Montag, 1. November 2010

KIK mal, die LUSHe hat M'Or(é)al

Hallo ihr Lieben!

Ich wünsche denjenigne, die heute keinen Feiertag genießen dürfen, ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen :) Haltet durch, ihr armen Nordlichter! Heute aber ein Thema bei mir, was mich schon länger beschäftigt: Wie moralisch sind Unternehmen und wie moralisch sollten sie sein?

Konzerne haben im Grunde in der Privatwirtschaft nur eine Aufgabe: Katsching, Geld muss fließen und sich am besten nebenbei tausendfach vermehrfachen. Aber auf welche Kosten? Ist wirklich alles und jeder, der einer Firma beim Geldmachen in die Quere kommt, scheißegal, oder haben sie eine hohe soziale und ökologische Verantwortung?

Beispiel KIK: Der KIK-Typ hat sein Unternehmen mit dem quietschenden Logo (ich meine das T-Shirt, nicht Verona Pooth) innerhalb einiger Jahre ganz nach oben gebracht. Dass er in einer großen Villa idyllisch am Stadtrand lebt, und in Indien Arbeiterinnen unter den miesesten Konditionen Hosen nähen lässt, ist nicht jedem bekannt. Arbeitsbedingungen in solchen Produktionsländern sind bekanntermaßen nicht großartig, doch als großer Konzern kann man auch was daran ändern und vor Ort bemüht sein die Bedingungen zu verbessern statt die Menschen nur auszubeuten. Die Näherinnenn arbeiten unter schlechteren Bedingungen als bei Manufakturen anderer westlichen Firmen. Nur damit es hier Hosen für 9,99€ gibt. Quelle und gleichzeitg das hier.

Beispiel LUSH: Lush hat sich ein Bilderbuch-Image aufgebaut. Die Produkte sind süß, quietschebunt, riechen relativ angenehm und sind total ökologisch und teils sogar vegan. Für eine Creme, die riecht wie verschimmelte Sahne, verlangt Lush auch gerne mal 50€ / 100ml. Dass die Mitarbeiterinnen unter Druck gesetzt werden hohe Verkaufszahlen zu erzielen, ist auch nicht öffentlich bekannt. Sie sollen fixe Verkaufszahlen erzielen und jeder Store hat einen Soll zu erfüllen jeden Tag. Psychische Druckmittel sind Kündigung und Verwarnungen. Schon mal darüber nachgedacht, wieso die Mitarbeiterinnen immer auf einen zugeschossen kommen sobald man den Laden betritt? Quelle 1 und Quelle 2.

Beispiel die große Mutter aller Kosmetikfirmen: L'Oréal betreibt bis heute bekannterweise Tierversuche, die ich selber lange Zeit als notwendig und wissenschaftlich fundiert gesehen habe. Doch die Awareness dafür steigt stetig und viele Verbraucher boykottieren diese Firmen - nicht zuletzt weil auch der Preis und die Qualität nicht übereinstimmen. Andere große Konzerne zeigen ja immerhin auch, dass es anders geht und durchaus auch funktioniert!

Es ist sehr schwer nur Produkte zu kaufen, bei denen man ein 100% reines Gewissen haben kann, allein wegen der fehlenden Transparenz. Mir geht es aber auch weniger darum, was Endkonsumenten machen, sondern darum, wie die Unternehmen damit umgehen. Denn auch Moral und Ethik sind heutzutage wichtige Faktoren für Unternehmenserfolg.

Was sind eure Gedanken zu dem Thema, wenn ihr welche habt? Kauft ihr noch Produkte von Firmen, von denen ihr wisst, dass dort starke Missstände herrschen, oder blendet ihr das aus? Ist es das wirklich wert so etwas in Kauf zu nehmen für eine billige Hose?

72 Kommentare

1. November 2010 um 14:34

Ok, das mit loreal und KIK war mir bekannt aber das LUSH so ne Art Scientology der Seifenindustrie ist war mir neu.. krass

1. November 2010 um 14:41

Sehr guter Post-großes Kompliment, denn da hat sich endlich mal jemand Gedanken gemacht!
Ich stimme deiner Meinung zu.
Zu deinen drei Beispielen kann ich sagen, dass mir die gegebenen Umstände vorher nicht bewusst waren, ich jedoch nie von diesen Firmen Produkte kaufe.
Der ganze Lush-Hype ist mir eh zu krank und ich mag es nicht, wenn ich in einen Laden gehe und mit Migräneanfall herausgeschliffen werden muss.
Dass KIK so dermaßen günstige Preise hat, fand ich schon immer bedenklich. Schade, dass sich da niemand einen Kopf drum macht. Aber da wird KIK nicht die einzige Firma sein. Bei H&M gab es ja auch schon oft den Verdacht von Kinderarbeit, was sich aber so genau nicht beweisen lässt.
Schade, dass die meisten Companies alles andere als gläsern sind und es nur sehr schwer ist, hinter die Fassade zu blicken und so oftmals unbewusst Verbrecher unterstützt werden (um es mal hart zu formulieren).
Ich zahle lieber 5€ mehr für etwas, wo ich mir sicher sein kann, dass niemand unter der Produktion leiden musste, bzw. informiere ich mich gerne im Vorfeld genauer über Kaufwünsche.
Liebe Grüße

1. November 2010 um 14:42

Dass Mitarbeiter unter Druck gesetzt wenn sie keine hohen Verkaufszahlen erzielen, ist nicht nur bei Lush so, sondern bei vielen anderen Einzelhandelsunternehmen auch.

1. November 2010 um 14:42

Erstmal: Der Titel ist köstlich! :D

Jetzt aber zum Inhalt: ich kaufe grundsätzlich nichts mehr von Kik.. seitdem ich ein Video über Indien im Erdkunde Unterricht sehen durfte.. Immer wenn ich dieses bescheuerte TShirt mit der Stimme, die noch schlimmer ist als die von Frau Pooth sehen muss, könnte ich echt kotzen >.<
Vom Lush Hype bin ich auch nicht überzeugt und L'oreal und Max Factor und wie sie alles heißen geh ich auch aus dem Weg. Wie du schon angesprochen hast: dort stimmt ja noch nicht mal Qualität und Preis!

1. November 2010 um 14:45

Hey.
Bei Kik kauf ich sowieso rein aus Prinzip nichts, alleine weils in dem Laden schon wie sonst was nach Chemikalien stinkt.
Andere Textilunternehmen sind aber fast auch nicht besser, was die Herrstellung ihrer Anziehsachen angeht.
Lush hat mit erlich gesagt auch irgendwie immer kalt gelassen, war erst zwei mal in einem drin und da haben mich auch schon die Preise abgeschreckt.

Aber zu der L'Oreal Sache. Aufgrund meiner Ausbildung musste ich mich letzte Woche mit der Kosmetikverordnung auseinandersetzen.
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/kosmetikv/gesamt.pdf §3b ist ziemlich interesant dazu. Es dürfen nämlich nur noch Stoffe getestet werden, zu denen es keine Alternativmethode gibt. Und selbst das ist bie 2013 zeitlich begrenzt.

Schönen Feiertag dir noch. :)

1. November 2010 um 14:46

mit einem guten gewissen kann fast nirgendwo kaufen, vor allem bei klamotten... kik scheint das lieblingsbeispiel zu sein wenn es um kinderarbeit und ausbeutung geht.. aber h&m lässt auch in gleichen fabriken wie kik produzieren! selbst esprit hatte mal einen "skandal" obwohl die sich ja "ach so sozial" engagieren.

in unserer konsumgesellschaft ist eine ausbeutung der "dritten" welt anscheinend nicht möglich.. diese länder sind auch alle meistens korrupt :(

ich habe mich nie damit beschäftigt.. NIE! in der schule wird darüber ja auch leider nicht geredet.. erst seit einigen wochen denke ich manchmal darüber nach.. nicht nur in sachen kosmetik und klamotten sondern auch über essen! wollte sogar darüber bloggen :D
das mit den tierversuchen wusste ich zb auch nicht bei loreal O.o
werde also vermeiden da einzukaufen. naturkosmetik ist eine gute alternative.. es sollte mehr alternativen geben!

1. November 2010 um 14:47

achja ich liebe dich für diesen post!
dieses thema (ausbeutung...) ist vielen einfach nicht bewusst, vor allem kindern oder jugendlichen.

