Mittwoch, 9. November 2011

Rezeption von Bloggern global

Hallo ihr Lieben!

Während sich die Bloggergemeinschaft in den letzten Monat über
  • Sponsoring und dessen Kennzeichnung,
  • Käuflichkeit und das Verlorengehen von Individualität,
  • die überschäumende Quantität von Gewinnspielen,
  • Tierversuche, Naturkosmetik und krebserregende Inhaltsstoffe
echauffiert hat, so geht es in anderen Ländern viel heißer und dreckiger zur Sache. Das Thema Beautyblogger und ihre Rezeption bei Firmen und "Normalos" ist ein Thema, was mich als besagter natürlich auch sehr beschäftigt. Die Themen habe ich schon oft hier angeschnitten und sie haben auch fast immer regelmäßig zu regen Diskussionen geführt.

Heute möchte ich etwas mit euch teilen, was ich beim Rumsurfen durch die internationale Beautybloglandschaft so gefunden habe.

Fall 1: Taiwan.

Die dortigen Beautybloggerinnen könnte man am ehsten mit US-Beautybloggern vergleichen. Die Wahrnehmung ihrer, gerade aus der kommerziellen Ecke, ist sehr stark, sowohl wie auch die Präsenz der Blogger. Es gibt überdurchschnittlich viele junge Menschen dort, die bloggen und extrem internetaffin sind. Das Bloggen ist dort aber auch schon etwas länger populär als beispielsweise in Deutschland. Die erfolgreichsten Beautyblogger erreichen dort Klickzahlen im sechstelligen  Bereich (SECHS!! OMFG!), treten im Fernsehen auf (nicht in einer zynischen Reportage bei 24 Stunden auf Sat1, sondern eher wie Startgäste abends zur Prime Time Show), bekommen pro Review eines Produktes Summen höher als das durchschnittliche Monatsgehalt in Deutschland, und sind regelrechte Berühmtheiten. Da sieht selbst Herr Tutorial alt neben aus. Nun gut, man könne glauben, dass der Wert positiv korreliert mit den Fakten, dass a) Chinesisch die meistgesprochenste Sprache auf der Welt ist und der Einzugsbereich entsprechend größer ist und b) die asiatischen Teens halt irgendwie... mehr zur Hysterie neigen als andere Teenies *kreeeeisch* ;)

Zwei Vorfälle sind dort passiert, die ich euch vorstellen will. Zum einen hat eine Beautybloggerin eine negative, ehrliche Rezension über ein Restaurant geschrieben, woraufhin der Besitzer sie verklagt hat. Es war tagelang in der Zeitung zu lesen und quasi die Hot News der taiwanischen Bloggerszene. Das Ende von der Geschichte ist, dass sie eine horrend hohe Entschädigungssumme zahlen musste - und das gerichtlich durchgesetzt. - Da frage ich mich inwiefern man als privater Blogger noch das Recht hat seine Meinung zu äußern? (Taiwan ist eine Demokratie, bevor ihr mit dem "China"-Argument kommt). Während also viele hier gar kein richtiges Impressum besitzen und glauben sich mit einem Blog in einer rechtsfreien Zone zu bewegen, werden anderernorts schon Blogger zur Kasse gebeten.

Der zweite Fall ist einer, mit dem wir uns schon eher identifizieren können und beweist, dass Geld nun wahrlich nicht stinkt. Eine bekannte Beautybloggerin betrog einfach mal bei einer Review so kackendreist, dass sie mit einem einzigen Post ihre komplette Glaubwürdigkeit verspielt hat. Eine Bloggerin mit dem Namen HoneyQueen, mit 30,000 täglichen Klicks, hat eine Gesichtspflege reviewed, welche angeblich unreine Haut sofort zum Babypopo werden lassen soll. Um dies visuell zu untermalen hat sie Vorher-Nachher-Fotos gepostet, was ja nicht unüblich ist. Sie behauptete doch, dass zwischen dem Schießen der Fotos 4 Tage Abstand liegen. Leider ist jemand anhand der Fotodetails darauf gekommen, dass die Fotos unmittelbar nacheinander geschossen wurden und sie einfach mal ihre Leser mies beschissen hat. Tja, ganz schön peinlich... aber Hauptsache der Tausender liegt gut auf der Hand, ne! Hier findet ihr eine Dokumentation der Aufdeckung.

Eine Auswahl der populärsten taiwanischen Lifestyle, Mode und Beauty Blogs findet ihr hier (nicht erschrecken, sie sind sehr professionell und manchmal auch übertrieben kawaii ;D):

Fall 2: Niederlande.

Mit großer Überraschung stellte ich letztens fest, dass eine der berühmtesten Beautybloggerinnen Hollands, Masha aka Beautygloss, eine eigene Party geschmissen (bekommen) hat. Jetzt denkt nicht an eine "30 Mann in eine Studentenbude quetschen" Party, oder eine Pyjamaparty mit den engsten Freundinnen, sondern eine... richtige Party. Mit einem Laufsteg, einer Modenschau, Sponsoren und einem Workshop. Die Sponsoren waren jetzt aber nicht Tante Ursula von nebenan und Juttas Kosmetikshop von umme Ecke, sondern es waren namenhafte Firmen wie Hannah (eine niederländisches Skin Improvement Center), Rimmel, WIC by Herôme, Givenchy, Embryolisse, Red Bull, Lush, L'Occitane, etc.

Es kamen rund 650 Gäste in eine schöne, edle Location in Amsterdam und es wurde ein volles Programm aufgefahren, um die Leser des Beautyblogs bei Laune zu halten. Während in Deutschland sich die meisten über eine Mascara für umme freuen, bekommen die Niederländer eine ganze Brause! Fotos von der Party findet ihr hier auf ihrer Facebook Seite (die Dame im grünen Kleid ist die Bloggerin), hier seht ihr die gesponserten Goodiebags der Teilnehmerinnen und hier einen sehr langen Bericht über die Party auf Niederländisch.

Generell ist die Rezeption von Beautybloggern in den Niederlanden anders. Als ich anfing zu bloggen, habe ich in den Niederlanden gewohnt und der enorme Unterschied ist mir direkt aufgefallen. Das fängt beim Sponsoring an (während Chanel den Bloggern hier nicht mal die Nutzung von PR-Fotos gewährt und Blogger verschmäht, bekommen die niederländischen Blogger, ähnlich wie die US Blogger, ganze Chanelkollektionen zum Reviewen), und hört bei der sehr intimen Themenwahl auf. Auch kenne ich sehr viele niederländische Blogger, die allein vom Bloggen leben (Kat$ching!).

Die bekanntesten niederländischen Beautyblogger und -vlogger habe ich bereits in einem Post hier mal flugs aufgezählt.



Was ist eure Meinung dazu? Wusstet ihr von den argen Diskrepanzen in der Wahrnehmung von Bloggern? Was ist ein Blog heutzutage noch... auch wenn wir alle tausendfach versichern, dass wir das Bloggen aus Spaß und Freude machen, und wenn wir "unentgeltlich und bedingungslos" kostenlose Samples bekommen, welchen Stellenwert hat es denn noch?

Würde die deutsche Bloggerlandschaft, welche ja im Kommerzgrad noch fast harmlos ist im Gegensatz zu den ausländischen "Mainstream"-Beautyblogs, anders aussehen, wenn es wirklich lukrativ wäre und man davon leben könnte? Was ge- und missfällt euch an der deutschen Bloglandschaft am meisten?

Eure Meinungen zu dem Thema interessieren mich!

Schmuuuus, eure bloggernachdenkliche Jettie

82 Kommentare

9. November 2011 um 22:13

Wow sehr interessant, ich meine, mir ist bewusst, das z.B. Ami Blogger viel bekommen (aus Ermangelung anderer Sprachkenntnisse greife ich höchstens noch auf solche zurück) und da vieles viel professioneller aufgezogen wird. Aber das es teilweise so krass ist, war mir nicht bewusst.
Grade was Chanel z.B. angeht finde ich es einfach seltsam, dass es in einem Land erlaubt ist und bei uns ja quasi mit Kopf anhacken gestraft wird wenn man das Bildmaterial verwendet.
Aber in Deutschland ist so vieles anders, seiens die Preise oder die Kundenfreundlichkeit einiger Firmen - so richtig erschüttern kann mich hier och nüscht mehr.

Achso, das mit der Glaubwürdigkeit ist natürlich Kacke, wenn man schon unsummen Geld bekommt sollte man sich wenigstens die Mühe machen ehrliche Reviews zu verfassen und nicht aus Faulheit Fotos zu bearbeiten :D

Liebste Grüße
die schockierte JuJu

9. November 2011 um 22:18

toller bericht wie immer! ich finde diese ganzen diskusionen eh mega überflüssig, wer kauft was bzw kriegt was "geschenkt" man sollte es nur erwähnen... aber mehr kann man doch auch nicht verlangen.

mein blog ist ja noch sehr neu und dwshalb kann ich das wahrscheinlich nicht so gut beschreiben, aber ich habe angefangen zu bloggen weil ich sehr viel spaß beim lesen von blogs hatte ( meine liebsten und ersten waren übrigens deiner und frau-shopping) und es sehr vermisst habe eher günstige einkaufstipps zu bekommen, gerade bei schuhen. ich hab das was ich mir gewünscht hätte quasi in meinen eigenen "tussiblog"^^ zusammen gepackt...

wenn man davon leben könnte ... warum nicht?! mir ist als leser wichtig,dass man man selbst bleibt und das schreibt was man auch von anderen erwartet... nämlich die wahrheit ;)

sooo roman beendet^^

glg mieni***

9. November 2011 um 22:18

Können sicherlich nur ur größeren mitreden, aber ein manche blogs kowmmen dem schon immer näher,berichten über den geringsten schei.. nur weils umsonst war...

Damit Geld verdienen wãr doch toll, aber macht das dann noch Spaß?

9. November 2011 um 22:22

Den Fall mit der negativen Restaurant-Rezension in Taiwan find ich ja mal krass.Wo bleibt denn da die Meinungsfreiheit??!

9. November 2011 um 22:23

Sehr spannender Bericht. Diese Goodiebag! Und da beschweren sie sich bei uns, wenn man ein paar Drogerieprodukte zugeschickt bekommt..

9. November 2011 um 22:24

Sehr interessanter Post.
Asiatische Blogs find ich immer spannend, allerdings eher kleine "indie" Blogs, wenn man das so sagen kann. Da kenn ich allerdings leider nicht besonders viele XD

9. November 2011 um 22:25

Boah, das muss ich grad erstmal verdauen, bin echt sprachlos. Der wohl beste Post den ich je gelesen habe =)

9. November 2011 um 22:26

Der Unterschied,im Asiatischen Raum (die Ferne, kann man sich noch irgendwie erklären) aber NL ist ja quasi nebenan, ist wirklich krass! Ich bin ja noch relativ neu, natürlih würde ich mich freuen mit meinem Blog Geld zu verdienen, aber mich nur noch darauf zu konzentrieren wäre mir zu einseitig. Es sollte doch lieber ein Hobby bleiben...
LG :)
http://fanatischmitstil1883.blogspot.com/

Anajana
9. November 2011 um 22:26

Mir war nicht bewusst, dass die "Marktstellung" von Beautybloggern länderspezifisch so unterschiedlich ist.
Je kommerzieller ich allerdings einen Blog empfinde, desto weniger interessiert er mich.

