Dienstag, 28. August 2012

Leckermäulchen 1 - Spaghetti Tomate-Ricotta

Hallo ihr Lieben!

Die Füchse unter euch werden schon festgestellt haben, dass ich - genau wie Jettie - Essen liebe! Ich liebe es darüber zu reden, mir Fotos davon anzugucken, mein eigenes Essen zu fotografieren, neue Rezepte zu entdecken...und ich koche und backe sehr gern. Da die Zeit im Alltag ja bekanntlich begrenzt ist, koche ich (wie wahrscheinlich die meisten von euch) in der Regel Gerichte, die schnell gehen müssen und trotzdem nicht aus Maggi, Knorr & Co.KG bestehen. Wenn ich dann mal am Wochenende etwas mehr Zeit habe und/oder sich Besuch ankündigt, mache ich auch gern mal etwas aufwendigeres oder besonderes, was ich nur für meinen Freund und mich nicht unbedingt einfach so machen würde.

Tja und genau diese ganzen Sachen möchte ich gerne mit euch teilen. Zwar nicht so regelmäßig und starr auf einen Tag fixiert wie beim Montagsmaler, aber schon ab und zu mal - je nachdem, wie es sich so anbietet.  Ich werde auch versuchen, euch die Rezepte so oft wie möglich in "Step by step"-Anleitungsfotos zu präsentieren. Wundert euch aber nicht, falls die Qualität der Fotos nicht immer richtig bombig ist, da ich diese ausschließlich mit meinem Handy machen werde. Das alles hatte ich schon seit Wochen vor, aber zögerte es immer wieder hinaus, da mir kein geeigneter Name für diese neue Rubrik einfiel und ich es auch nicht namenlos lassen wollte. Nach langem Hin und Her ist nun nun schlicht und einfach das "Leckermäulchen" geworden, da es mich und alle zukünftigen Adressaten dieser Reihe wohl am besten charakterisiert. ;)

Starten möchte ich mit einem Rezept zu einem meiner Grundnahrungsmittel: Nudeln ♥ (jaja...böse Kohlenhydrate und so, aber WAYNE!). Hierzu gibt es auch folgendes kleines Anekdötchen: in meiner Kindheit haben wir öfter Urlaub auf Sardinien gemacht. Wir wohnten da in einer Anlage von Ferienwohnungen, in dessen Komplex auch die Eigentümer wohnten. Jeden Mittag kochte die "Herbergsmutti" für ihre Familie und alles duftete danach. Verführt von den Gerüchen der fantastischen italienischen Küche, tauchte ich früher oder später neben ihrem Herd auf und lunzte in die Töpfe (gar nicht dreist,wa?!:D). Tja und bei dieser Gelegenheit durfte ich dann auch direkt immer alles probieren. Letztens erinnerte ich mich wieder daran und wollte aus dem Gedächtnis eins der Gerichte nachkochen. Hierbei fiel mir ein, dass sie auch öfter Pasta mit einer Tomate-Ricotta-Soße kochte. Also habe ich versucht, mir mal freestyle ein Stück Kindheitserinnerung auf den Teller zu zaubern.

Für 4 Portionen benötigt ihr folgende Zutaten:

  •  500g Spaghetti
  • (Meer-)Salz
  • 1 Päckchen passierte Tomaten
  • 1 Packung Ricotta
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • 1,5 EL Tomatenmark
  • Basilikum (am besten frisch)
  • Chili getrocknet
  • dunklen Balsamico-Essig
  • 1 Lorbeerblatt
  • Zucker
Knoblauch in Olivenöl anbraten.
 Tomatenmark hinzugeben und kurz mitbraten.
 Das Ganze mit einem Schuss Balsamico ablöschen.
 Mit passierten Tomaten aufgießen und Lorbeerblatt dazugeben.
 Während die Soße einkocht, die Nudeln mit ordentlich Salz al dente kochen.
Kurz bevor die Nudeln fertig sind, den Ricotta unterrühren.

 Dann mit Basilikum, Salz, Zucker und Chili würzen.
 Fertig ♥

Mhhhmmmm....also mir hat es richtig gut geschmeckt und kam sogar sehr nah an meine Erinnerungen von früher ran. Außerdem ist es innerhalb von 15 Minuten gemacht - viel schneller geht Miracoli auch nicht! Ich hoffe, es dient dem ein oder anderen Pastaliebehaber als Inspiration... Wie gefällt euch denn diese neue Reihe? Habt ihr Bock auf mehr Rezepte? Und was sagt ihr zur Bilderanleitung? Schöne Ergänzung oder überflüssig?