1. November 2010 um 14:54

Also, was KIK angeht: ich finde es merkwürdig, dass grade dieser Laden so "verteufelt" wird, was Kinderarbeit oder Unterbezahlung etc. angeht. Über so gut wie jeden Klamottenladen gab es schon negative Schlagzeilen, auch für Sportmarken wie Adidas, Nike etc.! Da kamen schon häufiger Gerüchte über Kinderarbeit und schlechte Arbeitsbedingungen auf.
Ich glaube nicht, dass nur KIK da angekreidet werden sollte.
Zu LUSH: Das war mir so bisher neu. Aber wenn es schon bei LUSH so ist, wird es bei Douglas wohl nicht anders sein,oder? Da kommen die Verkäuferinnen auch immer wie Geier auf dich zugeschossen ;)
Und es gibt auch anderen "Psychoterror" wie beispielsweise bei Schlecker. Dort sollen die Arbeitsbedingungen ebenfalls extrem schlecht sein, darüber wurde ja auch schon berichtet.
Generell finde ich die Idee deines Posts echt gut, aber mit diesen 3 Beispielen ist es ja nicht "getan", da stecken noch viiiiel mehr Firmen mit drin :)

Übrigens: nicht nur im Norden ist Allerheiligen kein Feiertag ;)

1. November 2010 um 14:57

Danke, Porcelain. Das Krasse bei Lush finde ich, dass sie nicht mal billig verkaufen. Sie wollen die Gewinnspanne möglichst hoch halten indem sie ihre Mitarbeiter vor Ort arg unter Druck setzen, das ist schon Psychomobbing. Bei den niedrigen Preisen sind solche Mutmaßungen natürlich nicht fern, natürlich! Ich sehe das genauso. Natürlich gibt es gerade in der Textilindustrie Ausbeutung, niedrige Löhne und keine sozialen Absicherungen, ABER da gibt es ja auch graduelle Unterschiede! Tatsächlich ist es da wirklich sehr schwer Transparenz beim Kauf von Produkten (das gilt ja für alles, Nahrungsmittel bis zu Textil, und Elektroprodukte, etc.) zu erlangen, was ich schade finde.

Roxy, das stimmt natürlich, und das finde ich sehr schade. Schlecker, Lidl und co. sind da alle im selben Boot. Wer so eine Arbeitsatmosphäre willentlich kreiiert, der kann auf lange Dauer keinen Erfolg damit haben.

Miss Chocoholic, danke ;) Ich finde auch, dass die breite Masse ruhig mal ein wenig öfter solche Dokumentationen schauen könnte. Vielleicht sollte man einigen Leuten die Privatsender für eine Woche verbieten und dazu zwingen die öffentlich rechtlichen zu schauen ;) Ein bisschen mehr Bewusstsein dafür wäre schon toll.

Mona, das stimmt leider, gerade die Textilindustrie ist die Vorzeigeindustrie für Ausbeutung schlechthin. Auch Nike und ähnliche haben da nicht schlecht mitgespielt. Danke für den Link, das werde ich mir gleich mal durchlesen!! Wünsche dir auch einen schönen Feiertag =)

Linho, ich meinte das ja auch, dass man nirgendwo mehr mit "guten Gewissen" einkaufen kann ohne vielleicht sein ganzes Monatsgehalt für fair trade, organisch, ökologisch, vegan und bio auszugeben... Natürlich ist das unrealistisch, aber es ist es wert es wenigstens anzustreben. Ich rede nicht von Ausbeutung an sich, diese wird es IMMER geben, Opportunisten und Geldmacherei werden immer sehr dominant in der Welt sein. Aber vielmehr ging es mir um das Gewissen und die Ethik der Firmen und wie lange solche großen Player noch bei der Ausbeutung mitmachen wollen. In der Schule haben wir oft im Erdkundeunterricht so etwas behandelt. Blog doch ruhig darüber, wenn es dich beschäftigt! Zum L'Oreal Konzern gehören SEHR viele Marken, informiere dich mal, wer da alles bei denen wohnt und du wirst erstaunt sein! Alternativen sind ja leider oft nicht rentabel, da teurer, aber ich denke, dass viele Unternehmen auf einem guten Weg sind. Und danke für die Liebeserklärung :))) *hihi*

1. November 2010 um 15:03

ich muss sagen, dass ich z.b. nicht bei kik einkaufe (da hab ich schon zuviel schlechtes gelesen) aber dass ich jetzt konkret schaue, was macht welche firma und danach einkaufe, kann ich nicht behaupten...

bei kosmetik hat sich der trend öko/NK ja schon sehr durchgesetzt, aber z.b. bei klamotten noch nicht so. solang die auswahl so klein ist, fällt es einem schwer kosequent einzukaufen finde ich...
(ein teufelskreis, ich weiß, irendwo/wer muss (man) ja anfangen)

1. November 2010 um 15:03

Hmm, das ist schon was! Ich finde es vor allem beängstigend und bedenkenswert, dass der Verbraucher letztendlich diese Zustände verursacht. Alles muss schneller, billiger und bequemer sein. Da herrscht ein Krieg um jeden Euro! Die kleinen Geschäfte sterben aus und die großen Konzerne werden immer größer und größer! Ich selbst kaufe nicht bei Kik, aber auch nicht beim Hanfstricköko nebenan :D! Ich kenne viele Familien die sich nichts anderes leisten können (Beruf meiner Mutter, die sozial schwache Familien betreut).
Jede große Firma muss irgendwas tun um so groß zu werden und zu bleiben anders geht das heute nicht mehr. Ich will nicht immer wissen was das ist, und manchmal behalte ich mir einfach ein romantisches, naives Bild ala "die verkaufen so gut weil sie einfach toll sind"!
Sofern mein Budget es zulässt, achte ich auf solche Dinge. Handelt es sich um Kosmetik achte ich auf die Verträglichkeit! Würde ich eine Alverde Creme vertragen wäre das ein Traum! Leider ist die beste Creme für mich eine von Vichy und meine Gesundheit geht dann vor (ich hab Problemhaut, sonst würde ich mich auch nicht so anstellen :D).
Mit wenigen Ausnahmen zahlt man ziemlich viel für ein gutes Gewissen beim Einkauf! Und da bin ich als Studentin sehr schnell an meinen Grenzen.
Ich hoffe inständig, dass sich dieser "Trend" erschöpft, wir wieder in kleinen putzigen Läden einkaufen gehen und uns keine Sorgen machen müssen, dass uns selbst oder einem feröstlichen Kind irgenwas abfault weil Qualität und verantworungsbewusstes Produzieren irgedwann nur noch Theorie sind!
Ich wünsche einen schönen Feiertag, ich hab nämlich auch frei hihi!

1. November 2010 um 15:07

Ne ne Pinkgirl, also ich habe KIK nicht verteufelt, und auch in meinem Post fielen nirgendwo die Wörter Kinderarbeit oder Unterbezahlung. Ich möchte gar keine Grundsatzdiskussion über die wirtschaftlichen Vorgänge der Globalisierung lostreten. Mir ging es vielmehr darum, dass viele Verbraucher beim Einkaufen eine gewissen Moral an den Tag bringen, und dass viele Unternehmen das leider nicht haben bei der Herstellung ihrer Produkte, oder generell in ihrer Unternehmenspolitik. Dass große Sportfirmen wie Nike selbiges getan haben, ist bekannt, und sie haben aufgrund von öffentlichem Druck nachgegeben. Wie ich aber bereits sagte: Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Es gibt nur nur "hochwertige handmanufakture Produkte aus Italien" oder "billig lohngedumpte Scheiße aus Asien". Es gibt feine Unterschiede in Arbeitsbedingungen, Bezahlung, soziale Sicherheit, Boni, etc. und KIK rangiert da ganz ganz unten.

Bei Douglas glaube ich nicht, dass sie unter Druck gesetzt werden sondern einfach ihren Job erledigen oder einfach überengagiert sind. Dass sie aber ne Klatsche kriegen, wenn sie nicht genug verkaufen, glaube ich nicht.

Haha, also ich habe nie behauptet, dass es so einfach wäre mit diesen drei Beispielen. Und ich glaube auch nicht, dass jemand so blauäugig ist nach dem Lesen des Posts zu denken, dass es die einzigen drei Firmen auf der Welt sind bei denen die Moral in Frage gestellt werden muss. Die Prozesse und Interdependenzen sind viel komplexer und tiefgründiger und dass ich mit einem einzigen Blogpost, egal wie lang er ist oder wieviele Beispiele er beinhaltet, wird es nicht "getan" sein. Habe auch nicht den Anspruch gestell die Welt zu verändern, sondern lediglich das Thema anzuschneiden, was mich beschäftigt.

1. November 2010 um 15:12

Wenn Unternehmen Sachen produzieren oder verkaufen mit denen ich nicht Einverstanden bin, sei es durch Tierversuche oder Ausbeutung, dann kauf ich da nicht mehr ein. Schluss.
Da können die noch so viel Werbung machen oder Angebote raus schießen. Die können mich mal!

1. November 2010 um 15:25

was genau meinst du mit

Zitat:"L'Oréal betreibt bis heute bekannterweise Tierversuche, die ich selber lange Zeit als notwendig und wissenschaftlich fundiert gesehen habe."

ich glaub ich habe es nicht richtig verstanden.

