Freitag, 5. November 2010

Tschulli, Sie sehen ja schon Scheiße aus!

Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich einen interessanten Artikel in der Zeitung gefunden, der ein wenig beautybezoggen ist. Ich weiß nicht so genau, was ich davon halten soll! Um den Artikel von der Website der Zeitung zu lesen, bitte hier klicken. Wer einen höheren Schwierigkeitsgrad möchte, kann auch auf das Bild klicken.

Quelle und Copyright: Rheinische Post
Es geht darum, dass manche Frauen fachlich kompetent und souverän sind, aber das "Optische zu wünschen übrig lässt", gerade im Kundenkontakt. Bei solchen Fällen können Chefs ihre ungestylten oder schlecht geschminkten Mitarbeiterinnen zu einer Uschi schicken, die denn Mädels beibringt wie sie sich "richtig in Szene setzen können".

Auf der einen Seite kann ich das verstehen - Kundenkontakt setzt voraus, dass man ein gepflegtes Äußeres mitbringt, einen Minzdrops für frischen Atem lutscht und die Haare und die Klamotte gut sitzen. Auf der anderne Seite - Hallo?? Könnt ihr euch vorstellen, wie euer Chef auf euch zukommt "Frau Privatflieger, kann ich Sie mal sprechen? Sie sind eine tolle Verstärkung in unserem Team und leisten gute und wertvolle Arbeit. Aber Sie sehen so unglaublich Scheiße aus, dass ich mir erlaubt habe Ihnen ein Beauty Coachin zu schenken." - Ähhh! Ich glaub ich würd nur gucken wie ein Auto!

Frauen, die ein persönliches Interesse daran haben abgespacte AMU Techniken zu lernen und mit viel Tamtam ihre Haare frisieren zu können, hätten das bei gegebenen finanziellen Mitteln bestimmt schon längst selbst in Hand genommen, oder? Wir sind solche Exemplare, und das ist okay, wir wollen toleriert werden. Aber genauso wollen Nicht-Beautyjunkies akzeptiert werden. Solange die Mitarbeiterin nicht stinkt oder verrottete Zähne hat, finde ich das nicht notwendig sie in so ein Training zu schicken!! Jeder hat das Recht so auszusehen wie er aussehen will. Was soll denn als nächstes kommen, dass Chefs ihre Mitarbeiter mit BMIs über 25 ins Zwangsfitnessstudio schicken?

In den meisten Ländern dieser Welt ist auch ein Bewerbungsfoto unerwünscht, da das Motto gilt "Chancengleichheit für jeden - egal, wie du aussiehst, was du bist. Nur dein Können zählt.". Das wäre in deutschsprachigen Ländern auch heute noch schlecht vorstellbar.

Wie ist eure Meinung dazu? Wie würdet ihr reagieren, wenn euer Chef auf euch zukäme mit der Bitte so ein Coaching zu machen? Würdet ihr euch drauf freuen oder wärt ihr baff und sprachlos? Denkt ihr - Aussehen wie man will ja, aber nicht im Berufsleben oder denkt ihr nur Fähigkeiten sollten im Berufsleben zählen? Bin echt gespannt auf eure Meinungen :) Schmuus

30 Kommentare

5. November 2010 um 20:59

Also bei uns gibt es zB einen Friseurladen wo einheitliche Kleidung (versteh ich noch), einheitliche Frisuren und einheitliches Make Up gefordert wird. Wer sich das Make Up nicht kaufen will muss morgens 30 Min eher in den Laden kommen und sich dort schminken.
Uniformierung everywhere

5. November 2010 um 21:01

wäre ich chefin, wäre mir eine MA, die im umgang mit kunden durch redegewandtheit und fachlichen wissen überzeugt, jedoch vielleicht vom wind zerzauste haare, widerspenstige augenbrauen und doch nur den tinted moisturizer statt der stark deckenden foundation aufgetragen hat, lieber, als ein perfekt gestyltes dummchen.
ich hoffe, ich konnte hier meinen punkt klarmachen. :D

frau privatflieger, sie haben den job! trotz der make-up-affinität!

5. November 2010 um 21:02

Ui der Artikel ist schon etwas heikel ;) Also generell kann ich schon verstehen, dass ein gewisses gepflegtes Äußeres erwartet wird. Aber ich sehe das genau wie du, da sollte es schon gewisse 'Grenzen' geben. Es gibt einfach viele Frauen, die sich nicht schminken, aber deshalb sehen diese ja nicht gleich ungepflegt aus! Von daher doch schon ein gewagter Eingriff in die Privatsphäre ;) Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich auf so etwas reagieren würde. Die Idee an sich finde ich aber gut, nur sollte es den Mitarbeitern dann trotzdem noch freigestellt sein, wie ich finde..