So, ich hab jetzt Hunger und koche erstmal. Ich wünsche euch einen schönen Tag!

Euer Leckermäulchen Lena

Topcoats und Verdünnung 2/2

Hallo ihr Lieben!

Heute folgt der zweite Teil von "Topcoats und Verdünnung". Ich freue mich, dass das Thema gestern bei euch so gut Anklang fand und dass sich augenscheinlich noch mehr von euch die Nächte um die Ohren schlagen über der tiefgreifenden Frage des richtigen Überlackes. :D

Topcoat und Lackverdünner sind ja eigentlich zweierlei Paar Schuhe, denken sich bestimmt einige von euch. Allerdings finde ich das nicht! Was widerlegt eure und stützt meine These: Topcoats scheinen an für sich eine relativ hohe und schnelle Verdickungsrate (aka "Syrupirisierung" nach Jettie 2012, Abs. 9)  zu haben im Vergleich zum normalen Farblack. Gestern hat eine Leserin einen riesig langen Exkurs zum Thema Überlack in die Kommentare gesetzt - Wahnsinn!! Wenn ihr also pseudomäßig interessiert seid an den chemischen Vorgängen (sie erklärt es netterweise in sehr banalen Worten für uns), bitte lesen gehen. Danke an Frau Dr. Kratzi, der Lackologin der Stunde, dafür :)


Meine Lacke lagern alle im offenen Raum, wie ich bereits hier schon mal vorgestellt hatte. Dass sie besser an einem schattigen, kühleren Ort gehalten werden sollten, ist mir zwar bewusst, allerdings sind mir meine Schätzchen viel zu liebreizend als dass ich sie in einen kalten, charakterlosen Ikea Helmer stecken könnte in dem keiner ihre vollte Pracht begutachten könnte... I taught 'em: Shake your polish asses, show 'em whatcha got and that's what they're doing!! :D

Ich komme leicht vom Thema ab. Also jedenfalls habe ich bisher nicht übermäßig viele Probleme mit eingedickten Farblacken gehabt, höchstens bei 1-2 Lacken die über 3 oder 4 Jahre alt sind und schon relativ oft benutzt wurden. Viel mehr zu schaffen machen mir aber die verdickten Topcoats, da ich sie häufiger benutze als meine einzelnen Farblacke und das natürlich auch ein Qualitätskriterium ist für mich, ob und wie schnell die Topcoats syrupirisieren. :D

Bei beiden gestern vorgestellten Topcoats ist der Verdickungsprozess über kurz oder lang eingetreten. Wie gesagt, UHU-Konsistenz, Fädenbildung, etc. Ziemlich unsüß.


Was machen verdickte Topcoats eigentlich? Naja, eigentlich habe sie keinen Nutzen mehr... sie lassen sich nur noch in ultradicken Schichten auftragen, da die zähe Konsistenz nichts mehr anderes zulässt, und schlagen oft noch Bläschen beim Trocknen. Beim Versuch dünen Schichten zu applizieren, bilden sich immer nur Schlieren, die man ausbessern müsste (was aber mit zähem Uhu-Topcoat nicht gut geht). Also alles in allem - eine ziemlich miese Schweinerei, die dem eigentlich Zweck eines Topcoats jeglichen Sinn entzieht. Daseinsberechtigung eines Syrup-Topcoats: NULL!


Also muss sich der Nagellackfetischist selbst zu helfen wissen in diesem Fall! - Früher in Teeniezeiten habe ich dem Problem mit Nagellackenfterner entgegengwirkt. Ein bisschen reingekippt (war auch immer eine Sauerei), geschüttelt, und schon war die Konsistenz wieder angenehmer. Doch auch hierauf geht Dr. Lackologin Kratzi in ihrem phänomenal langen Kommentar ein: Das sollte man tunlichst lassen, denn es könnte dem Farblack auf Dauer schädigen!!

Sei clever, smart und darüber hinaus schlau,
lass den Nagellackentferner aus dem Lack heraus,
denn der P2 Verdünner ist fast für lau!

So griff ich auf Anraten von Frau S. in diesem Kommentar auf ein Produkt zurück, welches ich schon 1000x im P2 Handpflegeregal gesehen habe, doch welches ich nie kaufte, da mich viele andere Produkte aus dem Regal bereits nicht überzeugt hatten, und ich somit verschreckt war noch einen Fehlkauf zu begehen. Es handelt sich um den P2 Nail Polish Thinner.