Ich suche Tipps und Anregungen auf einem Blog, von einer Bloggerin, die ehrlich ihre Meinung zu einem Produkt wiedergibt.
"Anlügen" lassen muss man sich von vielen Firmen schon genug.

Von einem Blog erwarte ich Glaubwürdigkeit, wenn aber kommerzielle Interessen im Vordergrund stehen, dann leidet diese. Man sollte sicher nicht alle über einen Kamm scheren, aber die Versuchung ist dann vermutlich einfach oft zu groß (siehe HoneyQueen).

9. November 2011 um 22:27

Ach herje...das geht ja gut ab in China! Der benshee Blog gefällt mir...so süß mädchenhaft. Und....chinesische Schrift sieht einfach toll aus...total OT, ich weiß. Da fällt einem echt die Kinlade runter, wenn man liest, wie Bloggen in anderen Ländern "honoriert" wird.

Ich für meinen Teil habe weder Werbung geschaltet und sponsore mich selber. Nun ist mein Blögchen auch nicht groß genug, als dass ich eine so breite Masse damit erreiche und es erst somit für Firmen interessant wird. Davon abgesehen wüßte ich auch gar nicht, ob ich das so gut finden würde, wenn mir ständig etwas ins Haus flattert, worüber ich dann quasi schreiben muß. Der Druck wäre mir, glaube ich, zu hoch. Aber wirklich beurteilen kann ich das nicht. Bisher bin ich da jedenfalls mit meiner Unabhängigkeit zufrieden :-) Und jetzt guck ich nochmal bei den Chinesinnen vorbei...irre interessant und so schön bunt...und ich verstehe nüscht davon..aber macht ja nichts.
LG
*chen :-)

9. November 2011 um 22:29

Ich bin etwas geschockt, von den Vorfällen in Taiwan.
Außerdem konnte ich es nicht erwarten bis die Seiten laden um die Blogs der Taiwanesinnen anzuschaun (und zu subscriben, hohoho, das chinesisch vestaubt), aber ich muss gestehen ich war enttäuscht.
Die Art des Bloggens dieser Damen sagt mir absolut nicht zu. Sieht eher nach yesasia Katalog aus, wenn man mich fragt ://

9. November 2011 um 22:29

@ Juju: Die großen amerikanischen Blogger, wenn man sie denn noch so nennen kann und nicht eher "Schminkenzyklopädie" titulieren sollte, bekommen ALLES für umme. Ich glaube Temptalia Christine ist auch ein wenig obsessiv, was MAC angeht und würde tatsächlich dafür blechen, aber die Firmen spielen ihnen schon auch gut in die Hände. Aber die Werbung ist sehr gut - ich täte es nicht anders, wäre ich PR Frau bei MAC.

Was ich bei Chanel seltsam finde ist die Tatsache eine Firma - und so eine Multimoral. Ja wat denn nu, hü oder hott? Wollte jetzt aber auch keine Grundsatzdiskussion über nationale Unterschiede vom Zaun brechen, ne, Kundenfreundlichkeit und so ist was anderes ;)

@ Mieni: Dankeschön. Ich finde es nicht überflüssig - meine Meinung ist, dass es rein gedanklich einen großen Unterschied in der Bewertung macht, ob man etwas umsonst bekommt, oder man quasi abwägen kann "ah ja, dafür habe ich also quasi ne Stunde gearbeitet". Aber das sieht wohl jeder unterschiedlich... Und das hat für mich auch viel mit der Wahrheitskomponente zu tun. :)

@ Schafini: Richtig. Wenn man etwas, was man liebt, zu demjenigen macht, von dem man leben muss, verändert sich einfach viel zu vieles. Das sehe ich ähnlich, aber würde keinen verurteilen der damit seinen Lebensunterhalt finanziert. Wer's kann, kann's halt! Nur das wie ist hier entscheidend.

@ Susi: For more info, hier: http://mykafkaesquelife.blogspot.com/2011/06/taiwanese-blogger-jailed-restaurant.html Ist auch nicht Chinesisch, sondern "nur" Englisch ;))

@ Cream: Danke! Toll zusammengestellt vor allem, ne!

@ Bambi Twelvetrees: Danke. Also ich kann gerne einige Recherche zu Indieblogs machen, die finde ich auch besser, da mehr Charakter und persönlicher und alles. Aber ob das jemanden hier interessiert, wenn ich die Links poste, ist fragwürdig... wird ja kaum einer verstehen :D

@ Kathy: Übertreib doch nicht :D

@ Sarah: Naja, regionale Ferne muss nicht immer kultuerelle Distanz bedeuten, ne. Immerhin verfolgen alle PR Firmen der Kosmetikfirmen oder aller Firmen, die an Beautyblogs interessiert sind, dasselbe Ziel. - Geld machen! Image polieren! Bekannter werden!

9. November 2011 um 22:33

@ Anajana: Bei mir ist das nicht unbedingt so... es gibt auch kommerzielle Blogs, die ich ganz gut finde, da sie es schaffen trotzdem einen großen Anteil der Persönlichkeit rüberzubringen. Der Spagat ist glaube ich zu einem gewissen Punkt durchaus machbar. Aber ähnlich wie du, sind auch meine Präferenzen bei Blogs, die ich gerne lese, Ehrlichkeit und eine fundierte, eigene Meinung.

@ Sternchen: China?! Welch Hohn!! Als Strafe werde ich nicht auf deinen Kommentar antworten :D

@ Connü: Das ist ja auch nur eine Auswahl an Blogs :) es gibt auch sehr schöne, kleinere, persönlichere Blogs... und nicht welche, die tatsächlich einem Hochglanzmagazin näher kommen, das stimmt.

9. November 2011 um 22:36

Fallen dir da spontan welche ein? :3
(und vielen dank fürs antworten, das ist ja heutzutage nicht selbstverständlich^^)

9. November 2011 um 22:39

Krass was das für Dimensionen annimmt. Ich finde das geht allerdings alles zu weit, ich mag gerade die ehrlichen Blogs. Dabon scheint dort ja nicht mehr viel übrig zu sein und wenn dann doch jemand seine eigene Meinung schreibt wird er verklagt. So viel zum Thema Meinungsfreiheit. Allerdings wenn man so viele Leser hat, dann mag das ja auch an Rufmord grenzen...schwieriger Fall.
Das es in den Niederlanden so zu geht war mir auch noch nicht bewusst. Diese Party finde ich nämlich auch sehr übertrieben.
Ich habe nichts gegen Sponsoring, so lange es nicht die Meinung total verfälscht. Aber ich finde es vor allem sehr schade, dass man beim bloggen sich mit rechtlichen Dingen rumärgern muss. Wenn ich als kleine Bloggerin ein Chanelfoto verwende bereicher ich mich ja nicht an dem ganzen, sondern erfreue mich nur am bloggen und dem Austausch mit anderen.

9. November 2011 um 22:43

Ich bin nicht wirklich schockiert.
Ich wäre schon Happy Schnitzel wenn ich mal die neue Glanz Fußcreme von Balea gratis kriegen würde. Größenwahn fällt mir dazu ein.

By the way: die Niederländische Bloggerin, die die Party gesponsert bekommen hat, ist nichtmal hübsch ;o

9. November 2011 um 22:43

@Connü: Ich werde mich ein wenig diesbezüglich schlaumachen und dann hier posten. :) Antworten tue ich immer, aber normalerweise dauert es ein wenig länger als heute *lach*

9. November 2011 um 22:45

Sehr interessanter Artikel!
Zu Beautyblogs und deren Rezeption kann ich nicht viel sagen. Dass Arbeit (egal welcher Art) in Deutschland nicht wirklich gut bezahlt wird, ist ja bekannt.

Zum Thema Blogs: In Norwegen gibt es inzwischen sogar ein Magazin nur über Fashionblogs/Fashionblogger. Da muss das allgemeine Interesse an Blogs schon allgemein viel höher sein, anders als hier.

Ich bin mal so dreist und poste einen Link ;)
Review Blogmagazin "Streetstyle"

9. November 2011 um 22:48

Öhm....??? Bin ich ins Fettnäpferl geplumpst? China = China , Taiwan = Taiwan, die Insel vorm chinesischen Festland...auf'm Schlauch stehe...??? Aber is ja auch schon spät...

9. November 2011 um 22:55

Ich finde es ehrlich gesagt unfair, dass manche Blogger, die eine gewissen Grad an Berühmtheit erlangt haben, dermassen beschenkt werden. Man nehme: eine Internetseite, ein paar Reviews, viele Leser- und zack! Schon purzelt so viel Geld bzw viele Geschenke. Ok, das war jetzt eine sehr vereinfachte Darstellung. Aber ganz ehrlich, dass sie für ein Review, was ja zur Werbung wird, im Internet so viel Geld angeboten bekommen, finde ich lächerlich und anderen Arbeitern gegenüber, die 8 Stunden am Tag arbeiten müssen, mehr als ungerecht. Ja, man könnte jetzt sagen: die haben eben Glück. Aber da kann mir jeder sagen was er denkt, ich finde diese ganze Bloggeschichte wird dermassen gehypt, das ist in meinen Augen einfach nicht mehr normal. Sobald etwas, das eigentlich aus Spass und als Hobby beginnt, so kommerziell wird, empfinde ich mehr als nur traurig und zeigt mal wieder, in was für einer Konsumgesellschaft wir leben. Ich möchte die Verfasserinnen dieses Blogs nicht anprangern, aber mal ernsthaft: würdet ihr euch auch so viele Produkte kaufen, wenn ihr nicht ein Review für euren Blog schreiben würdet? Ich finde, solche Reviews können sehr nützlich sein, leider regen sie in den meisten Fällen jedoch nur zum Kaufen ein. (Das habe ich bei mir selbst auch schon bemerkt!)Eigentlich könnte man die Feststellung, dass solche Blogs, die ständig Reviews vorstellen, den Leser manipulieren in den Raum werfen. Jeder macht das, was sie/er für richtig hält und schlussendlich liegt es am Leser zu entscheiden, ob er sich seinem Konsumverhalten hingibt oder nicht. Aber dass einige Blogger vieles geschenkt bekommen, finde ich vielen anderen Menschen gegenüber nicht gerecht. Es ist nunmal nur eine Präsenz im Internet.. Schade, dass das Virtuelle immer mehr überhand über unser Verhalten einnimmt...

9. November 2011 um 23:00

Was ich supergruselig finde, ist dieses Forum, in dem über amerikanische YouTuber hergezogen wird.

http://gurugossip.omgforum.net/

Ich meine, ich mag Michelle Phan auch nur sehr bedingt, aber: Ich durchforste nicht das Internet nach Bildern von ihrer Graduation, um zu beweisen, dass sie sehr wohl Kontakt zu ihrem Vater hat (was sie wohl abstreitet, keine Ahnung - habe nur über dieses Forum überhaupt davon gehört).
"Get a life" ist ein Satz, den ich meist blöd finde, aber den Forumsmitgliedern dort möchte man es wirklich entgegenschreien!