5. November 2010 um 21:05

Man muss natürlich zwischen Berufe differenzieren. Bei Unternehmen, wo man Uniformen tragen muss, okay, dagegen wird man sich nicht wehren können. Ich selbst in der Gastro habe die Anweisungen bekommen "dezent schminken, keinen farbigen Nagellack", der Rest war mir überlassen. Damit hätte ich entweder ein wahnsinnig schönes und tolles Nude MU machen können, oder einfach ungeschminkt kommen können, insofern habe ich ja dann doch noch meine Freiheiten in einem bestimmten Rahmen.

Und ganz ehrlich? Lieber ne freundliche, ungeschminkte und pudelhaarige Lidl Mitarbeiterin, als eine transig geschminkte, unfreundliche und aufdringliche Douglette! Da stimme ich meinem Strawbemmylein schon zu.

5. November 2010 um 21:08

w0rd! beim dougletten-dissen bin ich dabei!

5. November 2010 um 21:12

Gepflegt isg ein Muss, aufgedonnert muss nicht unbedingt sein. Ich denke man sollte schon Rücksicht auf die persönliche Vorlieben der Mitarbeiter legen.

Ich schöre, ohne den Bericht vorher gelesen zu haben, wusste ich das der Artikel nur von der Rheinischen Post sein konnte. :D

5. November 2010 um 21:15

Wenn meine Chefin sich auch umstylen lassen würde, dann bitte. Schaden könnte es mir ja nicht.

Sollte ich allerdings eine total aufgestylte Lidl/Aldi Plus oder was-auch-immer Mitarbeiterin sehen, wäre ich auch leicht irritiert. Sowas erwartet man einfach nicht. Bei Douglas erwarte ich schon angemalte, aufgetarkelte Dougletten.

Bei uns in der Apotheke ist es eigentlich egal. Kranke Menschen sehen auch nicht besser aus ;)

5. November 2010 um 21:16

das mit dem Fitnessstudio gibt es ja schon so ähnlich, bestimmte Beamte dürfen bei der Beamtierung (nennt man das so?) nur so und so viel wiegen, ich kenne jemanden, der extra 10 Kilo deswegen abnehmen musste.

5. November 2010 um 21:20

der chef meiner bf wollte auch,dass sie sich schminkt,aber sie mag kein make-up,nur nagellack.
ich finds krass,wenn ich ehrlich bin.
man kann ja niemanden vorschreiben,wie er auszusehen hat!

liebe grüße
awhiffofsummerrain.blogspot.com

5. November 2010 um 21:21

Hauptsache man wird freundlich und kompetent bedient... Natürlich sollte man gepflegt aussehen, aber man kann doch niemand zwingen sich jeden Tag zu schminken! Ich glaub es kommt aber auch auf den Chef an, wenn er mir das als Geschenk verkauft, dann wär ich sofort dabei, wenn er sagt, Tammy mach mal was Du sieht bescheiden aus, würd ich an die Decke gehen^^

5. November 2010 um 21:21

Das ist ein bisschen was anderes: Bei der Verbeamtung hast du Berufssicherheit ein ganzes Leben, d.h. alle anderen arbeiten ja für dich und die Sicherung deines Lohns, etc. Wenn du da natürlich mit 30 schon berufsunfähig bist, dann hat der Staat viel Geld fürn Arsch gepumpt... Die Hintergründe verstehe ich dann auch.

5. November 2010 um 21:26

Also da wäre ich echt erst mal geschockt und beleidigt! Eine Freundin von mir ist im Gesicht mehrfach gepierced und wenn der Oberboss kommt muss sie schnell ins Lager! Die Kunden dürfen sie nicht sehen! Aber sie ist eine wichtige und gute Kraft, daher lässt der kleine Boss sie im Laden arbeiten. Lächerlich! Ich bin da romantisch und glaube immernoch daran, dass die Qualifikation wichtig und ausschlaggebend ist! Gepflegt klar, alles andere sollte egal sein wenns nach mir ginge, aber das tuts ja nicht :D

5. November 2010 um 21:29

boah ich muss dir da mal voll und megarecht geben!
zwar ist es in manchen Berufen schon wichtig wie man ausschaut (Douglasverkäuferin zb XD) aber dann nehmen die das ja selbst in die Hand weils zum Beruf dazugehört! Aber soetwas finde ich unverschämt! Zumal manche Kunden bestimmt nicht besser aussehen... Außer man befindet sich gerade in einem Kundengespräch um Yachten zu verkaufen oO