1. November 2010 um 15:26

das von lush wusste ich nicht, aber ich finde das jetzt auch nicht sonderlich auffallend, denn heuzutage ist das ja in fast jedem job so, dass du krass unter druck stehst. beui mir musste mein verkaufsgbiet auch immer gute zahlen aufweisen, und bei gröberen fehlern wurde auch mit abmahnungen gedroht.. also von daher finde ich das recht normal.

1. November 2010 um 15:27

Nuran, das heißt, dass ich lange Zeit Tierversuche in Ordnung fand - nicht gutheißen, aber dass ich es akzeptiert habe und die Firmen nicht in Frage gestellt habe, die es getan haben.

Isabel
1. November 2010 um 15:33

Klasse Post, Kompliment dafür :)
Dass KIK in Indien produziert, war mir gar nicht so richtig bewusst. Jetzt, wo du es sagst, ist es klar, aber hab da nie groß drüber nachgedacht. Als ich dort zum Vorstellungsgespräch war, hieß es "die niedrigen Preise kommen u.a. dadurch, dass wir keine Musik/hübsche Deko/anderen Krimskrams im Laden haben". An die Azubis wurden auch hohe Anforderungen gestellt (nach ein paar Monaten schon eigene Filiale führen).
Zu dem Verkaufsdruck bei Lush: hab ich schonmal gelesen und hab ich bei dem einzigen Mal, das ich in ner Lushfiliale war, extrem gemerkt. Der Verkäufer war sehr nett und hochmotiviert und wollte mir immer mehr und mehr zeigen, als ich schon längst in Richtung Kasse dackelte, er kam mir sogar leicht panisch vor^^
Entschuldige den langen Kommentar, aber ich wollte auch meinen Senf dazugeben :D

1. November 2010 um 16:03

Hey im ARD kam letztens eine Reportage über KIK (vielleicht ist sie noch über die Mediathek zu finden). Sie war ziemlich schockierend- in diesem Laden werde ich nichts mehr kaufen, genausowenig untersütze ich L'oréal - nicht nur wegen den Tierversuchen sondern auch wegen des schlechten Preis-Leistungs-Verhältnisses.
Toller Post!

1. November 2010 um 16:14

Also ich reihe mich mal ein und sage: DANKE für diesen tollen post! Ich freue mich immer, wenn auf all den Blogs in meiner Blogroll auch nachdenkliche, kritische postings geschrieben werden, denn es ist SO wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, WIR sind die junge Generation und WIR können mit unserem Kaufverhalten etwas ändern!

1. November 2010 um 16:23

Das mit Lush schockt mich jetzt schon ein bisschen, das war mir gar nicht bewusst!

1. November 2010 um 16:42

Sehr schöner Post, das über Lush war mir noch nicht bekannt!
Ich finde es auch schwer, mit reinem Gewissen zu kaufen. Wenn mein Geldbeutel es zulässt, achte ich schon darauf, nicht von solchen Firmen zu kaufen. Aber ich möchte gar nicht wissen, wieviele Sachen ich dennoch zuhause habe, die unter schlechten Bedingungen hergestellt wurden. Es fehlt sehr oft die Transparenz bzw. geht man einfach einkaufen, ohne sich vorher großartig zu informieren.

1. November 2010 um 16:56

Zu KIK habe ich mal diese Reportage auf meiner Facebook-Seite veröffentlich:

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5063630

Das Ding ist ja nun auch, solche Dokus gibt es zu so vielen Herstellern und teuer heißt weiß Gott nicht engagiert, ABER ich denke, dass wir nicht in Utopia leben und billige Preise durch nur durch gute Logistik entstehen, können wir uns alle zusammenreimen.

Mich beschäftigt das Thema eigentlich sehr, aber ich finde es unheimlich schwierig, weil es so unheimlich verwirrend ist. Und man muss sich dann ja auch immer vor Augen führen, dass es nichts ist, auf das Firmen stolz sind und je "reicher" ein Unternehmen, umso einfacher dürfte es sein solche Zustände zu verschleiern. Denn dort, wo solche Löhne, wenn man davon überhaupt sprechen kann, möglich sind, dort ist Korruption Standard.

Ich glaube, es gibt niemanden und auch keine Quelle, bei der man wirklich Transparenz erwarten könnte. Ich finde es v.a. auch als jemand mit einer gewisen Reichweite sehr schwierig darüber zu sprechen, dann meine Erfahrung ist, man wird absolut falsch verstanden - auch von denen, die es gut meinen. Man nennt einen Namen, den man für sich entschieden hat zu meiden, und ab dann wird man bombardiert. Aber seinlassen is nich...

Wenn man über Umstände weiß, sollte man berichten, aber ich persönlich würde so etwas niemals ohen QUellenangaben machen.

Was aktuell in Deutschland vor sich geht mit dem Lohn-Niveau für v.a. Nichtfacharbeiter ist eine Schande.

1. November 2010 um 17:27

Ich habe eine Freundin und die arbeitet neben ihrem Studium bei Lush.
Wenn ihr ein Arbeitsplatz nicht gefällt, dann geht sie sofort wieder, da ihr dieser zusätzliche Stress doch zuviel wäre.
Bis jetzt habe ich nur positives von ihr gehört, alleine das "Bewerbungsgespräch" war schon ziemlich locker.
Sie kriegt dauerhaft Rabatte und darf sich oft auch etwas umsonst für sich mitnehmen. Als Willkommensgruß hat man ihr ein Paket mit mehreren Lushprodukten geschenkt.

Anonym
1. November 2010 um 18:49

also, ich bekomme meist schon beim betreten von kik-läden atemnot. ich habe keine ahnung, aber irgendwelche texilfarbgerüche tun mir überhaupt nicht gut. in so weit würde ich niemals kleidung bei kik kaufen. gelegentlich mal weihnachtsdeko, die natürlich auch in meiner wohnung ist...

was lush angeht, kaufe ich dort sehr wenig aufgrund der für meinen geschmack völlig überzogenen preise. klar, manches riecht total gut, vieles aber auch seltsam. außerdem geht mir dort die 100 g politik auf den geist. ich würde sicherlich mehr kaufen bzw. ausprobieren und dann später vielleicht kaufen, wenn man statt 6-10€ 3-5€ bezahlen würde.

was kosmetik angeht, werden wir in deutschland sowieso unglaublich abgezockt und verarscht.

ich bin der ganz persönlichen meinung, dass absprachen mit douglas z.b.verhindern, dass sehphora auf den deutschen markt drängt und man vielleicht einiges bekommen könnte, wofür man sonst nach holland/frankreich fahren muss.

danke douglas!!! dadurch könnt ihr weiter viel minderwertige schrott für teures geld verkaufen, weil viele leute einfach nicht wissen, wie sie bessere alternativen bekommen.

ich erinnere ebenfalls nur an "the cosmetic company outlets" in den usa, wo vieles für 50% der hier geforderten preise verkauft wird. in so fern paßt lush`s preispolitik ins konzept.

bleibt also nur, als mündiger kunde zu reagieren und nichts zu kaufen oder im ausland zu bestellen.

1. November 2010 um 19:07

Bis auf die Sache bei Lush war mir das ganze schon bekannt und deswegen kaufe ich da auch nichts. Bei den ganzen Tochterfirmen von L'oreal blick ich allerdings nicht so ganz durch, deswegen passierts, dass ich manchmal erst hinterher merke, was ich da gekauft hab. L'oreal ist aber auch nicht die einzige Marke mit Tierversuchen. Die ganzen High-End Produkte sind ja eigentlich genauso. Und Kik boykottier ich sowieso.

Anonym
1. November 2010 um 19:29

Das was KIK macht finde ich unterste Schublade !! Die Arbeitsbedingungen in Indien oder wo auch immer sind richtig mies :(

1. November 2010 um 19:39

Bei KIK würde ich eh nie was zum Anziehen kaufen, ich wette die Sachen sind total giftig, bzw. gesundheitsschädlich.
Von L´oreal etc. kaufe ich eigentlich auch nichts mehr, wegen den Tierversuchen. Habe ich früher aber auch nicht viel gemacht, nur The Bodyshop finde ich eigentlich toll :(
Und das mit Lush wusste ich nicht, ich habe mich immer gewundert warum die so übereifrig sind und habe oft genervt das Geschäft verlassen. Ich denke aber, dass es solche Druckmittel auch bei anderen Unternehmen gibt, leider!
Danke für den interessanten Post! LG :)

1. November 2010 um 20:24

Also das mit Lush ist mir neu. Vorallem da die mir immer ohne Ende Proben mitgeben und mir nie was verkaufen wollen. Ich erinnern mich noch an meinen ersten Lush Besuch wo sie zu mir meinte ich geb dir lieber eine Probe mit und teste dann mal für dich aus ob du es wirklich brauchst und auf mich zugeschossen kommen die auch nie.
Da find ich S.Oliver viel krasser. Eine Komilitonin von mir abreitet da und die hat immer einen Aufpasser neben sich stehn, der ihr jede Stunde erzählt wieviel sie verkauft hat und wieviel sie noch verkaufen musst. Da müssen 400€ Arbeitskräfte übrigens genauso viel verkaufen wie fest Angestellte. Mal ganz davon ab, dass die Qualität mal grad 5€ wert ist.
Ist genauso wie man weiß das Bio Baumwolle von Kinderarbeiter gepflügt wird. Wird trotzdem teuer verschachert und die Leute reißen es den Verkäufern aus den Händen.
Ich dachte Maybelline sind die mit den Tierversuchen? Ô___o

1. November 2010 um 20:29

Ich gebe dir vollkommen Recht. Aber ich meine, so ziemlich alle Firmen haben irgendwie Dreck am Stecken (sonst ist entweder die Qualität schlecht oder der Preis sehr hoch), kommt man da heute eigentlich als Beauty- und Modejunkie noch drummherum?