9. November 2011 um 23:07

@ Sternchen: Google mal "Taiwan" und "rechtlicher Status". Dann reden wir weiter. Ach ja lesen auch :D

@ Joana: Ich finde was du da sagst sehr sehr einseitig und absolut nicht korrekt. Inwiefern ist das "unfair"? Ich blogge, ich bekomme regelmäßig Dinge für umsonst angeboten und guess what - ich gehe mehr als 8 Stunden arbeiten, und das ON TOP. Wenn du nun sagst, dass das ein Missstand wäre, muss ich darauf hinweisen, dass wir alle unterschiedliche Begabungen haben, und das sich das auch in der Ausbildung und im erlangten Beruf wiederspiegelt. Oder findest du das unfair, wenn ein Neurochirurg oder ein Ingenieur mehr verdienen als ein einfacher Arbeiter, der aber auch wesentlich weniger Zeit, Geld und Anstrengung in seine Ausbildung gesteckt hat? Deine Ideen erinnern mich so leicht an das Wahlprogramm einer sozialistischen Partei.

Es ist Werbung, natürlich. Und für Werbung werden UNSUMMEN an Geld ausgegeben, weltweit, jeden Tag... eine Doppelseite in der Instyle kostet fünf- bis sechsstellig. Unfassbar, oder? Aber ist das jetzt unfair, weil das Geld nicht an arme kleine Kinder in Afrika gespendet wird? Ich glaube du malst dir hier etwas zurecht, was der Realität nicht im Entferntesten entspricht und was auch vollkommen am Thema meines Posts vorbeigeht. Schade, dass der Post solche Assoziationen in dir hervorruft.

Und "Manipulation" - ist ja wohl echt witzig... so einen Vorwurf habe ich noch nie gehört. Erstens kommt kein normaler Mensch, der dem Konsum NICHT verfallen ist, einfach mal so per Zufall auf einen Beautyblog. zweitens ist jeder Mensch für sich verantwortlich. Und drittens glaube ich, dass du selbst vor lauter Konsum den Konsumwald nicht mehr siehst. Keiner ist gezwungen Blogs zu lesen oder danach zu entscheiden, ob er etwas kaufen möchte oder nicht.

Und ohne die Bloggerschaft in den Himmel zu loben - wir leisten hier harte Arbeit. Natürlich getrieben durch Passion und Spaß, aber ich investiere nebst meinen 12 Stunden, die ich auf der Arbeit verbringe, noch sehr viel meiner Freizeit hier rein. Ich will keine Gratisprodukte, ich will niemanden manipulieren, ich will kein Dankeschön, ich mache das aus Spaß... von daher - UNFAIR ist das nicht. Und durch meine "virtuelle Präsenz" definiere ich mich auch nicht. Habe nebenbei noch tolle Dinge im echten Leben geschafft und genieße das, unsichtbar für meine "virtuellen Buddies", sehr.

Deinen Denkansatz finde ich wahrlich befrmedlich.

9. November 2011 um 23:11

ich finde, die deutschen und österreichischen firmen schlafen und noch und verschlafen wohl noch die "macht der blogs". große und gute blogs können sehr wohl beeinflussen nur das merken die meisten hier nicht und belächeln uns was ein Fehler ist... immer dauert es etwas länger, bis die Leute auch hier das endlich begreifen...

liebe grüße,
anna

9. November 2011 um 23:17

Tja...Chanel kack auf uns drauf und??? trotzdem finde ich die Produkte grandios und ich poste mindestens 4 mal die Woche Chanel Produkte :)
Ich habe bis jetzt 1 Nagellack von OPI Deutschland zum Testen bekommen und Gehwol Paket ansonsten NICHTS und ich kaufe mir die Sachen selber und bin nicht "gezwungen" darüber zu berichten und alles loben wie toll und gut und bla bla bla...ist! Ich entscheide was gut für mich ist und was ich mir kaufen will!!! dazu stehe ich nur auf high end Produkte...und wenn mir zb.etwas von MAC nicht gefallen hat...dann kann ich das auch sagen/schreiben weil ich das SELBST bezahlt habe und brauche ich mir da keine Gedanken weiter machen....ob MAC das gut findet oder nicht!
Bloggen soll doch Spaß machen :)
Liebste grüße Jettie! Toller Post!
:)

9. November 2011 um 23:20

Sehr toller Post (wie immer)

Ich finde es nicht schlimm, wenn Blogger Produkte geschickt bekommen, ist ja ne tolle Werbung für die Firmen. Jedoch gibt (oder sollte) es doch unter Bloggern einen gewissen Verhaltenskodex (geben).

Ich würde mir genau so viele Produkte kaufen, auch wenn ich keinen Blog hätte und ich stelle sie auch vor, weil ich das toll finde jemanden das Produkt aus meiner Sicht vorzustellen. Makeup ist echt ne geile Sache eben weil sie einfach ein Gesicht komplett verändern kann (siehe kawaii) und Vorzüge hervorheben kann.

Wenn jemand Blogs nicht mag, dann soll er sich die auch nicht anschaun, es wird auch niemand gezwungen Produkte zu kaufen. Blogs sind Werbung klar, aber das ist die im Fernsehen auch und da glaubt auch keiner, dass man durch einen Mascara Flügelschwungwimpern bekomme.

xx Steffi

9. November 2011 um 23:34

Ich sehe das ganze unglaublich pragmantisch. Leider denken in vor allem in Deutschland die meisten noch das das Internet keine allzu wichtiges Medium ist. Es wird oftmals eher als Last angsehen und ein Medium das man nicht so recht versteht.

In Deutschland geht man immer noch davon aus das das Internet irgendwie rechtfrei, werbefrei und überhaupt frei ist. Alles ist sowieso kostenfrei im Internet. Das viele Menschen mittlerweile von Onlineprodukten leben und damit einen wichtigen Beitrag für den zukünftigen Umgang mit den neuen Medien leisten ist vielen nicht klar und nicht bewusst.

In anderen Ländern (hier ganz weit vorne Asien) hat das Internet die Printmedien und auch TV teilweise überholt. Und dementsprechend wird auch damit umgegangen. Während hier die Leute noch selten was von einem QR Code gehört haben, ist das z.B. in Asien absolut nicht mehr wegzudenken. Jeder MUSS online sein...hier KANN man online sein ;)

Ich empfinde das auch nicht als Größenwahnsinnig (wie einige hier schreiben). Die Märkte sind einfach anders und nur weil man sich das hier nicht vorstellen kann und die Wertigkeit oftmals anders liegt, heißt das nicht das das was viele Menschen online machen negativ besetzt ist oder sogar schlecht.

Und somit ist der Umkehrschluss recht klar ;) Solange die Wertigkeit von Onlinearbeit in Deutschland so niedrig ist und auch betrachgtet wird, bleiben wir hier rückständig und steifmütterlich. Da wundert es mich nicht das bei dem Images sich Chanel weigert im Deutschen Markt solch massive Onlinekampagnen zu fahren.
Auch ist der Deutsche Beautymarkt im Vergleich zu den UK, US, NL und Asien sehr rückständig und schwierig. Das macht es der Onlinespart leider nicht leichter.
So gibt es in anderen Ländern z.B. viele Printmagazine die sich nur mit MakeUp und Style beschäftigen, hier in Deutschland sind die unglaublich dünn gesäht.

Das mein 2ct...und einige in diesem Thread und in der Onlinewelt würde es gut tun mal über Ihren Tellerrand hinauszuschauen ;)
....und Money makes the World go round....

9. November 2011 um 23:49

Ich stecke zwar nicht wirklich tief in der Materie drin und bin vielleicht auch etwas gutgläubig, aber irgendwie hätte ich nicht gedacht, dass es wirklich so große Diskussionen und vor allem rechtliche Aspekte gibt.
Ich finde es völlig ok wenn Leute mit ihrem Blog Geld verdienen, bzw. es ihr einziger Job ist. Immerhin verdienen Journalisten ja auch mit Schreiben Geld und der zeitliche Aufwand ist mindestens genauso groß, wenn nicht sogar größer als bei einem normalen Job. Allgemein freue ich mich für jeden der sein Hobby zum Beruf machen kann.
Die Diskussionen über Gratis-Produkte finde ich langsam ziemlich anstrengend, im Endeffekt muss es jeder mit seinem Gewissen vereinbaren inwiefern er eine ehrliche Meinung schreibt und ob das Produkt selbst gekauft ist oder nicht spielt dann eher eine zweitrangige Rolle für mich. Und den Lesern ist es ja freigestellt einen Blog zu besuchen/ nicht zu besuchen wenn man die Glaubwürdigkeit des Autors bezweifelt.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern finde ich echt krass. Das in Deutschland das (Beauty-)Bloggen noch eine verhältnismäßig kleine Szene ist die auch außerhalb der sehr Internetaffinen Bürger nicht so bekannt ist wusste ich und auch das Blogger in den USA einen höheren Stellenwert (auch bei Firmen) besitzen auch, aber dass die Unterschiede wirklich so groß sind?

Manchmal bin ich ganz froh das ich meinen eigenen Blog gnadenlos vernachlässige und er dadurch ganz klein und unbedeutend ist. Bei dem was man so mitbekommt als Leser muss es einfach nur Kraftraubend sein sich immer rechtfertigen zu müssen und auf dem schmalen Grat zu belancieren um nicht in eine rechtliche Falle zu tappen. ;)

9. November 2011 um 23:49

Ehrlichgesagt finde ich den Gedanken schon ziemlich cool, für ein Review mal eben mehr als ein durchschnittliches Monatsgehalt zu bekommen. Aber wenn man dann verklagt wird, weil man etwas negatives geschrieben hat, hebt sich der positive Effekt natürlich wieder auf. Ich finde es auch nicht schlimm oder ungerecht, es verdienen doch sowieso nicht alle Menschen gleich viel. Ein guter Blog mit dem Potential zur Berühmtheit schreibt sich schließlich auch nicht von alleine, kriegt nicht jeder hin.
Auch das mit der Party finde ich irgendwie cool, ist doch egal, ob die Bloggerin hübsch ist oder nicht, sie ist schließlich kein Model oder sowas...

Aber naja, andererseits ist es auch alles ganz schön krass. Ich stand aber auch mit offenem Mund staunend vor dem Essence-Regal, als sie diese Frag die Gurus Kollektion rausgebracht haben, fand das schon irgendwie unglaublich. Und ich stelle es mir auch nicht unbedingt toll vor, so richtig berühmt zu sein, oder den Druck zu haben, irgendwas reviewen zu sollen, oder dabei nett zu sein, weil man es umsonst bekommen hat. Wie gut, dass ich weit davon entfernt bin ;)

Auf jeden Fall sehr interessant, der Artikel!

9. November 2011 um 23:54

Im Bereich Beautyblogs kenne ich mich ja nun noch nicht so gut aus. Ich glaube, außer eurem habe ich einen oder zwei andere abonniert. Dass das in anderen Ländern solche Ausmaße hat, finde ich irgendwie erschreckend, aber es überrascht mich auch nicht. Ich denke auch, dass sich das hierzulande in eine ähnliche Richtung entwickeln wird. Denn auch wenn Firmen mal was springen lassen, kommt sie das mittlerweile immer noch günstiger als richtige Werbekampagnen, bei denen man sich mittlerweile nicht mehr sicher sein kann, was und wieviel die Leute einem davon abnehmen.