Die Flasche ist winzig klein, und es drohen schon an der Kasse im dm die erste Verlustängste... also Kinder, behaltet das Mikro-Fläschchen im Auge bevor ihr euch ärgert und es irgendwo auf dem Kassenband vergesst. Augen auf beim Winzigflaschenkauf!

Die Anwendung ist gänzlich selbsterklärend: Aufschreiben, in betroffenen Nagellack reintropfen, Nagellack schütteln, kurz warten, fertig ist die Suppe. Ich bin mir gerade nicht sicher was auf der Rückseite der Flasche steht - ich glaube da steht "einige Tropfen". Tja, Fehlanzeige bei dem dicken Good To Go. Ungelogen musste ich in jeweils beide Topcoats ca. 20-40 Tropfen geben, damit ich überhaupt die erste Verdünnungswirkung registrieren konnte. Im Endeffekt hat der Essie Good To Go mehr Verdünner gebraucht als der Essence BTGN Topcoat, und das Ergebnis war dennoch unterschiedlich und definitiv unterschiedlich zufriedenstellend.

Alles in allem kann ich sagen, dass der Verdünner von P2 gut ist. Er verdünnt die Lacke tatsächlich, allerdings scheint das Zeug nicht konzentriert genug als dass es wirklich der Wahrheit entspräche, dass lediglich "einige Tropfen" reichen. Zu meinem Erstaunen muss ich sagen, dass ich nach dem Testen den Essence BTGN Topcoat einwandfrei benutzen konnte, und dass er fast wieder dieselbe Qualität angenommen hat wie zuvor. Beim Essie allerdings habe ich gemerkt, dass er nicht mehr zur ursprünglichen Qualität zurückgefunden hat. Die Tropfen gab ich sukzessiv hinein und habe immer zwischendurch getestet - ergo nehme ich an dass ich weder zuviel, noch zu wenig Verdünner hinzugegeben habe, sondern dass er einfach nicht so gut darauf anschlägt wie der Essence BTGN.

Selbstredend habe ich den Test auch bei anderen Farblacken gemacht. So musste beispielsweise mein OPI "Nantucket Mist" herhalten, und hat sich ziemlich gut gemacht. Auch hier konnte ich eine Wirkung feststellen, allerdings waren dafür keine 20-40 Tropfen notwendig wie bei den Topcoats. Lediglich 10-15 waren genug, damit ich das zähe Schätzchen wieder einwandfrei lackieren konnte.

Der Verdünner kostet 1,95€ bei dm, der Essence BTGN ein bisschen mehr. Jetzt denken einige vielleicht, dass die Rechnung nicht aufginge, wenn der Preisunterschied so unessentiell ist, und die benötigte Menge so groß. Allerdings kann ich euch versichern, dass sich 40 Tropfen mehr anhören als es sind, und dass sich meiner Meinung nach so eine Pulle gut in einer fundierten Nagellack-, Nagelpflege- und Lackpflegesammlung tut. Wieso mein Essie Good To Go nicht so gut drauf angeschlagen ist, kann ich mir allerdings nicht so recht erklären. - Bestärkt mich allerdings in meiner bedingungslosen Liebe zum Essence BTGN Topcoat noch mehr.


Ja zum Verdünner! Ja zur Topcoat Verdünnung! WTF zum Essie Good To Go, what the hell is wrong with you du alte Zicke! So groß meine Liebe zu den Essie Farblacken, so wenig Verständnis für die merkwürdige Verhaltensweise des Good To Gos :D
Der knapp 2€ teure Verdünner verdünnt was er verdünnen soll, und ich bin wirklich zufrieden mit ihm. Das Zusammenspiel vom Essence BTGN Topcoat (und anderen Lacken) und dem Verdünner ist wirklich einwandfrei, und ich bin wirklich froh mir die Pulle gekauft zu haben, obwohl ich den P2 Nagelpflegeprodukten recht kritisch gegenüber stehe. Nach meinem Erfahrungswert gibt es da nämlich mehr faule als feine Früchte :D

Nun, ich hoffe ihr konntet mit dem zweiten Teil meiner Abhandlung auch etwas anfangen :D Habt ihr das den P2 Nagellackverdünner auch? Wie kommt ihr damit klar? Schlägt es bei allen Lacken, die ihr probiert habt zu verdünnen, gleich gut an? Gehört ihr zur bösen "Heimlich-Nagellackentferner-in-Lacke-kipp"-Fraktion, oder wie handhabt ihr eingedickte Nagellacke?

