte. Danke für die Einhaltung der Netiquette! :)