Ich selber habe ja einen kleinen Bücherblog. Der ist noch gar nicht so alt und natürlich wäre es gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich von ganz allein auf die Idee kam. Ich hatte natürlich schon bei 2-3 Blogs mitgelesen und fand das super. Als ich ihn dann gestartet habe, habe ich das aber tatsächlich aus reiner Lust am Lesen und Schreiben gemacht. Die Bloggerszene selbst habe ich erst danach kennen gelernt, denn erst durch das Anmelden bei Blogger bekam ich eine leicht zu verfolgende Blogroll. Und da geht es auch schon in eine ähnliche Richtung und es kommen immer wieder Diskussionen auf, wie sie hier auch angesprochen wurden. Besonders "Rezensionsexemplare" stehen da immer wieder in der Kritik. Ich möchte da auch gar nichts bewerten, aber was mir auffällt ist, dass ich sehr, sehr oft die selben Bücher in den Rezensionen meiner Blogroll finde, dass alle gut bewerten und dass aber auch keins davon ein gekauftes Exemplar war. Ohne daraus hier jetzt einen Schluss ziehen zu wollen, finde ich schon allein das Bild bedenklich, dass sich dadurch dem Beobachter bietet. Und ich denke, über kurz oder lang wird sich in jedem Bloggenre dieses Bild ergeben. Andererseits denke ich aber auch nicht, dass man das überbewerten sollte, denn irgendwo ist ja auch die Grenze erreicht. Dann nimmt niemand mehr die Blogs ernst und einige werden sich von selbst verabschieden, bis nur noch der harte Kern bleibt, der dann hoffentlich wieder zum Ursprung - dem Spaß am Bloggen - zurück findet.

10. November 2011 um 00:30

Ich finde absolut nichts verkehrtes daran, mit seinem Blog auch Geld zu verdienen NUR sollte man in so einem Fall auch dazu stehen, denn sonst kratzt das ungemein an der eigenen Glaubwürdigkeit. Wer von uns träumt denn nicht davon, sein Hobby zum Beruf zu machen? Es gibt auch Hoteltester, Restauranttester und weiß der Geier, also warum nicht auch professionelle Beautytester?

Viele Blogger geben ja offen und ehrlich zu, dass das Bloggen einen natürlich dazu verleitet, mehr zu kaufen, als man sonst vielleicht tun würde. Auch das kann ich nachvollziehen. Wie lange würde ich einen Blog lesen, der mir jede Woche immer wieder die gleichen Produkte vorstellen würde, weil die Bloggerin nie etwas neues kauft. Ob und was ich von den vorgestellten Produkten kaufe, ist dann ja immer noch meine Sache. Sicherlich wurde ich auch schon häufig angefixt und habe mir dann ein Produkt gekauft, aber genauso häufig, haben mich Reviews auch davon überzeugt, dass ich gewisse Produkte nicht brauche, die ich mir sonst vielleicht auf gut Glück gekauft hätte!

Warum sind in Deutschland eigentlich immer alles so missgünstig? Es wird jedesmal darüber gemeckert und diskutiert, warum Blogger so viel gesponsert bekommen. Ja mein Gott, warum denn nicht? Um überhaupt was gesponsert zu bekommen, muss man erstmal einen Blog haben der halbwegs bekannt ist, bis dieser halbwegs bekannt ist, muss also verdammt viel Arbeit und Zeit reingesteckt werden und auch jede Menge eigenes Geld in die bis dahin nicht gesponserten Beautyprodukte. Mir persönlich ist es so egal, ob jemand die Produkte kennzeichnet oder nicht. Was bringt mir das? Entweder lese ich einen Blog gerne und die Reviews erscheinen mir authentisch, egal ob gesponsert oder nicht, oder aber ich lese den Blog eben nicht mehr, wenn ich das Gefühl bekomme, die Reviews wären gekauft!

10. November 2011 um 00:56

ich antworte mal Sternchen und sage einfach: jaaaaa, großes Fettnäpfchen, das wäre so, als ob man die Schweiz und Österreich zu Deutschland zählen würde :D, allet dat selbe! sprechen doch schließlich alle irgendwie deutsch, was machen schon einige Dialekte *hüstel*

Da würden unsere Nachbarn uns aber arg an die Gurgel gehen ^^ haha

10. November 2011 um 01:17

Und was mir noch gut auffällt, und was ich als typisch "deutsch" empfinde (möge mich jmd korrigieren, wenn er dies anders sieht) ist die "vermeintliche" Bescheidenheit. Hat das was mit unserer Gesellschaft und Tugend zu tun? Mir kommt es so vor, dass es kein Land gibt, was mehr dazu aufruft, bescheiden zu sein. Alles andere wird als Arroganz, Oberflächlichkeit und Abgestumpftheit abgetan und verpönt. Doch vieles versteckt sich unter dem Deckmantel Neid sowie Missgunst. Schade, schade. Vor allem, weil dadurch Blogger demotiviert sind, und wir uns (die Beauty Community) selbst ins Bein schießen. Wer glaubt, dass andere Menschen nur aus Nächstenliebe und Spaß bloggen, finde ich irgendwie sehr naiv. Vllt bin ich da auch zu pessimistisch??? Aber ich mag gute und ausführliche Reviews und sehe die Blogs als Unterhaltung. Da freu ich mich für die Autoren, die dann was geschenkt bekommen, weil sie viel Arbeit reinstecken. Wenn man als Leser selber schon kostenlose Infos und Unterhaltung + Beschäftigung bekommt, was will man mehr??? Die Firmen entscheiden aus freien Stücken wem sie was sponsorn. Die Leser betrifft es kein Stück. Aber nur weil viele denken, dass sie ja zum Ruhm des Bloggers beigetragen haben, sind sie der festen Überzeugung, dass sie auch einen Teil des Kuchens verdient haben. Well, sollen die dann einen Blog führen, dann wissen sie, wie viel Arbeit wirklich drin steckt bis man "eine Internetseite, ein paar Reviews, viele Leser- und zack! Schon purzelt so viel Geld bzw viele Geschenke" erreicht.

10. November 2011 um 01:33

Wow, da kann man mal sehen, was für fremde Welten man quasi vor der Haustüre hat ;) Die Sache mit Chanel... naja, da war die Sache wohl noch etwas anders gelagert (man darf nunmalohne Zustimmung kein fremdes Bildmaterial nutzen, egal ob von Chanel oder sonst wem), von daher würde ich jetzt nicht so auf dieser Marke rumhacken.

Ich finde Gratisprodukte/Sponsoring wird immer schnell in einen Topf geworfen. Für mich sind das zwei paar Schuhe. Gegen Gratisprodukte ist grundsätzlich erstmal nichts zu sagen. Ist doch super, so bekommen wir als Konsumenten viel mehr Produkte vorgestellt. Es soll aber auch schon Firmen gegeben haben, die nur gegen gescriptete Reviews die Produkte (nach Veröffentlichung der Review!) rausgeben wollten (war das nicht bei so einem eher unbekannten Namenskettenshop so?).

Sponsoring ist da aber ne ganz andere Baustelle. Grundsätzlich wäre es ja cool, wenn einige Blogger von ihrem Hobby leben könnten, dann würde man bestimmt auch mehr von ihnen lesen. Ich persönlich hätte nichts dagegen die Lipglossladies oder auch Frau Shopping mehrmals täglich zu lesen ;)

Aber die Frage ist doch woher das Geld kommt. Ist man jetzt nicht Blogger sondern YTer ist die Sache etwas einfacher, da bekommt man Partnerstatus und verdient an der Werbung, unabhängig vom Inhalt des Videos. Auch davon können Menschen leben, Wheezy Waiter ist so einer, der von seinen (ziemlich kranken ;) ) Videos leben kann.

Bekommt man aber jetzt Geld von einer bestimmten Firma, muss man sich doch ehrlich fragen, was dann noch die Meinung des Bloggers/YTers zu der jeweiligen Firma wert ist. Und wenn sich dann eine bekannte Bloggerin neuerdings das Schampoonieren bezahlen lässt, sorry, dann ist die Glaubwürdigkeit dieser Person für mich gestorben, nicht nur in Bezug auf die zahlende Firma (weiß man denn, wer noch alles zahlt?). Es ist nunmal einfach realitätsfern zu behaupten, die Meinung würde nicht durch das Geld beeinflusst.

LG

10. November 2011 um 01:54

Danke für den tollen Post, sehr interessant mal über den deutschen Tellerrand hinaus zu schauen.

Meine Meinung zu Sponsering ist ganz einfach: Jeder hat es selbst in der Hand (oder im Mausklick)! Empfinde ich jmden als nicht (mehr) glaubwürdig oder wird es mir einfach zuviel Werbung klicke ich weg. Bekomme ich selbst etwas zugeschickt (bisher nur sehr selten passiert), fühle ich mich nie dazu verplichtet darüber zu schreiben. Wenn ich dann was negatives oder eben nichts veröffentliche und daraufhin nichts mehr bekomme, dann ist es halt Pech! Da mache ich mich nicht verrückt!
In D gibt es ja auch einige Blog/Youtube Gurus die enorm gesponsert werden, leider werden sie für mich recht schnell uninteressant.
Sich darüber aufregen ist Unsinn, jeder darf das bloggen was er will!
Krass wird es für mich erst dann, wenn jmd -wie in dem Taiwanfall- für seine Meinung verklagt wird!

10. November 2011 um 04:35

Also, will ich hier auch mal schnell meine drei Groschen abgeben, das mit Taiwan finde ich persönlich schlimm. Jeder der mit offenen Augen durchs Leben geht, merkt relativ schnell das Meinungsfreiheit nicht immer als solche praktiziert wird, aber diesen Fall finde ich schon sehr extrem. Fraglich ist jedoch in welchem Ton sie den Bericht geschrieben hat, es gibt ja immerhin auch einen Unterschied zwischen Rufmord und Meinung...aber da ich nicht weiß was im Bericht stand kann ich mir dazu kein Urteil bilden.

Klar ist aber, das (ich weiß ich verallgemeinere jetzt, man möge es mir verzeihen) dass Asiaten, zumindest in Großstädten, einen anderen Bezug zu Schönheit und Kosmetik haben als Europäer. Ich lebe derzeit in Hong Kong und würde sofort unterschreiben das der tägliche Umgang mit dekorativer Kosmetik und Selbstdarstellung nichts mit dem der 0815 europäischen Frau zu tun hat.

Für mich zählt bei einem Blog, dass man merkt dass der Blogger bzw. die Bloggerin mit Spaß an der Sache ist und nicht nur stumpf Reviews phrasenartig runtertippt um an die paar Nätsch zu kommen die sie dafür bekommt. Ob der Blog dann berühmt oder unbekannt, klein oder groß ist ist mir relativ egal, hauptsache der Autor ist mir sympathisch und die Beiträge gefallen :)

LG
Cate

10. November 2011 um 06:38

Ich muss so mancher Kommentatorin hier zustimmen - ich hatte NULL Plan, was in anderen Ecken der Welt blogtechnisch so abgeht. Überhaupt lebe ich auch in Sachen Blog in meinem eigenen Soziotop, kommt mir vor. Vor etwa einem Jahr bin ich beim Googlen einer Handcreme auf ein Beautyblog gestoßen, seither stöbere ich zweien oder dreien rum, wovon eines dieses hier ist. Wenn mich eine LE interessiert, suche ich gezielt nach Reviews und Infos. Aber ich lasse mir auch nicht die ganzen Versuchungen frei Haus liefern und kauf immer noch günstige Sachen aus dem Drogeriebereich. Wobei ich für meine USA-Reise eine kleine Liste an Sachen habe, die ich mir ansehen werde und bei Gefallen auch zuschlagen werde - nicht zuletzt, weil Kosmetika dort wesentlich günstiger ist.