1. November 2010 um 21:37

Super Blog und super Themen die du immer ansprichst! Daher hab ich einen Blogaward an dich weitergegeben.
http://sirfine.blogspot.com/2010/11/ich-kipp-aus-den-latschen.html

Du bekommst wahrscheinlich 10 am Tag aber ich hoffe du freust dich trotzdem ein wenig.
LG Jan

1. November 2010 um 22:09

Interessanter Blogbeitrag. :)

Mitarbeiter werden nicht nur bei Lush unter Druck gesetzt. Überall ist das so. Bei den einen mehr, bei den anderen weniger.
Leider gerät sowas halt weniger an die Öffentlichkeit, sodass wir als Endverbraucher meist eigentlich keine Ahnung haben, wie es hinter den Türen aussieht. Überall fehlt irgendwo eine gewisse Transparenz, was die meisten Kunden blind sein lässt und die es traurigerweise meist kaum kümmert.

1. November 2010 um 23:26

Was speziell KIK angeht, ich habe die von Magi verlinkte Doku damals auch zur Gänze gesehen und mich vor allem über die bewußte Ignoranz und Arroganz vom KiK Chef (Name kann man ja googlen) und dem Testemonial Verena Pooth geärgert. Ich habe bei KiK früher einige Male gestöbert, und einmal T-Shirts gekauft, konnte mich aber in dem Laden keine Minute länger aufhalten, da mir immer wieder übel wurde. (von der Chemie dort, was auch immer)

KiK ist nicht der einzige dessen Firmen - u. Personalpolitik fragwürdig ist, das ist eh kein Geheimnis. Aber KiK ist mitunter einer derjenigen, der sich auch noch mit "•Wir engagieren uns sozial" rühmt, und das ist zum kotzen, verlogen und überhaupt! Einer von vielen, aber einer der die Ignoranz dahingehend auch noch medial nach aussen vertreten hat.
http://www.kik-textilien.com/ueber-kik/verantwortung/

Bei LUSH habe ich noch was gekauft, die Hintergründe waren mir bislang unbekannt.

L'oreal selbst hat eine sehr gefächerte Marktverbreitung, ich finde es schwierig das bei diesem Konzern einzugrenzen. Und was Tierversuche angeht, gibt es mittlerweile Verzeichnislisten online, in denen man sich über Firmen informieren kann, die gänzlich auf Tierversuche verzichten. Solche Themen sollten immer wieder angesprochen werden, und nicht nur in Sachen Klamotten und Kosmetik.

Habt ihr die ARD Themenwoche letztens verfolgt, wieviele Lebensmittel täglich (!) auf dem Müll landen, nur weil wir alle im Wohlstand leben, alle, auch wenn manche meinen weniger zu haben, wir haben noch immer zuviel. Immerhin soviel zuviel, dass sich unsere Gesellschaft diese abartige Verschwendung leisten kann.

http://web.ard.de/themenwoche_2010/?p=1486

Sich das mal ansehen, Leute es ist unfassbar, was sich auf dem Sektor abspielt!

1. November 2010 um 23:55

die arbeitsbedingungen sind im einzelhandel allgemein nicht die besten.. da gibts kaum ausnahmen.
lush hatte in D mal einen mehr oder weniger heftigen skandal bzgl mitarbeiter-handling.. mittlerweile soll sich das aber massiv verbessert haben - in Ö kann läufts jedenfalls ordentlich anders.. klar sollen umsätze erreicht werden, aber das ist ja überall so.. druck ist immer da, wenn man im verkauf tätig ist. douglas ist da auch ganz schlimm bei uns.

2. November 2010 um 01:23

Also ich habe 2 Jahre bei Lush gearbeitet & dass Du sowas schreibst halte ich für Quatsch! Bei uns wurde NIEMANDEM mit Kündigung, Abmahnung oder ähnlichem gedroht!
Das Firmen von Mitarbeitern gute Verkaufszahlen verlangen ist wohl nicht verwerfliches, aber das bei Lush mit Kündigungsdrohungen Druck gemacht wird stimmt nicht! Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen!

2. November 2010 um 01:30

Also, jetzt wo ich die ganzen Kommentare durchgelesen habe, bin ich erst Recht der Meinung, dass Du den zu LUSH zurück nehmen musst. Ich weiß nicht, ob Du da einen Einzelfall aus einer Filiale gehört hast, oder worauf Du diese Aussage basiert?
Wenn es mir dort nicht gefallen hätte & ich mich unter Druck gesetzt gefühlt hätte, wäre ich keine 2 Jahre dort geblieben. In einer Großstadt findet man immer einen Job!
Ich finde es absolut nicht angemessen Lush unberechtigt zu denunzieren. Vor allem, weil einige Deiner Leser jetzt wohl denken, dass sei wirklich allgemein der Fall!

Julia
2. November 2010 um 11:39

My private Jet hat schon recht, wenn sie sagt, dass man nicht so leicht in schwarz und weiß unterscheiden kann. Gerade heute bei der Globalisierung und auch vielen Zulieferen, kann man wirklich nur teilweise nachvollziehen unter welchen Bedingungen jetzt die einzelnen Komponenten hergestellt wurden. Selbst bei teurer handgefertigter Kleidung kann man sich nicht sicher sein. Vielleicht hat jemand von euch schon mal das Buch Gomorrha gelesen, die Bedingungen unter denen Haute Couture in Italien hergestellt wird, sollen auch nicht gerade rosig sein. Viele Schneidereien werden von der Mafia kontrolliert und die Schneider dort arbeiten schwarz und für einen Hungerlohn.

2. November 2010 um 15:42

Tierversuche gehören für mich nicht in die Kosmetikindustrie. Dass sie medizinisch notwendig sind, ok. Aber Tiere dafür zu missbrauchen, um zu gucken, dass Mutti zu Hause nicht von der 100. verbesserten Mascara Ausschlag kriegt, ist für mich mit nichts zu rechtfertigen. Daher meide ich L´oreal und deren Tochterkonzerne schon seit Jahren. ;) Schön, dass durch diesen Post vielen die Augen geöffnet werden.
Es ist manchmal unerträglich, was in der Welt alles abläuft. Sei es, dass Menschen in anderen Ländern ausgebeutet werden oder hierzulande Lebensmittel weggeworfen werden.

2. November 2010 um 15:43

KIK kauft oftmals auch Produkte anderer Klamottenläden auf und verkauft dann die Reste. Nicht selten Sammeln sie Restposten aus mehreren Ländern und verteilen sie auf die Filialen.

Das Problem ist aber nicht KIK selbst, sondern unsere Gesellschaft, die Menschen dazu bringt, in solchen Geschäften einkaufen zu müssen, weil sie keine andere Wahl haben.

Das H&M Produkte mit Kinderarbeit hat herstellen lassen wurde nachgewiesen. Dazu lief mal vor Jahren eine interessante Spiegel Reportage wo sie in die Länder gefahren sind und Kinder, die gerade Palietten an T-Shirts nähten aus den Fabriken herausgeholt haben. H&M hat sich selbst dazu nie eindeutig geäußert und ob die Produktionsvorgänge andere sind, weiß niemand.
Aber ob man nun bei H&M oder KIK kauft. Die Opfer werden die gleichen sein, da die Kinder in diesen Ländern nicht für eine spezifische Kette arbeiten, sondern für mehrere.

Das mit Lush wusste ich nicht, aber es überrascht mich ehrlich gesagt auch nicht. Je sauberer (haha grandioser Wortwitz bei ner Seifenbude) das Image einer Firma ist, desto skeptischer werde ich. Keine Firma existiert nur um Leuten was gutes zu tun.

Aber wie sagt man so schön "Don't hate the player, hate the game". Solang wir mit unserer Gesellschaft und unserem Konsum Platz für solche Firmen schaffen, werden sie auch exisiteren. Da an gute Gewissen zu appellieren sollte man direkt mal lassen. Das ist vergebene Liebesmüh.