Ich finde, Dr. Kratzi sollte eine Kooperation mit mir eingehen - wir würden garantiert in die American Nail Polishy Review kommen mit einem gemeinsamen scientific paper. :D Es wird die Nagellackwelt vielleicht revolutionieren!

Viva el Nagellacko! Schmuuus, euer Wannabe-Polishy-Revoluzzer Jettie

Montag, 27. August 2012

Topcoats und Verdünnung 1/2

Hallo ihr Lieben!

Die Suche nach dem richtigen Topcoat beim Lackieren und die Meinungen dazu könnten ja kaum weiter auseinander gehen und voneinander abweichen. So oft wie wir Schminkuschis uns die Nägel umlackieren, sollte die Wahl des Topcoat ja schon wohl durchdacht sein... für mich ist es ähnlich wie die Suche nach dem richtigen Auto, dem richtigen Klopapier oder der Kauf eines Sofas. Naja, ihr wisst schon was ich meine - es ist einfach essentiell für Viellackierer und Lacklover. :D

Aus diesem Grund möchte ich mich diesem Thema ein wenig widmen. Da ich mich gerade auch im Zusammenhang mit Topcoats mit der nervigen Thematik "eingedickter Nagellack" herumplagen muss, mache ich daraus einfach einen Zweiteiler in dem ich euch präzise (und ich MEINE präzise!! xD) meine Meinung zu den vorgestellten Produkten darlege. :)


Lange Zeit war ich eine Schlampe und habe weder Top- noch Basecoat benutzt da mir schlichtweg die Geduld gefehlt hat. Auch muss ich zugeben, dass ich einfach nie die richtigen Produkte gefunden habe, die mich überzeugten und aus diesem Grunde habe ich den Verbrauch der Produkte gemäß dem Motto "Lieber gar nicht als schlecht!" einfach komplett negiert. Eins muss ich allerdings zugeben - eine Partiell-Schlampe bin ich immer noch, obwohl ich trotz größter Bestreben und besten Vorsätzen meistens immer noch keinen Unterlack benutze. :D Ich gehe jetzt das Nagellack-Unser 10x runterbeten und schäme mich ähh gaaanz arg... :D

Meines Erachtens nach ist die Thematik Topcoat recht schwierig, da das  genetische Ausgangsmaterial, die Nagelpflegeintensivität und der tägliche, individuelle Umgang mit den Händen eine signifikante Rolle spielt. So kennen wir das Phänomen der Meinungsverschiedenheit bei Lacken verschiedenener Hersteller: Während einige auf Essie, OPI oder Essence schwören, sind genau diese Marken wiederum bei anderen verschrien und "gehen gar nicht, platzen ab, splittern, halten nicht", etc. - Jedem Nageltierchen sein Plaisierchen halt.

Um ehrlich zu sein, habe ich kaum andere Topcoats benutzt in meinem Leben als die, die ich heute vorstellen werde. Ganz früher waren Maybelline und Manhattan bei mir ganz groß, doch selbst seit den Anfängen meiner Schminktussizeit habe ich beispielsweise nie Seche Vite probiert, oder Topcoats von Orly, OPI, etc. auf die manch' anderer ja hoch und heilig schwört. Meine beiden Protagonisten für heute sind die einzigen die ich aus neuer Zeit kenne und soviel vorab - ich glaube mehr brauche ich nicht kennen. :)


Es handelt sich dabei um Essies "Good To Go" und Essences "Better Than Gel Nails Top Sealer". Das erste Produkt habe ich bei einem Essie Event für umme zum Probieren bekommen, das Essence Produkt habe ich mir selbst gekauft nachdem ich die ersten Lobeshymnem nach dem Launch des Produktes gelesen habe. Wenn ich mich recht entsinne kam das Produkt im Frühling 2011 in das extended Standardsortiment (sprich, die große Theke) von Essence.


Der Essie Good To Go ist so ein Allrounder der Marke, wird heavily promotet und ist so ein Begriff den man hört und  kennt, wenn man sich in der "Szene" herumtreibt. Offiziell wird er als "Rapid dry top coat" beschrieben, was ich vollkommen unterschreiben kann. Der Lack hat eine recht flüssige Konsistenz und wird auf den noch nicht ganz durchgetrockneten Farblack gegeben. Innerhalb (ungelogen!) 10-15 Minuten ist der Lack fast komplett durchgetrocknet und man kann auf Toilette gehen (selbst mit Hosen ohne Gummibund), und auch Dinge schon etwas gröber anfassen.