Das mit dem Sponsoring ist so eine Sache... Ich bin für eine Kennzeichnung, denn damit kann ich ein bisschen abwägen, ob das Produkt für die Bloggerin wirklich interessant ist oder nicht. Neid kommt keiner auf - was würd ich mit dem ganzen Zeug machen? Mir geht's mehr darum, die gelieferte Information einordnen zu können.

Das Schöne an einem kleinen Blog (40-50 Klicks/Tag) ist für mich, dass ich keine Erwartungen erfüllen muss, bloggen kann, was immer mir in den Sinn kommt, und keine Gewissensbisse haben muss, wenn ich meine Seite mal nicht so regelmäßig füttere. Mir macht das Schreiben Spaß, ich reise und fotografiere gerne, ich erkunde gerne meine Gedanken - das fließt da rein. Würde ich weitermachen, wenn GAR KEINER lesen würde? Vermutlich eher nicht, dann würde ich meine Gedanken wohl wieder in ein Tagebuch kritzeln. Aber solange ein paar Leutchen was auf meinem Blog was Interessantes entdecken, erkunde ich mich und die Welt gern weiter auf die Art.

Und erfreue mich daran, dass andere Blogs so groß sind, dass ich für mich dort was mitnehmen kann, selbst wenn ich mich nur mit einem Kommentar "bedanken" kann.

10. November 2011 um 06:42

Ich finde es auch ok wenn man Produkte gesponsort bekommt so lange man ehrlich darüber schreibt. Ich mein, wer würde denn da schon nein sagen? (Solange keine Bedingung dran geknüpft ist)

Was mich aber sehr stört, ist, dass einige Blogs, ich nenne jetzt mal lieber keine Namen (keine Angst Jetti, nicht eurer), dann nur noch über diese meist sehr teure Kosmetik berichten und man als Normalverbraucher mit begrenztem Budget nur noch mit einem blöden "Ach hätt ich doch mehr Kohle"-Gefühl zuhause sitzt.
Nicht aus Eifersucht, einfach weil es mir keinen Spaß macht Blogs anzugucken wenn ich die Sachen die dort gezeigt werden eh niemals haben kann. Ich mag, was das betrifft, lieber Ausgewogenheit. Genau so wenig mag ich Blogs die nur über essence und p2 schreiben.

Aber wie Lilas schon richtig sagte: Jeder kann ja bloggen was er will, ne? ;-)

Liebe Grüße!
Karmesin
(mit kleinem Blog und nur ein oder zwei gesponsorten Sachen, aber glücklich ^^)

10. November 2011 um 08:19

das in NL die Bloggerszene so wichtig genommen wird überrascht mich. Ich habe insgesamt das Gefühl, dass vorallem in Europa der Einfluss der Blogger unterschätzt wird.

Bei mir ists immer so: Ich sehe oder lese irgendwo eine Werbung zu einem bestimmten Produkt, und das erste was ich mache, wenn es mich anspricht, ich google Reviews dazu. Und erst dann entscheide ich mich für oder gegen.

In der Schweiz haben erst sehr wenige Firmen erkannt, wie wichtig Blogs sind. Allerdings sind die Werbemenschen in der Schweiz in der sehr bequemen Lage, dass sie von den Marketinganstrengungen der Deutschen Ableger profitieren können.

Allerdings ist die Bloggerszene auch eher klein in der schweiz.

10. November 2011 um 08:27

Ich finde die deutsche Bloggerlandschaft gut so, wie sie ist, denn ich denke, sie ist verhältnismäßig ehrlich.
Es wäre zwar toll, wenn man hier mit Bloggen Geld verdienen könnte, aber wahrscheinlich geht dann einfach ein teil der Authentizität flöten.
Deshalb: redet doch ruhig weiter über Tierversuche und krebserregende Stoffe, das ist ein wichtiges Thema und betrifft uns alle.

10. November 2011 um 08:32

Mir war bewusst, dass vor allem in den USA die Bloggerszene ganz anders wahrgenommen wird als bei uns. Dass das in Asien z.T. auch so ist, wusste ich nicht.

Ich glaube, dass das Ganz in Deutschland gerade erst aufkommt. Viele Menschen (auch junge!) wissen immer noch nicht, dass es Blogs gibt - daher glaube ich, dass da noch großes Potential drin steckt.
Mit dem Firmen-Sponsoring habt ihr es in Deutschland aber auf jeden Fall besser als wir hier in Österreich. Mir ist nur eine österreichische Bloggerin (Mirela von coral and mauve) bekannt, die tatsächlich Produkte von Firmen zugeschickt bekommt. Zumindest werden noch ein paar andere Wiener Bloggerinnen zu Events eingeladen.
Alle anderen kleineren und vor allem nicht-Wiener-Blogs werden Sponsoren-mäßig links liegen gelassen, was ich sehr schade finde.

http://bellezzalibri.blogspot.com/

10. November 2011 um 08:43

Auch wenn du das nun schon oft gelesen hast: Sehr interessanter Post.
Dass die Unterschiede so groß sind, bekommt man ja mit wenn man Blogs aus allen möglichen Teilen der Welt liest.
Was den "Neid" angeht...manchmal habe ich das Gefühl, gerade hier in D ist das recht extrem.
Natürlich denke auch ich mir: Oh...tolle Sachen hat sie da bekommen und würde sicher nicht nein sagen. Ich vergessen aber auch nicht, dass hinter diesen Blogs (meistens) auch sehr viel Arbeit und Zeit steckt.
Wenn man diese Arbeit und Zeit nicht investieren möchte, sollte man auch nichts motzen. Ich hätte vorher auch nie gedacht, wieviel "Arbeit" und Zeit eine Review in Anspruch nimmt, bis ich meine Erste selber verfasst habe.
Man muss sich selbst die Frage stellen, ob man das will. Prioritäten setzen. Für mich gibt es eben noch 1000 andere Sachen, die wichtig sind.
Mein kleiner Blog ist mein Hobby, etwas, wo ich mal "abschalten" kann und ich blogge auch nur, wenn mir wirklich danach ist. Ergo würde ich mich niemals beschweren, dass Blog X oder Y dies und jedes in den Allerwertesten gesteckt bekommt ;)
Es liegt an jedem selbst, was er daraus macht und wie er es anpackt. Just my two cents...

Liebe Grüße

10. November 2011 um 09:30

Hallo Jettie, das ist wirklich interessant was Du da schreibst. Ich habe mich bisher damit nicht beschäftigt.
Im Grunde finde ich es gut, wenn Blogger kommerziell unterstützt werden und sogar davon leben können. Solange sie dann immer ehrlich ihre Meinung sagen.
Bei vielen deutschen Blogs finde ich es blöd, wenn dann Kommentare kommen wie "Du bist gekauft". Da spricht doch oft der Neid durch. Und mich nerven die vielen Testblogs bei denen sich die Leute irgend ein Zeug zuschicken lassen und darüber berichten. Den 100. Bericht über Wandaufkleber oder Energydrinks mag ich einfach nicht lesen. Bei denen geht es dann wohl mehr um haben als brauchen.

Aber grundsätzlich finde ich schon, dass auch die deutsche Bloggerszene sich sehen lassen kann. Von mir aus auch gerne gesponsort.

Liebe Grüße von Nicole

10. November 2011 um 09:35

Ich blogge ja wirklich nur rein zum Spass. ich habe allerdings auch keine Reviews oder Beauty Kram. Daher betrifft mich der ganze "Quatsch" auch nicht, Gott sei dank...

10. November 2011 um 09:38

Danke für diesen unheimlich informativen und ausführlichen Post. Ich selbst wusste nicht, dass es derart gravierende (und meiner Meinung nach auch vollkommen übertriebene) Unterschiede gibt.

Ich bin gespannt, wie sich die gesamte Thematik in den kommenden Jahren noch entwickelt ;)

LG Linny

Schneizel
10. November 2011 um 09:55

Grade in England und in den USA gibt es öfter Grenzfälle - sehr bekannte, sehr rege Bloggerinnen, die natürlich kostenlose Kosmetik ohne Ende bekommen, aber nicht vom Bloggen leben können, wollen... Die stehen teilweise unter einem enormen Druck von seiten der Leserinnen und selbstverständlich auch der PR-Tanten der Firmen, wenn sie nicht jeden Tag bloggen können oder wollen oder wenn sie nicht die gewünschten Besprechungen von Produkten bringen. Oder die Bloggerinnen fühlen sich ohnehin schon unter Druck gesetzt, möglichst was Positives zu schreiben, und das sicher nicht aus Paranoia. Für die Firmen sind allein die gesponserten Produkte natürlich Peanuts. Einem Werbetexter zahlt man ja ganz andere Summen. So sehen es natürlich auch die Firmen in Taiwan, die für eine Besprechung zahlen und Entsprechendes erwarten. Ich freu mich immer, wenn ich die Stimme einer Bloggerin identifizieren kann und nicht nur ein Mitgeblöke mit dem Mainstream höre oder gar die PR-Maschine der Kosmetikfirmen rattern höre.

10. November 2011 um 10:45

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich die Möglichkeit gehabt, vor Jahren mit meinem Hobby meinen Lebensunterhalt zu verdienen, wäre ich sicherlich nicht abegneigt gewesen. Mit 15 wollte ich ja auch unbedingt mal Autorin werden.

Nun habsch aber was vernünftiges gelernt und beschwere mich nicht ;)

Die Frage die ich mir oft stelle ist, wie lange werden unsere Blogs in ihrer Form denn noch so Bestand haben? Bloggen wir mit 50 immer noch? Was passiert mit all den Mädels, die jetzt dadurch bekannt geworden sind, ihr Einkommen verdienen, von den Medien Aufmerksamkeit bekommen? Die wenigsten haben dadurch eine Festanstellung und berufliche Sicherheit erlangt. Es ist ein sehr schwieriges Thema.

Wenn unsere Bloggerlandschaft in der Bedeutung wachsen würde und noch viel mehr Firmen das Potential erkennen würden, würde ich das sehr begrüßen. Die Schwierigkeit ist dann immer sich selber treu und den Lesern gegenüber ehrlich zu bleiben.

10. November 2011 um 10:48

Ich kenne mich jetzt nicht mit der Kosmetik-Bloggerinnenszene aus (ich lese hier eh nur, weil ich Jettie’s Art zu schreiben mag ;) ) aber ich kenne die deutsche Bloggerszene sehr gut.

In anderen Ländern gibt es durchaus Blogger, die von ihren Blogs leben können; in Deutschland meines Wissens keinen einzigen – wenn man mal von Sascha Lobo absieht, aber der schreibt auch noch eine Kolumne beim SPON und macht diverse andere Sachen.
Tatsächlich muss sich aber JEDER Blogger in Deutschland, egal in was für einem Bereich, ständig rechtfertigen, wenn er oder sie irgend etwas gesponsert bekommt, ob das nun Kosmetikprodukte sind, Technik oder auch Einladungen zu Messen oder Produktpräsentationen. Ich bin mit einigen der sogenannten „A-Blogger“ aus der Techbloggerszene befreundet und bekomme daher gelegentlich mit welchen Anfeindungen diese zum Teil ausgesetzt sind.