2. November 2010 um 18:56

Isabel, danke! Und keine Entschuldigung für lange Kommentare, ich mag lange Kommentare mit Essenz sehr sehr gerne :) Natürlich spart Kik mit Sicherheit auch Geld damit, dass sie all den Krimskrams im Laden weglassen und auch den Mitarbeitern in Deutschland sehr wenig Lohn zahlen. Aber die kleine Gewinnspanne langt denen wohl nicht.

Dekorako, danke, ich habe die Reportage auch gesehen. Ist schon heftig, vor allem, wie sich Verona Pooth und der Kik Macker da rausreden... das ist schon ärmlich. Dann sollen sie doch wenigstens irgendwas Doofes sagen, aber einfach ignorieren ist wirklich schwach. Danke!

Jella, danke, großartige Worte! Die Konsumenten können so viel ändern, haben sehr viel Kraft, welche auch manchmal genutzt werden sollte. Dass man nicht alles auf der Welt verbessern kann, ist schon klar, aber wieso nicht mal die Stimme erheben, wenn man eine hat?!

Merlindora, natürlich kann man das nie ausschließen... man kann und will schließlich nicht bei jeder fusseligen Scheiße, die man kauft, darauf achten müssen, ob man es wirklich kaufen kann oder nicht. Aber bei den großen Firmen erwarte ich mir etwas mehr moralischen Einsatz, denn sie müssen sich auch bewusst sein, dass sie eine Menge Verantwortung haben.

Anonym, Sephora war doch mal auf dem deutschen Markt, ich kann mich an einige Läden erinnern. Aber du hast schon Recht, Douglas hält hier ein Monopol, was es Sephora wahrscheinlich sehr schwer gemacht hat überhaupt in den Markt zu kommen. Aber es kann ja auch sein, dass es sich nicht für Sephora gelohnt hat, da deutsche Frauen im Durchschnitt immer noch nicht so kosmetikaffin sind.

Vampy, ich habe ja nicht behauptet, dass LUSH der einzige Laden ist, bei dem es solche Arbeitsbedingungen gibt. Es gibt oft Einzelhandelsketten, die so agieren, und dennoch kann ich bei keinem gut heißen. Nur weil "überall eine gewisse Transparenz" fehlt heißt es noch lange nicht, dass man es so hinnehmen muss.

Danke für den Link, MrsPetruschka!! Das ist ja auch noch unter aller Sau, dass die sich den sozialen Schuh anziehen! Die Situation mit den Lebensmitteln war mir schon bekannt, aber leider regiert Geld nun mal die Welt. Ich kann das verstehen (aber nicht gutheißen), aus welchen Gründen die Firmen und Supermärkte die Nahrung wegwerfen, aber es ist eine andere Schublade die Gewinnspanne zu maximieren auf Kosten ALLER: der Mitarbeiter, der Qualität, der Kunden, etc. Soweit ich das verstehe hat das mit der Nahrung einen anderen Beweggrund... ist aber auch eine andere Kiste als mit Produkten des anderen Bedarfs.

Hallo Lotte, dann hast du vielleicht in deinem Store Glück gehabt und es ist nicht die Norm, dass Druck als alltägliches Mittel gegen Mitarbeiter angewandt wird. Ich kenne auch jemanden, der bei Lush gearbeitet hat, und sie hat auch nichts von fiesen Umständen erzählt. Aber meine "Quelle" ist diese hier: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kultkette-lush-gut-zu-tieren-hart-zu-mitarbeitern-1.816185
Es geht mir nicht ums Schlechtreden oder ähnliches, aber wie gesagt, man kann sowas natürlich auch nicht immer pauschalisieren. Aber in dem Artikel las es sich schon relativ heftig.

Ricarda - das ist es ja, was ich meine! Corporate moral responsibility and the ethics of product usage!! Die Firmen müssen erkennen, dass es sich richtig LOHNT moralisch zu handeln, auch wenn nicht unbedingt immer ökonomisch!! Aber sowas wertet unheimlich im Image auf und verbessert ebenfalls die Moral der Mitarbeiter. Abgesehen davon, dass man nachts vielleicht besser schlafen kann. Ich würde nicht immer die Gesellschaft dafür blamen, natürlich hast du im Großen und Ganzen recht, aber ich finde, man muss den Finger da ansetzen, wo auch etwas geändert werden kann. Gesellschaft an sich als Großes ist wohl schwerer umzuerziehen als einige Top Manager einer Firma (ähh, zumindest rein theoretisch).

2. November 2010 um 19:12

Über die krasse Situation bei Lush war heute in der Financial Times ein langer und sehr guter Artikel. Habe daraufhin beschlossen, Lush zu boykottieren. Denn die Qualität hat mich noch nie überzeugt, die Preise für diese mindere Qualität fand ich schon immer überzogen und deswegen werd ich wohl nie mehr nen Fuß in den Laden setzen (u.a. auch wegen den brutalen Gerüchen da drin).

Anonym
2. November 2010 um 21:15

Guter Artikel!
Und die Zustände bei Lush kann ich 100%ig bestätigen, gerade unter der ehemaligen Geschäftsführung war es ganz schlimm. Angeschrien und fertiggemacht wurden die Mitarbeiter. Da Lotte das Gegenteil berichtet, kann ich nur vermuten, daß sie großes Glück hatte und sich die Filialleitung stark gemacht hat, um den Druck abzuwehren (oder daß sie in München oder HH gearbeitet hat, wo die Läden quasi von allein laufen aufgrund mangelnder Alternativen für die Kunden). Gibt es zu dem Artikel in der Financial Times einen Link? Würde mich interessieren.
Fakt ist, daß Lush sich an allen Kunden eine goldene Nase verdient, die glauben, sie würden mit dem Kauf der Produkte dort eine gute Firmenphilosophie oder gute Produkte unterstützen o.ä. Schaut euch mal die Incis an, das ist teilweise das Letzte...

2. November 2010 um 22:17

Wahrscheinlich ist es aber nur die Gesellschaft, die den nötigen Druck auf die Firmen ausüben kann um sie so zum Handeln zu zwingen, denn wenn das Geld weiter fließt, werden die Firmen keinen Anlass zum Handeln sehen, außer es ist in irgendeiner Form werbewirksam.

zB die Marke/Firma Manomama die nachhaltig, ökologisch und verantwortungsbewusste Klamotten herstellen. Finde ich lobenswert und ich kann persönlich dieses Projekt nur unterstützen, ABER schauen wir uns die Zustände mal an. Gerade Familien mit vielen Kindern und normal(niedrigen) Gehältern können dann nicht mal eben alle Kinder gleichzeitig einkleiden, weil die Preise im Vergleich zur nicht nachhaltig produzierenden Konkurrenz teurer sind und man für das gleiche Geld quantitativ weniger Ware bekommt. Ich will damit nicht sagen, dass nachhaltig produzierte Ware zu teuer ist, im Gegenteil. Ich will damit nur sagen, dass den Familien mehr Geld in die Hand gegeben werden müsste, damit sie ohne große finanzielle Schmerzen auch reinen Gewissens solche Firmen unterstützen können. Und genau da ist der Knackpunkt.

Zum anderen ist es schwer, Firmen zu finden, hinter deren Saubermann Image keine Leiche im Keller verborgen ist. Sowas findet man ja meist viel zu spät heraus.

Tja und eins hat man bei der KIK Debatte gemerkt. Über Firmen zu wettern, bei denen man nicht selbst einkauft und deren Image sowieso eher auf "Hartz4" Niveau gesehen wird, ist viel einfacher als bei denen, wo man selbst viel einkauft.
Kritische H&M Beiträge habe ich bisher nie in irgendwelchen Blogs gesehen. Nur Einkaufstourberichte.

Dass du das Thema Lush hier aufgreifst, finde ich übrigens sehr bemerkenswert. Viele würden sich in ihren Blogs nicht einmal trauen den heiligen L-Namen mit etwas negativen in Verbindung zu bringen. Da tun so ehrliche kritische Worte wie die deinen sehr gut.

3. November 2010 um 16:03

Zu LUSH habe ich eben diesen Artikel gefunden, allerdings schon älter.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kultkette-lush-gut-zu-tieren-hart-zu-mitarbeitern-1.816185

Anonym
3. November 2010 um 17:21

Hier ist der aktuelle Artikel:
http://www.t-online-business.de/lush-eine-schmierige-naturkosmetikkette-/id_43325324/index

3. November 2010 um 18:08

Eigentlich darf man überhaupt nix mehr in Läden kaufen.. Keine Kosmetik, keine Klamotten, keine Lebensmittel, keine Handys.. überall werden die Mitarbeiter unter Druck gesetzt..