Die Haltbarkeit ist super (bei mir ca. 4-5 Tage bis was anfängt zu splittern, wenn überhaupt, manchmal splittert es selbst nach einer Woche nicht) und der Farblack glänzt so richtig schön glossy.

Was mir bei dem Produkt nicht gefällt ist definitiv, dass er so schnell eindickt. Laut den Kommentaren unter diesem Post scheine ich nicht die einzige mit dem Problem zu sein - also definitiv kein Montagsproduktmangel. Mein Exemplar ist innerhalb einiger Wochen wirklich richtig zäh geworden, Konsistenz ähnlich der von UHU. Man muss dabei bedenken, dass wir schon heavy-frequency-User sind, und uns der Lack trotzdem eindickt ist, das ist schon echt frech bei dem Preis. Stellt euch mal vor ihr wärt eine Uschi, die NICHT 3x wöchentlich umlackiert, sondern z.B. nur 1x im Monat. In diesem Gedankenspiel wäre der Good To Go schon nach 2-3x Benutzen eingedickt. So nicht!! Was würde ich mich ärgern in so ein Produkt investiert zu haben, um dann zu entdecken, dass es schneller "schlecht wird" als ich es benutzen kann.



Den Essence Studio Nails "Better than Gel Nails" Top Sealer habe ich mir mittlerweile zum 5. Mal nachgekauft. Jawollo. Damit ist die Review eigentlich schon fast beendet, oder? :D Holt die Fanfaren heraus, denn nun fange ich an meine Lobeshymne runterzupredigen...!

Das Produkt ist eigentlich für das Verschließen von den anderen Better Than Gel Nails Produkten von Essence gedacht, aber das kann uns ja absolut wumpe sein wofür es ursprünglich gedacht war, denn - es ist spitze. Der Lack ist erstaunlicherweise noch ein wenig flüssiger als der von Essie, und kann entweder nach Belieben dünn oder dick aufgetragen werden. Ich bevorzuge eine ordentliche Ladung um eine schön glatte Oberfläche zu erzielen. Auch hier kommt er bei mir über den noch nicht ganz ausgetrockneten Farblack nach diesem Prozedere: Ich fange links an zu lackieren, wechsel auf die rechte Hand, dann links eine zweite Schicht, rechts zweite Schicht, dann links Topcoat, rechts Topcoat. :D Haha, schön (und so notwendig!) wie ich diesen hochkomplexen Vorgang beschrieben habe, nicht wahr? =)

Auch dieser Topcoat trocknet das ganze Lackgebilde innerhalb von 10-15 Minuten und - leider dickt dieser Lack auch nach einiger Zeit ein. Allerdings dickt er weniger ein, also ist weniger zäh, (ich gehe davon aus, dass es daran liegt, dass er in der Ausganssituation wesentlich flüssiger ist), und es dauert sehr viel länger bis dieser Prozess bei diesem Lack einsetzt.

Hier ist meine einzige negative Kritik: Ein Nagellack in einer schwarzen Flasche ain't very smart... 'cause you ain't seein' nothing! D'oh. Aber okay, bei dem tollen Preis habe ich sowieso immer ein paar Backupflaschen parat, falls er mal fernab meiner Sicht leer gehen sollte :)



Beide Topcoats sind super, und gleichen sich sehr in den Eigenschaften (ach nee). Im Gegensatz zu einigen anderen kann ich keine großen Unterschiede in Sachen Haltbarkeit erkennen - beide bewirken bei mir splitterfreie Nagelfarbe bis zu 4-6 Tagen. Das einzige was nach einiger Zeit einsetzt ist leichte Tipwear, was ja aber vollkommen normal ist.
Mein vielleicht nicht überraschendes Fazit ist: Der Essence Better than Gel Nails Top Sealer ist einfach ein fast perfektes Produkt. Der Preis ist unschlagbar, man kann ihn überall bekommen (selbst bei Kaufland oder Toom!) und er macht das, was er soll. Ich empfehle euch diesen Lack uneingeschränkt. Essie Good To Go wirkt im unmittelbaren Vergleich leider echt mies abgeschlagen, auch wenn es an für sich ein gutes Produkt ist. Aber das Eindicken und der Preis sind einfach nur BUUH!!