Es ist nun mal so: der durchschnittliche deutsche Blogleser geht davon aus, wenn jemand Waren/Vergünstigungen im Austausch gegen „bloßes Artikelschreiben“ bekommt, dann ist derjenige gekauft, nicht mehr objektiv, ist nur noch ein Erfüllungsgehilfe, ein Sklave des Marketings, folglich BÖSE! Ein guter Blogger muss natürlich immer unabhängig und total kritisch sein!
Der Faktor Neid spielt natürlich auch noch eine ganz gewaltige Rolle, auch wenn das niemand zugeben wird.
Übrigens, einen Blog mit so hohen Besucherzahlen zu unterhalten, dass dieser für Werbepartner überhaupt interessant wird, ist ein Fulltimejob. Das macht man nicht mal eben nebenbei in der Mittagspause, da gehen nochmal 6-8 Stunden am Tag drauf, neben dem normalen Job.

Grundsätzlich ist die deutsche Bloggerszene davon geprägt, dass es (im internationalen Vergleich) sehr wenig Zusammenhalt und sehr viel „sich gegenseitig nicht die Butter auf dem Brot gönnen“ gibt. Das ist aber meines Erachtens eine typisch deutsche Eigenschaft, immer zu gucken, dass der Nachbar auch bloß nicht mehr hat als man selbst. Aus anderen Ländern kenne ich das etwas anders.

Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel.

10. November 2011 um 12:58

wenn man damit sein geld verdienen kann und es einem spass macht - wieso nicht. ist ja auch eine art journalismus :). allerdings fallen mir auch in deutschland unterschiede zwischen gesponsorten blogs auf. während die meisten, schon etwa 99,9 % , das echt super machen: gesponsorte produkte vorstellen, sich darüber freuen, ihre meinung dazu äußern, aber auch selbst noch dinge kaufen, und man wirklich merkt dass der blog geschrieben wird weil es demjenigen einfach spass macht und eine gewisse leidenschaft dahinter ist, gibt es halt auch welche, bei denen das nicht so ist. wo man den wandel bildlich vom anfang des blogs bis zum aktuellen mitverfolgen kann. gekrönt mit der aussage, ohne das sponsoring würde es den blog ja gar nich geben weils dann nix gäbe worüber man schreiben kann. hä? komisch dass es dann soviele blogs gibt, die in keinem kontakt mit irgendeiner firma stehen und trotzdem laufen..naja die moral von dieser gschicht: auch deutsche blogs ham a unterschiedlichs gsicht :D

(du gehörst übrigens zu den 99,9% super blogs, jettie ;) )

10. November 2011 um 13:06

nochwas zum neidfaktor: klar, wer würde nicht gerne tolle, hochwertige (oder auch nicht..hust mny hust...) sachen zugeschickt bekommen. n bisschen ärgern tu ich mich allerdings nur bei leuten darüber, für die das gar nix besonderes is und die eh davon ausgehen was zu bekommen - weil ihr blog ja ihr "job" is..nunja.

10. November 2011 um 14:36

Oh wow, ich finde das echt richtig heftig!

10. November 2011 um 14:57

Danke für den interessanten Bericht :)
Das Geschäft mit den USA Bloggerinnen kennt man ja schon, aber dass es in anderen Ländern auch noch krasser ist, hätte ich nicht gedacht.
Dass man mit einem Blog in Deutschland nicht das große Geld macht, hat meiner Meinung nach den positiven Aspekt, dass die Blogger für sich und für die Freude an der Sache schreiben und eben nicht fürs Konto. Wenn man etwas schreiben will, hat das Ergebnis wohl eine deutliche höhere Qualität, als wenn man etwas schreiben muss oder eben nur runterschreibt (im negativen Sinn). Auch denke ich, dass eben nicht der Druck zum Posting besteht, wie eine Vorrednerin schon beschrieben hat. Jedenfalls denke ich nicht, dass es sowas hier wirklich gibt.
Unterm Strich finde ich die deutsche Bloggerszene doch ziemlich angenehm und gut so, wie sie ist :)

Liebe Grüße,
Isa

10. November 2011 um 14:59

also, wenn ich das so lese bin ich eigentlich froh in D zu leben.
Klar würd ich gerne super geile kosmetik hinterhergeschmissen bekommen, aber nach was strebe ich dann noch? Ich würd gern einen Haufen Chanel, MAC usw zu Hause rumliegen haben, aber das ist der Punkt, es liegt dann einfach nur rum und ich suche mir neues.
Wenn mich dann Firmen, wie Essence letztens anschreiben und mir vorschreiben ich soll nen Post rausnehmen wegen eines "sperrvermerks" bis zu nem bestimmten Datum, rege ich mich dann schon etwas auf...aber das is Deutschland ne ^^ genauso geht es mir aber dann auch mit firmen die meinen "eh kriegste das, machste werbung für uns" *vogelzeig* jeder muss selber wissen wo seine grenzen liegen. wer zu hoch fliegt kann auch tief fallen;) sieht man ja anhand der Blogs bzw auch auf Youtube...
Ich blogge weils mir Spass macht und ich meinen Quatsch in meinen Posts verbreiten kann ;) Ich erzähle was mir gefällt und was nich, frage manchmal nach hilfe und bekomme sie.
Und ich finde deinen Post echt verdammt interessant! Danköööööö

10. November 2011 um 16:00

Danke, dass du zu mir gelinkt hast, aber ich verstehe nicht, warum du das hier sagst: negative, ehrliche Rezension über ein Restaurant geschrieben. Als erstes, es war keine Rezension und es ging auch nicht um Ehrlichkeit. Sie war wütend wegen eines anderen Vorfalls und wollte den Ruf des Restaurants schädigen. Daraufhin wurde Sie verklagt. Meiner Meinung nach ging es hier zu weit mit der Strafe, da die Sache ziemlich komplex ist und es auch anders entschieden werden könnte. Ich könnte noch viel schreiben, aber besser man lest mein Post, aber bitte richtig.

Ich lebe und blogge in Taiwan schon seit einiger Zeit, und meine Frau bloggt schon 8 Jahre in Chinesisch und nie hatte sie Probleme Ihre Meinung frei zu äußern. Taiwan ist ein freies und demokratisches Land, man kann aber auch verklagt werden, wenn man Dinge sagt, die den Ruf einer Person schädigen. Das gibts auch in Europa, daher bitte nicht jetzt Taiwan als ein schlechtes Land darstellen.

Falls es jemanden Interessiert, ich habe detailiert über die Taiwanesische Blogging-Szene geschrieben (in Englisch). Da kann man alles über die derzeit populärsten Blogger erfahren.

Grüsse aus Taipeh.

10. November 2011 um 16:12

@ MKL: Ich bin aus Taiwan und habe keinerlei Intention dem Landesimage Schaden zuzufügen. Dass die Darstellung misslungen ist, tut mir Leid.

10. November 2011 um 16:36

Super interessant, danke für den Beitrag!

Daß es eine stärkere Kommerzialisierung gibt in den USA war mir bewußt - mit einem englischsprachigen Blog erreicht man auch einfach eine viel größere Zielgruppe! Daß das auch für Taiwan gilt, ist bei näherer Betrachtung natürlich logisch.

Allerdings denke ich auch, daß es in anderen Ländern auch einfach eine andere Einstellung gibt - hier muß man sich ja fast dafür entschuldigen, wenn man nicht aus moralisch einwandfreier weil uneigennütziger Intention bloggt. Bloggen um des Bloggen willens, Kant läßt grüßen. Das ist ein komischer Authentizitätsfetisch. Zum anderen muß man sich auch vor Augen führen, daß große Blogs eben doch auch als eine Art Werbeplattform fungieren. D.h. auch wenn man "unabhängig ist" und schön alles aus eigener Tasche bezahlt, dann steigert das nicht automatisch die Glaubwürdigkeit oder kommt der Leserin zu gute (gute Reviews zeichnen sich *immer* dadurch aus, daß sie eine ausgewogene Meinung wiedergeben), sondern ist einfach opportun für die großen Firmen, die für die Werbung nichts bezahlen müssen. Das kommt mir schon ein bißchen komisch vor. Zumal große Blogs ja meistens deswegen bekannt und beliebt sind, weil ultraviel Zeit und Liebe und Arbeit in den Beiträgen steckt.
Daher denke ich mir schon, daß man regelmäßig mal gegenchecken sollte, ob man sich da nicht enorm unter Wert verkauft.

10. November 2011 um 16:49

Puh... Natürlich war mir sehr wohl bewusst dass es Blogger gibt, die sehr gut durch ihre Internetpräsenz verdienen. Wie hoch die Summen sind, die durch eine Review verdient werden, hätte ich allerdings nie für möglich gehalten.

Ich denke nicht das jeder Blog, der Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt bekommt, deswegen auch gleich seine Glaubhaftigkeit verliert. Ich habe auch einen kleinen Blog und habe jetzt schon zweimal Produkte zugeschickt bekommen. Diese wurden dann von mir ehrlich getestet und bewertet. 99% meiner Produkte kaufe ich allerdings selbst, und auch wenn das öfters mal sehr teuer ist, ist es mir das werd. Ich kaufe diese Produkte ja schließlich in erster Linie für mich und nicht nur damit ich etwas zum Reviewen habe.

Und zu dem einen Kommentar (sorry vergessen wer ihn geschrieben hat) zwecks anfixen: naja ganz ehrlich, wie kommt man denn auf einen Blog? Man sucht nach einer Produkt Review im Internet und liest sich diese durch. Ich selbst nutze Blogs gerne um mich ein bisschen inspirieren zu lassen und neue Produkte kennen zu lernen. Ob ich diese dann kaufe liegt aber letztendlich an mir und nicht an der bösen, bösen Bloggerin die mich angefixt hat ;)

Jettie dein Blog ist klasse :) Danke dass du mich immer so toll anfixt hehe^^

10. November 2011 um 16:57

ups, ich meine natürlich "..ist es mir das WERT" *peinlich*

10. November 2011 um 17:10

Sehr interessanter Beitrag. Danke auch für die Links! Ich kann zwar kein Chinesisch lesen, aber interessant sind die auf jeden Fall, auch weil ich selbst auch aus Taiwan komme...

Mir persönlich gefallen Blogs nicht mehr so gut, wenn sie zu professionell sind, weil man dann nicht mehr weiß, was die persönliche Meinung des Bloggers und was nur Werbung ist... Ich find es schön, dass es Reviews zu gesponserten Produkten gibt, aber wenn dann nur die Werbefotos des Unternehmens zu sehen sind, dann lese ich auch nicht mehr weiter. Produktfotos kann ich auch googeln... Swatches find ich dafür wieder interessant.

10. November 2011 um 17:18

Danke für diesen tollen Beitrag! Ich liebe es, auf internationalen Blogs zu stöbern. Da ich kein chinesisch kann, bleibt mir diese Welt verschlossen - wahrscheinlich ein Umstand, der mich zunehmend beschränken wird :( . Denn ich bin der Meinung, dass gerade in den asiatischen Ländern so viel in Bewegung ist, was zukünftig wichjtig sein wird. Daran würde ich gerne mehr teilhaben.

Dass die Niederlande einfach näher an UK und den US dran sind, habe ich auch schon oft beobachtet. Ich wundere mich immer wieder, wie sehr das Internet in Deutschland immer noch belächelt wird. Diese Haltung wird sich auf Dauer rächen, denn dann sind die "besten Plätze" schon verteilt - und müssen dann mit viel Geldeinsatz eingekauft werden.

Hach, über dieses Thema könnte ich stundenlang philosophieren! Am liebsten mündlich :) . Ich bin sehr gespannt, was sich noch alles so entwickeln wird.