3. November 2010 um 20:01

Habe die Artiekl als Quellenangaben hinzugefügt, viele dank. Das waren auch die 2, die ich kannte und darauf basierte dieser Post auch primär.

5. November 2010 um 07:19

dein vorwurf gegen lush begründest du mit quellen, in denen es um aussagen von ehemaligen mitarbeitern geht. frage: du hättest dich unschön von deinem freund getrennt, redest du jetzt gut über deinen ex? ich arbeite bei lush und kann diese aussagen in keinster weise bestätigen. Jeder Laden hat ein soll, was am tag am besten zu erreichen ist ohne das der laden sich einfach nicht halten kann. schließlich muss miete, wasser strom und mitarbeiter bezahlt werden. ich finde es echt traurig dass du das nur auf lush schiebst, als wären sie der einzige laden der sich finanzieren muss.
bei allen aktionen die es bisher gab hat man mir gesagt "du kannst gerne so und so kommen, aber wenn du dich mit deinen normalen sachen wohler fühlst, zieh die an." so. was is daran unfreiwillig? sehr sehr traurig.

5. November 2010 um 11:50

Also ich finde das keinesfalls traurig. Da muss ich die Zicke doch wirklich in Schutz nehmen und sagen, dass es nur gut ist, dass jemand so etwas anspricht, damit man sensibilisiert wird. Und auch, wenn die Vorwürfe nur bedingt richtig seien, ist auch Provokation ein wichtiges Mittel zu diesem Zweck.

ABER es gibt viele Ex-Angestellte auf diesem Planeten. Jeder hat sozusagen das Potenzial seinen ehemaligen Arbeitgeber anzupinkeln. Dass hier einige herausstechen, mögen es auch nur EInzelfälle sein, zeugt von einem überdurchschnittlichen Frust. Und sorry, wer geht denn bitte schön GERN, und freiwillig für seinen Arbeitgeber nackt auf die Straße? Auch wenn man eine Veranlagung dafür hat, würde ich so etwas nicht machen, damit ein reicher Futzi daraus Kohle scheffelt sondern in meiner Freizeit.

5. November 2010 um 17:12

ich bin nicht grundsätzlich gegen provokation, nur gegen falsche vorwürfe. steht ja auch in vielen posts, dass kaum jemand von der "sache mit lush" wusste. ich persönlich stehe unter gar keinem druck viel zu verkaufen und ich denke ich spreche da für alle mitarbeiter die in dem gleichen laden arbeiten wie ich. mir macht es eigentlich spaß, ich habe da diesen job weil ich selbst von den produkten überzeugt bin und das gerne an andere weiter geben möchte. schade, wenn es mit druck vom arbeitgeber verwechselt wird.
wie du schon sagtest, provokant. das war auch der zweck von der "nackt" aktion gegen überflüssiges verpackungsmaterial. da scheiden sich wohl die geister drüber, aber das ist ja auch nicht schlimm an sich. das will man damit ja bestimmt bezwecken. ich kann wohl nicht für lush auf der ganzen welt sprechen sondern jetzt nur ganz klein von dem laden in dem ich arbeite. die atmosphäre ist toll und es macht spaß, wenn jemand sich genötigt oder gekränkt fühlt kann er ja gehn.
zuerst der lush hype und jetzt das "lush schlecht machen" was ich an vielen stellen sehe. naja, es muss jeder selbst wissen. ich finds nur traurig.
ich wollte die "Zicke" mit meinem post nicht angreifen, sorry wenn das falsch rüber gekommen ist.

5. November 2010 um 20:42

Krasse Diskussion, die du da angeregt hast. ;) Also ich finde, du hast absolut nichts und niemanden diskriminiert, ich steh halt auf Lush und kauf da bestimmt auch weiterhin viel Unnützes, die Geschichten mit diesen Verkaufspraktiken (Produkte vor die Brüste halten... LOL) fand ich einfach nur zum schießen.

Und der Titel... Königlich. Da wären die ganzen Nasen in meinen Seminaren nicht in der Lage zu. Ich auch nicht. ;)

Danke für den Post!

5. November 2010 um 21:38

Das mit Lush wusste ich auch noch gar nicht! Interessanter Artikel, danke dafür :)

Ich selbst boykottiere Schlecker. Wie die ihre Mitarbeiter unter Druck setzten geht auf keine Kuhhaut... Uns wenns die einzige Drogerie in der Stadt wäre, niemals nicht...!

5. November 2010 um 21:57

Hallo Erdbeerchen. Also, die Masse der ehemaligen Mitarbeiter, die diese Aussagen bestätigen, sind schon herausragend und das ist der Grund, wieso ich das für bare Münze nehme! Ich verstehe deine Beweggründe, wenn du so ein Beispiel wie mit dem Exfreund anführst, aber dennoch werde sich die Ex-Mitarbeiter nicht in der Masse abgesprochen haben, welche fiesen Lügen sie über die interne Firmenpolitik verbreiten werden.

Mir ist klar, dass jede Fililale jedes Unternehmens anhand von Marketinginformation und Analyseprogrammen, basierend auf vorhergegangenen Daten, genau ausrechnen kann, wieviel reinkommen sollte und wieviele HÄTTE reinkommen sollen. Und damit zeige ich nicht bewusst auf Lush - was allerdings das "Erschreckende" bei Lush ist, ist dass sie sich nach außen hin einfach ganz anders geben und so ein Saubermann-Image haben. Abgesehen davon, du hast in einer Fililale gearbeitet von wievielen Filialen, die Lush global bestitzt? Auch deine Beobachtungen nehmen nicht die Dimensionen an, als dass sie repräsentativ seien. - Du sagst es ja selber, du sprichst für die, pi mal Daumen 20-30 Mitarbeiter deiner Filiale. Naja, für wie fundiert hälst du die eigene Aussage dann, wenn du das auf nur 30 zufriedene Mitarbeiter beziehst?

Du hast mich nicht angegriffen, und ich will auch dich nicht angreifen - ich finde es toll, dass wir hier alle relativ sachlich darüber diskutieren können ohne dass gemeine und unsachliche Worte fallen. Wie gesagt, es ist generell sehr schwer abzustempeln "Guter Arbeitgeber" - "Schlechter Arbeitgeber", und das insbesondere bei Global Playern, wo die Mitarbeiterzahlen immens hoch sind und die Aufgaben so divers. Aber - es gibt einfach bestimmte Spielregeln und Richtlinien, und sollte Lush einfach auch nur irgendwo diese Methodiken des Druckaufbaus angewandt haben, dann finde ich das ganz ganz übel.

-- Dass z.B. Börsenmakler und Menschen in der Finanzwelt enorm unter Druck stehen, weil sie jeden Tag mit großen Summen Geld jonglieren müssen, das ist jedem klar. Das ergibt sich aus der Natur des Berufes. ABER - tun die Banken denn so als sei es ein Kinderspiel? Das ist der springende Punkt. Lush soll nicht so tun als seien die Mitarbeiter alle high und peace auf Seife und als ob kleine Feen aus den Ecken der Verkaufsräume springen oder Regenbögen vor lauter Fröhlichkeit an die Wand projiziert werden, wenn es nicht so ist. Und dann noch gepaart mit den unheimlich hohen Preisen und der Qualität mancher Produkte - ne. Ich kann das sehr sehr gut verstehen, dass ihr diejenigen, die dort arbeiten oder gearbeitet haben, das ganz anders sehen und sich in eine verteidigende Position begeben, aber ich finde die Anzeichen auf inkorrekte Behandlungen, Methodiken und Druckaufbau sind einfach sehr erdrückend für Lush.

5. November 2010 um 22:01

Im Übrigen habe ich Lush als Beispiel ausgesucht, da: sehr stark vertreten und hochgelobt in der Beautyszene, da sehr starker Kontrast zwischen Wahrnehmung Kunden und Wahrnehmung einiger (Ex)Mitarbeiter, da sehr starker Fokus der Firma auf Nachhaltigkeit, Tierschutz und Ökologie, aber nicht auf Mitarbeiter, und da relativ unbekannt.

Dass Lidl, Schlecker, Kik, etc. Dreck am stecken haben, oder der L'Oreal Konzern den Tierversuchen nicht abgeneigt sind, ist ja nicht so die unbekannteste Information.