5. November 2010 um 21:36

Die sollen ihre eigene Schminke mitbringen..LOL, ich stell mir grad vor wie ich mit so nem Riesenkoffer aufschlage... ich hab da schon mal etwas vorbereitet.. aber was nutzt mir das beste Aussehen wenn die Ollen den IQ einer Bratwurst hat.. damit kann ich doch nix anfangen.. ich hab auch noch nie in ner Stellenanzeige gelesen "Wir suchen eine Dame, die keinerlei Kompetenzen hat aber dafür nen perfekten Lidstrich ziehen kann".. da kann ich nur sagen.."Ich bin raus, Leute"

5. November 2010 um 22:07

Ich sehe das genauso .. solange jemand gepflegt aussieht passt das doch. Da muss nicht noch Rouge, Lidschatten, etc. drauf, bloß weil der Chef gern schöne Frauen um sich hätte :D:D
In Deutschland dürfen die Arbeitgeber kein Bewerbungsfoto mehr verlangen, aber man darf auch eins rein tun, wenn man mag. Und die werden eben meist bevorzugt.

6. November 2010 um 01:34

Ääähm, und was ist mit den Männern? Die dürfen scheiße aussehen oder was?! Da beschwert sich keiner...aber wenn man als Frau nicht geschminkt ist, gilt man direkt als ungepflegt bzw. als jemand, der keinen Wert aus sein Äußeres legt. Dabei haben die meisten Männer son Coaching viel dringender nötig.
Ich arbeite aber sowieso in nem total oberflächlichen Beruf (arbeite ab und an mal als Messehostess), da wird einfach verlangt, dass man perfekt gestylt auftritt. Die würden mich wahrscheinlich rausschmeißen, wenn ich ungeschminkt an nen Messestand käm :D

Anonym
6. November 2010 um 08:13

Der Artikel ist ne Frechheit. Man fühlt sich in die 50er Jahre zurückversetzt, wo es noch solche tollen Tipps in der Goldenen Hausfrau gab, daß die Gattin doch bitte morgens ne halbe Stunde vor dem Ehemann aus dem Plümmo springen soll und sich lekker zurechmacht, damit sie dem Holden einen angenehmen Anblick bietet.

Ich muss der Schreiberin über mir Recht geben, Männer sehen viel öfter usselig und *hüstel* nicht typgerecht aus als Frauen.

6. November 2010 um 08:47

Ich tue meinen Senf auch mal kund tun. Dings.

http://ipaintmyworld.blogspot.com/2010/11/schwitz-schmink-mad-men-woman.html

6. November 2010 um 10:12

Hm, schwierig... Einerseits hatte ich bei manchen Kollegen auch schon mal das dringende Bedürfnis ihnen etwas Makeup zu schenken, weil sie so aussehen als wären sie grad ausm Bett gekrabbelt. Andererseits gehts mich ja nix an.

Bei sowas denk ich kommts drauf an wie mans "verpackt". Ob als Zwang oder Angebot. Und wers zahlt :P Würd mich meine Chefin ins Fitnesscenter schicken und dafür zahlen, WOW! Glaub ich würd sogar eine "Schminkberatung" nehmen wenn ich sie geschenkt krieg... wie is das mit dem geschenkten Gaul?

Aber dazu ZWINGEN lassen würd ich mich wohl auch nicht. Im Endeffekt läufts also auf die Sozialkompetenz des Arbeitgebers raus, und das bedeutet meist... dunkle Zeiten *g*

6. November 2010 um 10:57

Ich kanns verstehen...
In nem Einzelhandelsladen in dem man viel Kontakt mit Kunden hat, sprich... Fachpersonal zum beraten... kommts wirklich auf das Aussehen auch mit drauf an. Da sollte man schon ein bisschen gepflegt sein, nicht stinken und auch sein Make up, wenn denn vorhanden ordentlich machen...
Das gleiche gilt für die Männer.

6. November 2010 um 13:40

Oh, spannendes Thema :-) Bei uns im öffentlichen Dienst gibt es nur die klare Anweisung dass wir gepflegt erscheinen sollen und nicht im sporty Freizeitlook. Krawattenpflicht bei Männern und bei Frauen keine zu kurzen Röcke und zu tiefe Ausschnitte. Make-Up-technisch hat sich keiner geäussert aber ich denke es ist ungeschriebens Gesetz, dass man nicht wie ein Clown ins Büro kommt. Ich selber habe des öfteren mal farblich kräftigere Augenmakeups. Dafür bleibt der Rest dezent und es passt zu meinem Typ. Da sagt keiner etwas. Auch nicht über farbige Fingernägel. Ich selber wäre wohl zugegebenermaßen etwas beleidigt, wenn mein Chef mich zu so einen Seminar schicken würde. Wie schon gesagt wurde, so lange man nicht stinkt und aussieht wie aus der Mülltonne, sollte jeder über seinen Stil selber entscheiden können. Allerdings sollte man sich in manchen Berufen auch anpassen können.