10. November 2011 um 17:18

Super Bericht, hast dir sicherlich viel Mühe gegeben, aber leider sind mir viele Worte fremd und ich verlor das Interesse am Lesen, da ich einfach nicht mehr mitkam.

Schneizel
10. November 2011 um 17:49

@ george "Sich unter Wert verkaufen", das ist genau das Stichwort, was mir zu manchen Beautybloggern einfällt.

Andererseits stelle ich mir die Frage, ob sich tatsächlich alle Blogger verkaufen *wollen*. Sicher haben auch verschiedene Consumerblogs unterschiedliche Ziele und sind nicht gleich der verlängerte Arm der PR oder wollen sie ersetzen. Ich sag's mal aus der Sicht des Lesers: Gute Beautyblogs sind für mich der Ersatz für den größtenteils (denn es gibt Ausnahmen) als verlängerten Arm der Anzeigenabteilung oder der PR der Kosmetikfirmen verkommenen Beauty-Journalismus. Das Zeug kann ich meistens nicht lesen, den Jargon, den Werbequatsch, geh mir weg damit. Als unliebsame Konkurrenz des Journalismus werden sie ja durchaus auch in Übersee wahrgenommen, man muss sich irgendwie arrangieren, oder man stirbt. Allerdings verwandeln sich einige Blogs sicher mit den Jahren auch in solche PR-Maschinen, die denselben unreflektierten Bullshit ausstoßen. Ich bin sehr neugierig, wie sich das alles entwickelt. Wird es Kartelle geben? Blogpiraterie? Wird Jettie bald auch auf der Straße von kreischenden Teenies (und ihren Müttern) umringt?

10. November 2011 um 18:27

von den usa wusste ich, die restlichen ausländische beautyblog-szene hat sich mir dank sprachbarriere nie erschlossen ;)

unfassbar, dass man für seine meinung verklagt werden kann. das hätte ich nicht gedacht. außer bei china, nordkorea und konsorten..

meine meinung ist: meinetwegen kann sich jeder alles sponsorn lassen und jede marke kann von mir aus jeden blogger sponsoren.
klingt jetzt doof, aber ich kann ja noch selbst bewerten, wem ich in der hinsicht "vertraue" und wem nicht. jedenfalls, sobald es merkbar wird, dass ein blogger einfach nur alles gesponsorte über den klee lobt und dann angeblich einfach nicht gern über schlechte produkte herzieht, weil sie dadurch erst "bekannt werden" (haha..!).

was ich solche leute einfach gern mal fragen würde ist, was sie davon haben, schließlich bringt es ihnen ja auch nix, wenn sich regelmäßig mist zuhause anhäuft und die leserschaft veräppelt wird.

aber das gilt ja eher für die "spezialfälle". ich finde es gibt auch viele, die sich die gesponsorten sachen mehr als verdient haben.

trotzdem glaube ich, würde ich die blogs nicht mehr lesen, wenn es letztenendes darum ginge, dass die leute bezahlt werden für reviews. sowas klingt schon wie "stell mein produkt (in gutem licht) vor, und du kriegst n paar euroscheinchen" sowas geht meiner meinung nach zu weit.
aber wenn andere sowas lesen wollen, seis ihnen gegönnt. sind ja auch nicht alle käuflich.

ich findes übrigens genauso naiv zu denken, dass man nen blog "für sich" schreibt bzw. eine die leserzahl "egal ist".
wenn meinen blog keiner lesen würde, dann bringen die ganzen "ratschläge" bzw. all das, was man liebt und gern teilen würde, ja recht wenig. blogs leben ja letztenendes vor allem durch den leseraustausch.

an sich muss ich aber sagen, dass ich so ner aufgabe als vollzeitjob null gewachsen wäre.
mir wäre es dann doch zu einseitig, mich den ganzen tag mit beauty zu befassen.
aber dafür gibt es ja schließlich auch leute, denen sowas liegt.

10. November 2011 um 19:05

ich hätte nicht gedacht das die unterschiede zwischen den Ländern so unterschiedlich ist. Aber es ist echt interessant das mal zu lesen das manche davon leben und ganze Collectionen bekommen. Schon krass

10. November 2011 um 19:34

Also das mit der Klage finde ich aber echt arg. o.o

Das mit der Party ist auch ein Hammer... erinnert mich an ein Zitat: "Well, we are VIPs on the internet, that means something in the real world... apparently."

Anonym
10. November 2011 um 20:23

Ich lese gerne noch ein paar mehr Beiträge zu dem Thema :)
Nur zu !!

10. November 2011 um 20:34

Also ich habe jetzt seit einigen Monaten einen eigenen Blog, drei Leser und etwa dreihundert Seitenaufrufe. Damit bin ich völlig zufrieden, so selten wie ich dort was poste.

Komplette Chanel-Kollektionen? Tausende Leser? Jeden Tag etwa fünf Reviews tippen?
Sicher hat das auch seine positiven Seiten, aber ich frage mich ob das wirklich noch Spass macht. Und was soll ich den bitte mit den ganzen Produkten, die ich nicht mag anfangen?
Und was tue ich, wenn mir wirklich mal sowas passiert wie der armen Restaurant-Testerin?

Nein, nein, da bin ich also froh in Klein-Blogger-Land-Deutschland zu bloggen (wohnen tu ich ja in der Schweiz) und nicht in den Niederlanden oder in Taiwan.

10. November 2011 um 21:12

Ich finde es schon ein bisschen hart das gute erfolgreiche Blogger anfangen zu lügen wegen der Kohle..., ich finde man sollte schreiben dürfen was man über ein Produkt denkt, auch wenn es nicht immer positiv ist. Aber ich finde es völlig in Ordnung wenn Blogger für Firmen arbeiten, solange ihre Meinung IHRE Meinung bleibt ^^

Anonym
10. November 2011 um 21:54

Jettie: Du bist einfach die Feuilletonistin unter den Beautyblogger_innen. Weiter so!

Anonym
10. November 2011 um 22:39

meine Güte sind Taiwanerinnen(?) dünn!

Sarah
10. November 2011 um 23:39

Nicht ganz on topic, aber auch nicht völlig dran vorbei: Wirst Du eigentlich oft erkannt? Ich glaube nämlich, Dich heute in der Nähe der U-Bahn-Haltestelle Heinrich-Heine-Allee in Düsseldorf gesehen zu haben. Ich hätte zu gern was gesagt, aber dann kam es mir doch albern vor. Wie siehst Du das? Freust Du Dich, wenn Du auf der Straße Feedback zu Deinem Blog bekommst?

Liebe Grüße, Sarah

11. November 2011 um 11:42

Hey Jettie,
du hast es über meinen Tweet ja schon mitbekommen. Finde den Artikel äußerst lesenswert und möchte ihn bei passender Gelegenheit auch nochmal verlinken. Zu diesem Thema hatte ich angedacht etwas zu schreiben, aber mir fehlt im Moment die Zeit und die Muse. :)

Mir bleiben asiatische Blogs durch die Sprachbarriere leider auch verschlossen, daher halte ich solche Artikel für äußerst informativ. Ist doch wichtig nicht immer nur mit den Gedanken in Deutschland zu bleiben, sondern bezüglich der "Szene" auch mal über den Tellerrand zu schauen. Danke daher, für deine Zusammenfassung.

LG

12. November 2011 um 13:16

Wooow total interessant. Ich empfinde, das es gerade in asiatischen Länern ziemlich extrem in diesem bereich umgeht. Wenn ich da zum Beispiel an Xiaxue denke, die ja selbst ihre Schönheitsops bezahlt kriegt XD

Meine Freundin und ich haben auch einen Beauty,Bastel und anderer Kram Blog und 1 Leser XD Aber selbst darüber freuen wir uns~

Machst du sowas eventuell auch noch für andere Länder? Find das total interessant!

12. November 2011 um 13:40

wow, da hast du ja ganz schön recherchiert, Respekt!
ich finde den Beitrag sehr interessant. Was ich mich nur frage: bloggen in den Ländern dann nicht unglaublich viele Mädels? Hier hört man ja schon besorgte Stimmen, viele würden nur einen Blog eröffnen um Gratis Produkte zu bekommen. Wie ist das dann, wenn man die Aussicht hat davon zu leben?

Vor allem würde mich ja schon interessieren, warum sich das von Land zu Land so unterschiedlich verhält...komisch eigentlich!

Mary Jay
12. November 2011 um 22:56

Ich will nicht unhöflich wirken, aber kann es sein, dass DEINE taiwanesischen Blogs eher von Japanerinnen sind? Bei 5 von 6 bin ich mir eigentlich recht sicher....

Anonym
13. November 2011 um 14:56

@Mary Jay:

Alos japansich geschrieben sibd sie nicht oo"
Und ich find die Damen sehen ar unjapanisch aus ~

14. November 2011 um 00:13

@ Alle: Vielen dank für eure zahlreichen, interessanten und kontroversen Meinungen. Ich freue mich über solche rege Diskussionen, gerade wenn sie unter Themen sind, die ein wenig kritischer die Beautybloggerwelt beleuchten.

@ Karo: Das ist ja auch ganz ganz richtig so, dass man genau darüber postet, was man liebt, was man mag und ganz wichtig - worüber man posten will. :) Deine Einstellung ist toll, bleib wie du bist! So Leute wie dich fehlen leider merklich in der "Szene".

@ Steffi: Dankeschön! Ich finde es auch an sich nicht schlimm, ich speise ja selbst davon und nute diese Möglichkeit ja auch. Nur gehe ich wirklich ehrlich damit um und versuche mir nicht imponieren zu lassen. Das Tolle ist - jeder kann damit umgehen wie er mag und jeder kann hin- oder wegklicken, wie er mag. Super, ne? =)

@ PinkPüppI: Danke für deine 2 Cents. Geld regiert die Welt, das habe ich lange Zeit ein wenig versucht zu verdrängen, aber je älter man wird, desto mehr wird einem wirklich bewusst, dass das einfach ein Fakt ist.

@ Lui: Deine Meinungen teile ich, allerdings bin ich der Diskussion über Gratisprodukte nicht vollkommen überdrüssig. Ich finde nicht, dass es so eine Thematik ist, die durchgekaut ist, zusammengebündelt wird und einfach weggeschoben wird. So nach dem Motto NEEEEXT. Ich finde man sollte sich darüber bewusst sein und auch noch darüber reden, egal wie gängig es mittlerweile doch geworden ist.

Und so schwer ist es nicht, wenn man eine gerade Linie fährt und sich selbst treu bleibt, muss man sich nicht rechtfertigen :)

@ Mode-Äffchen: Ich weiß wie du das meinst mit dem Essencezeugs, es ging mir ähnlich :)

@ Smitten Kitten: Danke für den Einblick in die Welt der Bücherblogs, die mir doch gänzlich unbekannt ist. Erstaunlich , welche Wendungen und Entwicklungen es auch dort gibt. Spaß am Bloggen sollte wirklich der Primärgrund für unsere Blogaktivitäten sein - alles andere wäre Selbstgeißelung. :)

@ Tasha: Die Bloggerin aus Taiwan stand ja auch dazu, dass sie Geld bekommt, nur leider hat sie in allen anderen Belangen beschissen. Den Aspekt mit der Missgunst habe ich jett unter dieser Diskussion schon richtig oft gelesen und irgendwie will ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, dass es so viele Neider und Missgunst gibt in Deutschland... da bleibe ich noch gerne gutgläubig, obwohl ich tatsächlich schon andere Vibes spüre.