6. November 2010 um 16:52

so hart es klingt: das selbe spiel findest du in 95% ALLER Shoppingläden... H&M ist da übrigens auch sehr... wie soll ich sagen... KRASS... das Wort Mobbing und psychischer Druck hat dort während meiner einzelhandelskarriere eine neue Form bekommen... Orsay etc pp stehen sich auch nichts nach. Douglas-UI... !! Also grundsätzlich kann man wohl sagen hat jede Firma Druck und fast jede Firma hat eine sehr strenge Strategie...
von daher... ich geh trotzdem in die meisten Läden noch. warum? Ja wo soll ich sonst einkaufen :) Lush mag ich durch meine Allergie aber irgendwie hab ich das Gefühl das meine Allergie bei einigen Produkten schlimmer ist als bei den Drogerieartikeln... bis vor kurzem konnte ich noch Ma Bar benutzen. Aber seit neuestem denke ich mich zündet jemand an wenn ich drin sitze und bade :(

Anonym
6. November 2010 um 20:25

Ich arbeite auch seit Jahren bei LUSH und ich kann absolut nichts negatives sagen. Ich kann mich selber sein, man hört mir zu und nimmt mich ernst. Ja ich bin ein Fan der Produkte und ja ich liebe es sie zu verkaufen. Ich kenne auch niemanden der Dinge erlebt hat wie im Artikel erwähnt, den Artikel kann ich überhaupt nicht verstehen. Es müssen wirklich Einzelbeispiele sein, weil sonst wäre mir dies doch schon mal zu Ohren gekommen? Go Naked habe ich ebenfalls mitgemacht, freiwillig! LUSH macht ja nicht nur Kampagnen wo man sich auszieht. Sondern auch andere wie gegen Tiere im Zirkus, gegen Plastiksäcke oder wie in England gegen Fuchsjagd. Diese Dinge wirken sich doch nicht positiv aufs Image aus, eher das Gegenteil. Für mich sind diese Artikel sehr reisserisch, eine gute Geschichte. Aber das LUSH so ist, nein davon bin ich überzeugt, dass das nicht so ist.

6. November 2010 um 20:59

Danke an alle LUSH (Ex)Mitarbeiter, die sich hier mit ausschließlich positiven Erfahrungsberichten geäußert haben! Das beruhigt mich schon ein wenig und gibt mir Grund die negativen Artikel über LUSH noch kritischer zu betrachten. Freut mich sehr für euch, dass ihr dort zufrieden seid und die Horrorstories nicht auf eure Shops zutrifft.

Anonym
6. November 2010 um 23:25

Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing

19. Dezember 2010 um 05:37

Ich hab den Artikel grad durch Zufall gefunden... Und ich bin nun nach Lush bei Walt Disney World am arbeiten.
Soll ich euch mal was verraten? Ich vermisse Lush, und zwar ganz gewaltig!
Mein persoenlicher Eindruck war und ist jetzt im Rueckblick immer noch, dass man wohl einfach der Typ dafuer sein muss. Wenn man nicht hinter den Produkten steht, klar, dann laeuft nichts. Und ohne eine, zugegeben, uebertrieben froehliche Art in der Regel wird das auch nichts. Aber ich hab mich trotzdem eigentlich immer wohlgefuehlt.
Mich ueberrascht es auch, wie es in dem einen Artikel heisst, da sollen Leute gekuendigt werden, weil nicht genug Umsatz passiert- das ist bei uns nie vorgekommen, die Leute sind eigentlich alle freiwillig gegangen- weils halt nicht mehr gepasst hat.
Oder auch unfreiwillig, wie bei einer Kollegin und mir: Auslandsaufenthalte.
Ich bin gerade dabei, zu kaempfen dass ich wieder in meine alte Filiale kann. Da kann ich wenigstens wieder den Freak in mir auch auf der Arbeit rauslassen und wieder professionell Schaum schlagen :P

Oh, und ich war im Uebrigen auch schon in einer anderen Filiale aushelfen, und ich unterhalte mich auch immer wieder mit Mitarbeiterinnen in anderen Filialen wenn ich irgendwo vorbeikomme- klar gibts Unzufriedene. Die gibt es ueberall. Lush zieht glaube ich durch die ganze Art einfach starke Persoenlichkeiten als Mitarbeiter an, und dass die dann auch laut werden wenn ihnen was nicht passt, ist klar.
Ich durfte uebrigens auch einen von den Unzufriedenen in den Artikeln erwaehnten kennen lernen- und das schon bevor ich bei Lush angefangen habe- und der war mir von Anfang an furchtbar unsympathisch!

P.S.: Und jetzt ratet mal, was ich gerade auf meinem Profilbild tue? Na? Bin ich ein armes Kind! ;)

6. Januar 2011 um 12:54

Also ich denke zu der KIK-Sache muss man nichts mehr sagen. Das wissen fast alle. Nur ist es nunmal leider so, dass nahezu alle Kleidungsmarken ihre Ware in Südostasien unter den selben Bedingungen wie KIK produzieren lassen. Und auch diese Methoden wie Spind- und Taschenkontrollen, die Bespitzelung der Mitarbeiter, etc. sind inzwischen in sämtlichen Discountern und großen Ladenketten Gang und Gäbe. Genau so dieser Druck auf die Mitarbeitern wie bei Lush. Was mich da erschreckt ist dieser Sekten-Aspekt der Arbeitsatmosphäre. Wenn du die Produkte, die du verkaufst, nicht heiss und innig liebst, wirst du vom Rest gemobbt. "Ganz normal" Verkäuferin sein scheint mir da gar nicht möglich zu sein.

Anonym
14. Januar 2011 um 01:38

hier ist auch noch etwas dazu:
http://www.zeit.de/2010/44/CH-Lush
ein bißchen merkwürdig finde ich auch, daß hier auf einmal so viele (ex)mitarbeiter von lush auftauchen, die alles toll finden... ;-)

Anonym
1. Februar 2011 um 10:08

Das kommt vielleicht daher, dass viele Lush Mitarbeiter auch beautybegeistert sind und sich deswegen solche Blogs durchlesen.
Ich arbeite auch bei Lush und ich kann nur sagen, dass ich nie zu irgendetwas gezwungen wurde. Ich musste nie bei irgendeiner Aktion mitmachen. Unser Laden hat bei der Go Naked Aktion gar nicht mitgemacht. Es ist nicht alles rosig in dem Laden. Das Gehalt ist zu wenig und lange Zeit hat sich das Managment oben (untereinander) ständig gestritten. Dadurch gab es oft in den Läden große Verwirrung, was man nun alles tun sollte ( der eine hat das gesagt, der andere das). Aber ansich kann man als Angestellter bei Lush nicht meckern. Man bekommt Prozente, als Minijobber kann man selbst mit dem Management reden, falls man einen Verbesserungswunsch hat und man ist so flexibel wie in keinem anderen Job. Dass man gewisse Zahlen erfüllen soll, stimmt, aber das ist keine Eigenart von Lush.
Und dass hier grade vom Schreiber vor mir sozusagen behauptet wurde, dass Lush hier seine Mitarbeiter hinschickt, um was zu schreiben, ist echt unterste Schublade.

3. Februar 2011 um 11:14

Mhm, also ich kann ja nur über mich selber reden: Tierversuche gibts bei mir nicht. Fertig. Und ausgebeutet werde höchstens ich selber ;-)

24. Juli 2011 um 23:50

Ich find es immer schwierig das Konzerne wie Loreal, Estee Lauder und Helena Rubinstein als die "Bösen" Tierquäler bezeichnet werden. Das sind die Vorreiter der Kosmetikindustrie, die darauf angewiesen waren neue Wirkstoffe zu testen. Heute ist das in gleichem Maße nicht mehr nötig, es gibt bei der Entwicklung Alternativen. Und wir haben die Wahl auch Naturkosmetik zu nutzen. (Die eventuell aus Inhaltssoffen besteht die ein Großkonzern vor Jahren getestet hat.)

Ich bin absolut kein Befürworter von Tierquälerei, und von Tierversuchen die Tiere quälen. Aber ich finds so lächerlich das gewisse Blogger in Ohnmacht fallen wenn das Wort "Loreal" fällt. Ich finds gut das du das mal differenziert beschreibst, ohne Fotos von Putzigen kleinen Tieren zu posten.^^