Tess
6. November 2010 um 17:53

Unverschämt und illegal. Ich würde mir sofort einen Anwalt nehmen und wegen Diskriminierung klagen. Kann ja wohl nicht sein, dass mir am Arbeitsplatz das Make-up diktiert wird.

Bei Dougletten o.ä. mag das alles angehen, da es dort berufsbezogen ist und man auch Kosmetik an die Kunden bringen soll. Aber bei einem Job, der nichts mit dem Thema zu tun hat? Die spinnen wohl!

6. November 2010 um 21:56

Ich denke, man sollte dem Job angemessen gekleidet sein und immer gut riechen, bzw. regelmäßig eine Dusche aufsuchen. Also einfach eine gepflegte äußere Erscheinung.
Alles andere sollte einem freistehen, wenn man nicht gerade als Kosmetikerin arbeitet.

Mein Chef hat mir allerdings schon gesagt, dass er sich da bei mir keine Gedanken macht, da wird also wohl in nächster Zeit keine Schulung auf mich zu kommen. ;)

7. November 2010 um 11:28

Für so unterhaltsame und kurzweilige Blog-Beiträge! :)

http://fraeulein-beauty.blogspot.com/2010/11/mein-1-st-award.html

Anonym
7. November 2010 um 14:49

Also, ich sehe das etwas differenzierter. Es gibt nunmal branchen, die überwiegend mit kundenkontakt zu tun haben, und dort sollte schon ein adrettes, gepflegtes äußeres pflicht sein.
fettige haare, ungepflegte fingernägel, nicht vorhandene deos (gestank!) gehen gar nicht und das will doch wohl auch niemand sehen, oder ?

7. November 2010 um 20:44

Ich finde man muss zwischen "gepflegt" und "aufgedonnert" unterscheiden.
Generell sollte man immer gepflegt zur Arbeit gehen, das heißt: sauber, gut riechend und frisiert und in fleckeloser ordentlicher Kleidung. (hört sich blöd an, ich hoffe ihr wisst wie ich das meine)

Ob sich jemand darüber hinaus aufdonnern möchte oder nicht, bleibt ihm selbst überlassen und geht den Chef nix an.

Anna
9. November 2010 um 13:36

Man sollte sich generell anziehen und aussehen wie man will. Klar, dass einem dann bestimmte Branche verwehrt bleiben, aber damit muss man dann wohl (leider) leben. Aber wer will auch in einer Umgebung arbeiten, in der man nicht toleriert wird? Und man verbringt schon SEHR viel Zeit an seiner Arbeitsstelle bzw. lebt dort. Würde sich jeder anpassen und alles diktieren lassen, würden wir wahrscheinlich bald alle Uniform tragen.

Anna
9. November 2010 um 14:32

@YrMngldHrt: Du hast recht. Das liegt wohl daran, dass in den meisten Machtpositionen immer noch Männer sind, die sich natürlich mit den anderen Männern identifizieren. Wenn sie an denen rummekeln würden, müssten sie ja selber auch etwas an sich verändern. Dann gibt es natürlich noch Frauen in Machtpositionen, die sich angepasst haben um in ihrer Karriere aufzusteigen und dannn natürlich keine Frauen dulden, die es ihnen nicht gleich tun. Und weiter geht der Teufelskreis...

6. Mai 2011 um 15:35

Ich finde es kommt immer auf die Branche an und es geht auch umgekehrt. Als Lehrerin würde ich z.B. nie knallige Nägel, Lippen oder AMUs tragen als H&M-Verkäferin jedoch schon.

Ich habe übrigens auch mal in einem Strumpfwarenladen gearbeitet, da war es Pflicht einen Rock zu tragen um die entsprechenden Strupmfhosen zu präsentieren.

Anonym
2. März 2012 um 08:40

Hallo,

also erst mal: Witziger Blog! Bin schon etwas betagter und eigentlich keine richtige Internetgeneration (Emails und so - klar, ohne geht nicht) und bin zufällig hier gelandet. Finde die Haltung ganz prima, dass beauty queens auch die Frauen sein lassen können wie sie sind, denen es nicht so wichtig erscheint, optisch immer im Trend zu sein.
Mir stellt sich die Frage bei diesem Artikel vor allem danach: Wie wird mit entsprechenden Männern umgegangen? Ist das Anforderungsniveau in Sachen Optik an die genauso hoch wie bei Frauen? Ich finde, das ist entscheidend für die Diskussion. Wenn es Standard ist und auch Männer zum Styling Coach geschickt werden, ok, aber wenn die Latte optisch für die Frauen höher hängt als für die Männer, dann finde ich das skandalös.
Gruß,
Ms Hillow

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