14. November 2011 um 00:13

@ Camikatze: Schöne Einstellung und finde ich einen tollen Denkansatz! Danke für dein Einblick in deine Meinung :) Davon sollten sich vielleicht andere ein Stück abschneiden. "Mal eben so" ist nie etwas gebloggt, und das verkennen wirklich viel zu viele.

@ Yestoertchen: Ja ich benutze Sponsoring und Gratisprodukte relativ gleichbedeutend, und meinte mit Sponsoring Gratisprodukte. :D Etwas verwirrend und auch nicht zu 100% korrket, aber ich sollte mir zukünftig mehr Gedanken um den Sprachgebrauch diesbezüglich machen. Stimme dir aber überein damit, dass die Herbal Essences Leute ein wenig... naja nicht verkackt, aber sich selbst in ein anderes Licht gerückt haben für mich.

@ Cate: Ich komme ja selbst aus Taiwan und habe mir vielleicht keinen Gefallen damit getan diesen Rechtsfall so "plump" darzustellen. Wenn du Interesse hast, habe ich oben noch einen Link gepostet bei dem man mehr über diesen Fall lesen kann. So simpel wie ich ihn dargestellt habe im Post, ist er dann doch wieder nicht, da habe ich geschlampt und vielleicht zu viel gespart. Und dass die Asiatinnen Kosmetik einen ganz anderen Stellenwert zuschreiben - das ist wahrlich ein Fakt. :)

@ Mathilda: Kommentare sind eine tolle Belohnung für die "Arbeit" von Bloggern, das stimmt schon. Danke für deine Meinung, finde ich sehr interessant!

@ Karmesin: Ich nehme nicht alles an, was ich angeboten bekomme. -- Das mit dem Highend empfinde ich als vollkommen in Ordnung, eigentlich. Wenn ein Verbraucher, der zufällig bloggt, nun mal vornehmlich teure Kosmetik kauft, wieso sollte er denn Drogerie kaufen, um darüber berichten zu können? :) Aber gottseidank darf ja jeder bloggen worüber er möchte und jeder lesen, was er möchte ;)

@ Mora: Ja das stimmt. Aber NL war schon immer in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter in vielen Dingen gewesen, sei es politisch, wirtschaftlich oder kulturell. - und das obwohl der niederländische bzw. der BENELUX Markt sehr viel kleiner ist als der deutsche oder der DE-CH-AU Markt... lol ;) Merkrwürdig ist es ja eigentlich, aber ich meine mir einzubilden, dass es sich bereits ein wenig ändert und Blogger immer mehr in die Wahrnehmung der Leute rückt.

@ Lisa: Das Thema Tierversuche und INCIs wird niemals aufhören, dessen bin ich mir ziemlich sicher. :) Und es ist auch sehr gut so.

@ Jana: Word!

@ Rubenia: Meinst du es ist Neid, oder vielleicht ein bisschen einfach eine natürliche Kritik bzw. eine natürliche Portion an Misstrauen - wenn beispielsweise ein Blog dauernd und die ganze Zeit etwas in den Himmel lobt?

@ Schmuckstück: Gerne. Bin auch gespannt :)

@ Schneizel: Deine Worte in Bloggers Ohren. Spinne ruhig deine Visionen weiter, ich finde solche Zukunftsszenarien unheimlich interessant, gerade wenn sie auf Gedankengut fundieren wie dem deinigen.

@ Dani: Ich bin auch froh, dass ich das Bloggen noch so unbeschwert und aus der Freude an der Sache machen kann. Was für eine großartig Vorstellung es natürlich AUCH wäre, wenn man aufstünde, sich mit dem Kaffee an den Laptop setzt und bloggt und dafür Geld bekommt. Klar, ich würde nicht bloggne, wenn ich es nicht lieben würde - aber ich glaube dass sich rein psychisch einfach zu viel ändern würde, wenn man zu 100% von den Einnahmen leben müsste. Von daher bin ich sehr happy es nicht tun zu müssen und Arbeit von Spaß klar trennen zu können.

14. November 2011 um 00:13

@ Andrea: Danke für den Einblick in die generelle Bloggerszene und deine tolle Ansicht! Finde ich stark, dass du das so sachlich und auf den Punkt ausdrücken kannst, auch wenn ich es wirklich traurig finde, dass anscheinend Neid wirklich so eine große Rolle spielt.

@ Caro: zu den 99,9% der Blogs gehören ist ja auch nich unbedingt sooo schwer, oder? ;D

@ Isadonna: Das stimmt wirklich. Etwas tun zu müssen und etwas tun zu wollen beeinflussen das Endresultat sehr signifikant!

@ Chocii: Wieso das denn? Man kann ja überall leben und sich trotzdem treu bleiben und seinen Prinzipien! :)

@ George: Danke für deinen hochintelligenten und -eloquenten Beitrag zu der Diskussion. Das ist definitiv eine Argumentation, auf die die wenigsten kommen würden. Stimme dir auch im Großen und Ganzen zu.

@ Larissa: Bitte gerne :)

@ La Chinita: Ich mag auch nicht so gerne zu professionell aufgemacht Blogs, da komme ich mir vor wie auf Pinkmelon oder ähnliches ;) Ich mag es Charakter zu spüren!

@ Beautyjagd: Na, ist das nicht ein wahnsinnig guter Grund in die tiefen Geheimnisse der mandarinen Sprache zu tauchen? ;) Du kannst mich gerne mal anrufen und verbal darüber philosphieren, bei diesem Thema höre ich mich nie satt ;)

@ TimelessFairytale: Das tut mir Leid, dass du das Interesse verloren hast. Aber wo waren die Fremdwörter?!

@ Ketosis: Das stimmt natürlich, man schreibt nie 100% nur "für sich". Ich liebe nicht nur Beauty, sondern vor allem die kreative Komponente daran. Ich könnte das fast täglich den ganzen Tag machen :) Aber leben müssen will ich davon nicht :D haha

@ Chinda-Chan: Ich kenne das Zitat nicht, aber es klingt unfassbar arrogant und dämlich :)

@ Anonym: Vielen Dank, ich bemühe mich!

@ Nini: Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass ich "froh bin nicht in diesen Ländern zu wohnen", da gibt es weitaus Ländern in denen es mir schlechter gehen würde in jederlei Hinsicht, als nur in der Bloghinsicht, ne. Ich finde so derartig muss man die Länder nicht degradieren wegen einiger Einzelfälle.

@ Anonynm: Was für ein großartiges Kompliment, ich danke dir und bin zutiefst gerührt!

@ Anonym: Ich bilde da leidenschaftlich gerne die Ausnahme :D Dafür ESSE ich einfach zu gerne! Weehaa :D

@ Sarah: Es ist schon einige wenige Male vorgekommen... habe aber nichts dagegen ansgesprochen zu werden, wieso denn auch nicht? :)

@ Erbse: Huhu Erbse, vor allem finde ich es essenziell wichtig diejenige Szene, in der man sich fast täglich bewegt, auch mal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Was nicht bedeutet, dass man alles negieren und auseinander reißen muss, aber bewusstes Konsumieren der "Community" finde ich wirklich wichtig, wie auch in der richtigen Gesellschaft. Nur weil es ein Mikrokosmos ist, es primär im Internet stattfindet und es sich um Beauty dreht, gibt es einem nicht die Narrenfreiheit einfach unbedacht durch die Gegend zu eiern.

@ Mochi: Ach diese Schönheits OPs sind doch noch mal ne ganz andere, viel miesere Kisten... :D Wenn ich die Zeit dazu finde, mache ich das sehr gerne. Aber für andere Länder habe ich leider nicht so arg den Einblick.

@ Da lindchen: In ostasiatischen Ländern bloggen tatsächlich sehr sehr viele Leute. Keine Ahnung, ob es darüber Statistiken gibt, aber ich würde mal aus dem Bauch heraus sagen, 2-3x mehr Jugendliche als hier.

@ Mary Jay: Nein, wie kommst du darauf??!

14. November 2011 um 18:58

Hallo werte Frau Bloggerin. Die Pseudoerbse hat mich auf diesen doch recht interessanten Post aufmerksam gemacht. Finde es schon recht "krass" wie weit sowas alles gehen kann. Generell ist es ja schön mit seinem Hobby Geld zu verdienen. Sobald man aber nicht mehr Transparent ist und seine User bescheißt, hört der Spaß für mich auf. Daher wünsche ich mir für jede ehrliche Seele einen Bekanntheitsboost und für die bösen geldgeilen (hier würde jetzt vielleicht auch ein "böses" Wort stehen stehen) Frauen einen Schuß vor den Bug.
Beste Grüße
Henrik von http://www.pseudoerbse.de/blancetnoir/ oder auch http://celilander.wordpress.com/

Anonym
15. November 2011 um 23:13

nachtrag zum kommentar von andrea noch: es gibt durchaus blogger in deutschland die vom bloggen leben.
vielleicht nicht aus dem beautybereich, aber da kenne ich mich auch nicht weiter aus.

22. November 2011 um 19:41

Wow, das ist echt mal sehr interessant. Das war mir gar nicht bewusst. Aber in Asien überrascht mich auch nur noch sehr wenig, wie du sagtest, die Teens dort sind einfach 'hysterischer' ;)
Da ist ja der Werbehype auch ein ganz anderer.
Das in den Niederlanden ist auch überraschend. Vor allem, dass Firmen in verschiedenen Ländern so unterschiedliche Politik verfolgen.
Und ich finde es erschreckend, zu hören, dass eine Bloggerin tatsächlich verklagt wurde! Ich meine gerade zum Thema freie Meinungsäußerung und so. Damit muss man doch heute rechnen, dass jeder, dem was nicht gepasst hat, es irgendwo ins Internet schreibt! Die Hotelbrange kann ja auch nicht jeden, der eine schlechte Rezension schreibt verklagen! Wo kämen wir da denn hin?
Und was das mit dem vom Blog leben angeht:
Ja, nette Sache für Leute, die wirklich groß angelegt Bloggen. Es gibt ja auch hierzulande große Blogs, bei denen quasi täglich ein langer Artikel erscheint und kleinere Blogs.
Für mich selbst ist das Bloggen ein Hobby. Ich mache das jetzt seit ca. 4 Monaten und ich mache es gerne. Aber eben wie ich Zeit und Lust habe. Ich könnte nie davon Leben, denn ich mache nebenher ja auch andere Dinge. Und mir würde wohl der Spaß an meinem Hobby vergehen, würde ich es professionell betreiben.
Es ist für mich völlig in Ordnung, dass Firmen Produkte sponsern, wir wollen ja auf unseren Lieblingsblogs die neuen Produkte so zeitnah wie möglich reviewt haben! Und das wäre ohne nicht möglich. Aber ich bin jetzt mal so naiv zu glauben, dass ein 'Honorar' die Objektivität der Bloggerin doch ein bisschen beeinflusst. Möchte man das dann noch glauben?
Ganz toller Post, ich liebe solche Blicke über den Tellerrand und finde es klasse, dass da auch links zu den Seiten dabei sind, auch, wenn ich nicht viel verstanden habe ;)

8. Januar 2013 um 22:33

Toller Blogpost, im Ernst!
Ich finde es richtig unfähr, dass Blogger aus anderen Ländern so stark unterstützt werden,
Man macht das doch nicht fürs Geld, sondern weil es einem Spaß macht !:*

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