Boah Kinder, war dat ein Oschi. Ich habe es mal wieder auf die Spitze getrieben mit meinem Geschreibsel, gell :D Aber ohne Flachs, ich könnte eine wissenschaftliche Abhandlung über alles was mit Nagellack und Blushes zu tun hat verfassen... Ich werde das sogar vielleicht irgendwann mal machen, jawollo.

Ich bin sehr interessiert an eurer Meinung zum Thema Topcoat - welchen benutzt ihr? Auf welchen schwört ihr? Habt ihr Erfahrung mit einem von meinen Protagonistenlacken - wie ist eure Meinung zu den Topcoats?

Morgen kommt meine zweite wissenschaftliche Abhandlung über Nagellackverdünner... Bleibt gespannt.. oder so... wenn ihr noch nicht eingeschlafen sein solltest.

Schmuuuus, eure Dr. nail-polish Jettie

Montagsmaler 58 - Utaupisch

Hallo meine lieben Pinselschwinger!


Im Idealfall hat man einen Lidschatten, der so wie er ist farblich einfach passt. Dann gibt es aber diese Tage, an denen es einem der sonst so heißgeliebte Lidschatten einfach nicht rechtmachen kann. Klar, man kann dann mit einer farbigen Base etwas spielen, aber dann hört es oft auch schon auf, weil alles andere viel zu anstrengend ist. Also mir zumindest... Ich bin kein Freund davon, irgendwelche Farben zu mischen, um den perfekten Ton zu bekommen. Da hole ich mir - soweit das möglich ist - doch lieber direkt die passende Farbe. 

Letztens hatte ich eine solche Situation: einer meiner absoluten Lieblingslidschatten - Hypnotizing von MAC - gefiel mir nicht so richtig. Er war mir an diesem Tag irgendwie zu "brav und eindimensional". Also unterdrückte ich das Schminkfaultier in mir und mischte mir das für meine Tagesform perfekte Taupe zusammen. Dezent genug für kräftigeren Lippenstift ohne dabei zu blass zu sein und dazu schön schmutzig mit einem Lilastich. ♥  

Benutzt habe ich folgende Produkte:
MAC Paint Pot Painterly
MAC Hypnotizing (auf dem kompletten beweglichen Lid)
MAC Satin Taupe (über Hypnotizing)
MAC Haux (ganz leicht im äußeren V)
MAC Tete-a-tint (zum Verblenden)
Urban Decay 24/7 Glide-On Pencil Zero (ganz dicht am oberen Wimpernkranz und dann verwischt)
Essence Multiaction Smokey Eyes

[auf den Wangen trage ich Givenchy Blush Bucolic Poppy und MAC MSF Lightscapade und auf den Lippen trage ich Rouge Dior Mazette]

Und die Moral von der Geschicht'? Versperre dich dem Lidschattenmischen nicht! Eigentlich bricht man sich nämlich keinen Zacken aus der Krone, wenn man mal einen Lidschatten über dem anderen aufträgt. Wer weiß, vielleicht mische ich demnächst mal ganz crazy drei Töne?! ;) Wie handhabt ihr das? Tragt ihr die Lidschatten stur ungemischt auf und spielt höchstens mal mit ner Base oder mixt ihr fröhlich rum? Habt ihr vielleicht sogar eine Lieblingskombination?

Ich wünsche euch eine fabelhafte Woche!

Eure Montagsmalerin

Sonntag, 26. August 2012

Rumgejett(i)et 10: Unterwegs in Hrvatska

Hallo ihr Lieben!

Im Juli habe ich meinen wohlverdienten Sommerurlaub für dieses Jahr angetreten und möchte einige Impressionen mit euch teilen :) Der Zeitpunkt erscheint mir recht angemessen, da es ja nun in den vergangenen Wochen doch noch einige feine Sonnenstunden in Deutschland gab, so dass Bilder von sonnigen Orten keine Schreikrämpfe bei machen auslösen, die (noch) nicht in Urlaub fahren konnten. Obwohl es heute richtig üsselig, nass, windig bei uns ist... richtig herbstlich, Kinder.

Wir sind zuerst von Köln/Bonn nach Rab geflogen, und haben dort eine Woche verbracht. Danach sind Freunde von uns dazugestoßen und unsere Tour durch das Land begann: Novalja auf Pag, Zadar, Split, Bol auf Brač, Omiš zum Raften, zu den atemberaubenden Plitvička Jezera, wieder nach Rab und dann nach Zagreb, und von dort wieder nach Deutschland.

Es war eine großartige Tour durch ein wunderschönes, vielleicht auch leicht unterschätztes Land! Zuvor war ich zwar bereits in Kroatien, aber seit dieser Tour habe ich ein bisschen mehr mein Herz an Kroatien verloren... :) Hrvatska, ick komme wieder!!

Sonnenuntergang auf Rab. Ich finde Sonnenuntergänge am Wasser immer sehr spektakulär und immer ein bisschen wehleidig-melancholisch. Wenn man dabei ein Bierchen trinkt geht es aber mit der Melancholie :D

Split von der Fähre aus gesehen - eine ganz wundervolle Stadt mit toller Architektur, freundlichen Menschen, Kultur, Sehenswürdigkeiten. Definitiv ist dieser Ort einen, zwei oder drei Besuche wert...!

Die Gastfreundlichkeit der Kroaten ist wirklich atemberaubend! Wir wurden von allen Apartmentbesitzern sehr freundlich empfangen und wie oben auf dem Bild mit Wasser, Cola, selbstgemachter Limonade, selbtgebackenem Kuchen, Kaffee, einer Karte mit ausführlicher Erklärung und und und begrüßt... für umme, versteht sich. Einige standen kurz davor uns zu adoptieren :D

Das kroatische Essen ist einfach ganz wunderbar - es gibt leichte wie auch schwere Kost, es ist sehr fleischlastig und auch wunderbare Fischgerichte stehen stets auf dem Menü. Die Vielfalt finde ich super und es ist immer lecker. Oben gab es Cevapcici mit Pommes - simple but sooo good!

Im Nationalpark Plitvicer Seen gab es diverse Routen auszusuchen - wir haben uns für die Route auf dem Bild oben entschieden, eine gesunde Mischung aus viel Laufen, ein bisschen Bootfahren und ein bisschen Bimmelbahnfahren. Kaputt war ich danach auch, dank dem nahtlosen Zusammenspiel von Konditionslosigkeit und Affenhitze.

Doch für die schönen Seen, Wasserfälle, das glasklare Wasser und die atemberaubende Natur hat sich das viele Laufen ausgezahlt. ;) Als Geographienärrin geht mir bei sowas ja immer ein bisschen das Herz auf... es ist halt so hübsch anzuschauen, was die Natur manchmal aus der Laune heraus zaubert. :D

Was würden sich meine Fische freuen in so einem Wasser abchillen zu dürfen!! Aber pssst, ich habe ihnen natürlich nicht die Bilder von diesem glasklaren Wasser gezeigt... nicht, dass sie mir vor Neid ausbüchsen.

Ich genieße und liebe die kleinen und vielen Kaffeepausen im Urlaub - abschalten, genießen und Zeit die Atmosphäre des Landes einzuatmen! In südlichen Ländern, nein, eigentlich in jedem anderen Land ist es Standard zu einem Cappuccino und einem Espresso ja sowieso, ein Glas Wasser zu servieren. Da ich selbst mal als Barista äh Kaffeeschubse gejobbt habe, weiß ich, dass es hier auch Standard sein sollte, aber es leider keinen interessiert.

Shrimps mit fett Knoblauch, Öl, Kräutern, Zitrone. That is quite much perfection.

Von Oma in spe in der Landesküche (oben: Pljeskavica) bekocht werden - it is the very very best. Sogar besser als die Shrimps oben. Für's Herz zumindest - der Magen findet beides geil :D

Nochmal der Nationalpark. "Im deutschsprachigen Raum bekannt geworden ist der Park unter anderem durch die Karl-May-Verfilmungen. Einige See- und Wasserfallszenen wurden in diesem Nationalpark gedreht." Habe ich diese unwichtige Quizwissen-Information eigentlich schon erwähnt?

In Bol auf der Insel Brač, auch das "Goldene Horn" genannt und von einigen als der schönste Strand Kroatiens bezeichnet. Er wurde von uns liebevoll als der Penisstrand bezeichnet. Leider konnte ich das nicht auf meinen Fotos festhalten, da mir der Helikopter fehlte, aber hier sieht man den Phallusstrand ganz gut.

Käfer doin' Käferstuff.

Novalja auf Pag. Man sagte es sei ein bisschen das Ibiza Kroatiens... ich fand es einfach nur laut, voll, die jungen Partyurlauber einfach nur schrecklich und schrecklich besoffen. I guess it is official - I am old.

Gegrillter Tintenfisch (SO viel besser und weniger ölig als frittiert!!!) mit Mangold und Kartoffeln. Typisch an der Adriaküste - man kann es überall bestellen, und es schmeckt abartig geil. Wir haben es immer wieder gegessen... und konnte nicht genug davon bekommen. Es macht einen regelrecht süchtig.

Auf unserer Rundfahrt wusste man nie was um die nächste Serpentinie lag - manchmal fanden wir ein Panaroma wie oben ganz unerwartet als wir um die Ecke bogen. Ich arme Wurst wurde dann immer aus dem klimatisierten Auto geschubst um das ganze auf der DLSR festzuhalten.

Ich in Split auf der (erfolglosen!) Suche nach Bananensplit.

Tintenfisch und so... you know Bescheid :))

Wein, Wasser, das Leben, die Liebe und el burro!

Auch ein bisschen Schminke musste sein. Da es drogerie-wise nicht viel gab außer Müller und dm, und das mit fast demselben Sortiment wie in Deutschland, habe ich mich umso mehr auf den großen Illamasqua Store in Zagreb gefreut. Die Mädels waren superfreundlich und wir haben Spökes gemacht - so kauft man doch gerne ein. Für so einen Store in Düsseldorf gäbe ich einiges!!

Eine kleine Pause für die Füße, und die Seele. In Kroatien ist vieles "typisch Balkan" mit einer Prise österreichischem Einfluss. Dadurch entsteht eine herrlich elegante Lässigkeit. Auf dem obigen Bild: das angeblich leckerste Eis Zagrebs!

Kleine frittiert Sardinen aka big brother is watching you. Für den 08/15 Westeuropäer eher gewöhnungsbedürftig, doch nicht alles was unbekannt ist, ist unlecker ;) Aber ist doch auch mal ganz interessant - das Auge isst halt mit, weißte Bescheid :)

Život je lijep!!

Wart ihr schonmal in Kroatien? Wenn nicht, würde ich es auch dringlich ans Herz legen - es ist nah, bezahlbar, Menschen, Natur und Essen (!) sind einfach grandios... Wo wart ihr denn im Sommerurlaub? Wart ihr etwa auf Balkonien, oder seid an einen exotischen Ort gereist? Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag. Falls ihr noch nichts vorhabt, klickert doch auch mal durch frühere Rumgejettiet Posts :)

Schmuuus, eure Brownie Jettie


Früher bei Rumgejettiet...: 
Special Editions:

Freitag, 24. August 2012

Nachtrag

Hallo meine lieben Pinselschwinger!


Inspiriert durch meinen letzten Montagsmaler verbrachte ich die Woche damit, noch weitere Kombinationen mit dem Glitzer-Funkel-Schätzchen von Dior für mich zu finden. Ich wollte eine abgeschwächte Form haben, die zugleich nicht zu puristisch ist. Gestern schminkte ich dann das perfekte Mittelding für mich und dachte, es interessiert die eine oder andere vielleicht... 

Auch dieses Mal ist es mir wieder nicht gelungen, die Funkelpracht richtig einzufangen. Dabei habe ich mich extra in die Mittagssonne geknallt. Ende vom Lied war, das es so blendete, dass meine Augen anfingen zu tränen und ich sie nicht mehr richtig aufbekam, aber der Glitzer immer noch nicht wirklich rauskam... Ganz großes Kino! :D

Benutzt habe ich folgende Produkte:
Maybelline Color Tattoo 24hr Permanent Taupe (als farbige Base auf dem kompletten beweglichen Lid)
Dior 1 Eye Gloss (auf dem kompletten beweglichen Lid)
Urban Decay Buck (in der Lidfalte)
MAC Brulé (unter der Augenbraue)
Urban Decay 24/7 Glide-On Eye Pencil Zero (am oberen Wimpernkranz und dann verwischt)
Mabelline Illegal Length Mascara

Hach, ich liebe diesen Cremelidschatten.... Tolles Taupe und hält bei mir ungefähr 874x besser als der MAC Paint Pot Painterly. Ich hoffe, das kleine AMU gefällt euch?! Ich finde, dieser Look macht im Zusammenhang mit dem letzten Montagsmaler ganz gut deutlich, wie "anpassungsfähig" der Eye Gloss ist, obwohl es sich ja "nur" um einen bronzig goldenen Glitzerton handelt... So und jetzt höre ich auch auf von diesem Lidschatten zu schwärmen. ;)

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende und sehe euch dann hoffentlich am Montag wieder!

Eure Montagsmalerin