Anonym
5. November 2011 um 18:20

Ich arbeite selbst bei Lush und kann mich bisher nicht beschweren.
Natürlich ist es das Ziel in einem gewissen Zeitraum einen bestimmten Umsatz zu erreichen, aber dies ist sicherlich bei allen Einzelhandelsgeschäften so. Es ist auch nicht verwunderlich, dass ein Unternehmen Wert darauf legt, dass diese Ziele erreicht werden.
Was Aktionen angeht, kann ich durch meine Erfahrungen nur sagen, dass wir vorher immer gefragt wurden, ob wir dieses oder jenes überhaupt machen wollten (z.B. Toiletten-Aktion) und alles war freiwillig, auch ob sich bei uns im Shop jemand für die Chamäleon-Aktion in einen Käfig setzen wollte.
Ob die Mitarbeiter gleich auf einen zukommen oder nicht, ist ebenfalls unterschiedlich (wie ich es erlebt habe). Es kommt auf den Mitarbeiter selbst an und auch auf den Kunden. Außerdem hängt es auch vom Manager ab, inwiefern die Mitarbeiter angehalten werden sich im Shop zu verhalten, da gibt es gute und weniger gute Beispiele, aber auch dies halte ich für normal.
Ich kann verstehen, wenn ehemalige Mitarbeiter sich beschweren, weil Lush nicht zu ihnen gepasst hat, aber auf diesem Blog äußert sich keine repräsentative Menge, das muss man beachten. Wenn sich hier 5 beschweren und 30 es gut finden, kann man kein pauschales Verhältnis festlegen.
Sicherlich sind die Preise, wenn man die absoluten Werte sieht, hoch, aber man muss auch abwägen auf welche Kosten die niedrigen Preise der anderen Firmen entstehen. Lush hat höhere Personalkosten, da es Handarbeit ist. Zudem sind die Nebenkosten in Dland höher.
Ich kann aber auch vollkommen diejenigen verstehen, die sich Lush nicht leisten können oder wollen. Trotzdem möchte ich kurz eine Frage in die Runde werfen: Wie viele von euch rauchen oder trinken regelmäßig Alkohol? Wenn man Geld in Dinge investieren kann, die einem schaden, warum dann nicht auch in Pflegeprodukte?
Zum Schluß: Die Kosmetikverordnung droht um weitere 10Jahre verschoben zu werden und das hat auch rückwirkende Folgen für die Tierversuche (Viele Firmen testen auf Tiere, da sie international verkaufen möchten und in manchen Ländern in-vivo-Versuche verpflichtend sind). Lush setzt sich in seiner aktuellen Kampagne dafür ein. Wenn man Kosmetik und Tiere mag, wenn auch vllt nicht Lush, sollte man sich das mal anschauen.

Geronimo
14. Juni 2012 um 23:48

Ich arbeite auch bei Lush und sags mal so:
Natürlich haben wir Druck von oben. Lush hat zum Beispiel Doorcounter, wir wissen also genau wie viel Prozent der Kunden gekauft haben und für wieviel. Das soll natürlich möglichst hoch sein, aber wenns nicht geht, gehts nicht. Ich hab zwei Storeleiterinnen mitgemacht, der einen hätten wir mim Arsch ins Gesicht springen können. Druck, Druck, ihr müsst, ihr sollt - aber *wir* haben das Tagesziel geschafft. Mit Abmahnungen oder Kündigung wird auf Verkäuferebene (meiner langjährigen Erfahrung nach) nicht gearbeitet. ABER: Das ist jedem Store selbst überlassen.
Die jetzige ist ein Schatz, unter ihr macht das arbeiten echt Spaß und dann klappt das auch mit dem verkaufen. Vorher hab ich in der Gastronomie gearbeitet (NIE wieder), im Einzelhandel (in der Zeit hab ich 15 Kilo abgenommen - nichtnur weil ich rumgehetzt wurde) und im Büro. Bei Lush hab ich einen unbefristeten Vertrag mit festem Gehalt, Aussicht auf Boni - und ich weiß, dass es anderen wesentlich schlechter geht. Hört euch mal bei Paketdiensten oder Handwerkern um. Mein Ex hat für 23 CENT die Stunde gearbeitet.
Bei Lush gibts klar Druck, aber man weiß wofür. Wer mit Druck in der Arbeit nicht klarkommt hat eh ganz andere Probleme.

Anonym
23. Juni 2012 um 00:53

Es wurde ja schon viel gesagt und ich finde es richtig gut, dass diese "Geschichten" überhaupt angesrochen wurden und dass alle ziemlich neutral miteinander "reden" und sich nicht beschimpfen.
@ Geronimo: Deinen letzten Satz "Wer mit Druck in der Arbeit nicht klar kommt hat eh ganz andere Probleme"... finde ich allerdings schon bedenklich.

Und was ich noch gefunden habe, was ich ganz schlimm finde:
http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/kennt-sich-jemand-mit-dem-unternehmen-lush-aus

Schaut Euch mal an, was mybestibo über die Inhaltsstoffe der Lush-Produkte schreibt. Wenn das stimmt, und das kann man ja nachprüfen, ich gehe jetzt erstmal davon aus, dass es stimmt, dann "vielen Dank".

Anonym
23. Juni 2012 um 00:55

... ach ja, habe ich vergessen: Der Titel ist unschlagbar gut gewählt und hat richtig Potential! Solltest vielleicht in die Werbung gehen ;)).

27. August 2012 um 15:16

Ich bin gerade beim Durchstöbern alter Blogposts auf diesen Eintrag gestoßen und möchte dazu auch mal meinen Senf abgeben. Aber erst einmal: Kompliment, dass du dieses Thema angesprochen hast. Irgendwie machen sich viel zu viele Leute viel zu wenig Gedanken darüber, was sie das gerade kaufen. Nicht nur im Bereich Kosmetik. Und: der Titel ist ja mal der Hammer! Genau deshalb hab ich auch auf diesen Post geklickt: Ich war einfach verdammt neugierig, um was es geht. Sehr schön!
NBun zu meinem Senf: LUSH hab ich echt gefressen! Nicht nur, dass die Firmenpolitik echt mehr als zweifelhaft ist. Ich hab irgendwie auch das Gefühl, dass die Verbraucher gehörig verarscht werden. Zum einen: die Tante einer Freundin arbeitet in einem Labor und hat die Sachen mal analysiert: Das Ergebnis war wohl eher ernüchternd (ich war nicht dabei): so einige Inhaltsstoffe waren potentiell allergieauslösend, teilweise auch tierischen Ursprungs (ich meine, es war z.B. Bienenwachs), obwohl das Produkt angeblich vegan sein sollte. Ein anderes Beispiel: eine Freundin meiner Mutter hat bei Lush gearbeitet und ist nachweislich dadurch krank geworden: Leberschaden! Verursacht durch die Ausdünstungen der Produkte.Kann ja also irgendwie nciht ganz koscher sein, was da so drin steckt an Duftstoffen. Sie hat vorher schon als Beraterin z.B. bei Just und ähnlichen Firmen gearbeitet, nie gab es Probleme. Solche Jobs kann sie nun natürlich knicken, sie ist im Grunde Berufsunfähig und muss sich nun was anderes suchen. Auch sie hat uns von den kruden Verkaufsstrategien erzählt - einfach wiederlich! Ich kaufe da aus Prinzip nichts (wobei ich die Sachen ohnehin von Anfang an übertrieben teuer fand) - kann mir aber eh nicht passieren, denn ich bekomme allein vom Geruch des Ladens bitterste Kopfschmerzen.

27. August 2012 um 15:50

aus welchem grund hast du lange zeit tierversuche als notwendig angesehen? warum kann man das nicht an menschen testen? richtig - zu teuer. finde es absolut nicht notwendig, scheint doch auch so zu gehen, fand ich schon immer schlimm...werd mir von loreal auch nichts mehr kaufen...und von lush sprechen wir lieber gar nicht, die sind ja so was von überteuert und verkaufen einen haufen müll

27. August 2012 um 15:59

@How I met my Schminke! Ohne mich sehr intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt zu haben und sehr tief in der Sache drinzustecken, habe ich das Argument der Wissenschaft genutzt um Tierversuche als "OK" einzustufen. An Menschen testen?? Ist das eine ernste Frage? Ich finde in einer Diskussion über Tierversuche muss man doch aber nicht so unsachlich werden und die Ethik von hinten aufzürnen indem man fragt wieso man nicht an Menschen testet... denn Mensch und Tier sind einfach nicht das gleiche, egal was Tierschützer und der WWF erzählen. Das ist ein schwachsinniger Diskussionsansatz meiner Meinung nach.

Meine Meinung ist einfach, dass man nicht "clean" leben kann. Das geht einfach bei dem hohen Konsum den wir im Alltag haben, egal von WAS, von Kleidung, Nahrung, bis zu Konsumgüter aller Art, Transport, etc. schlicht und ergreifend nicht. Der Anspruch "richtig zu leben" ist per se schon mal total unrealistisch und bescheuert.

Auch wenn ich ein großer Tierliebhaber bin, esse ich Fleisch, und ich kann Tierversuche unter bestimmten Umständen (!) auch nachvollziehen.

Doch sollten andere wiederum auch um Ecken denken können - "tierversuchsfreise" Firmen outsourcen das Testen einiger Stoffe auf andere Firmen, in andere Länder, etc. damit sie sich die Hände reinwaschen können, oder finden ähnliche Wege um am Ende der Produktionskette "clean" dazustehen.

Konsum sollte bewusst passieren, und nicht selbstheuchlerisch. Das ist meine Meinung.

19. Dezember 2012 um 12:14

...das mit Lush ist schon krass! :O
Du hast recht... Ich kannte es nur von Peek und Cloppenburg, dass die Mitarbeiter einen tagesumsatz von 350€ machen MÜSSEN. Deshalb gehen sie da so drauf ab dir auf eine Produkte klebchen zu machen und sie zur "Kasse zu bringen". Selbiges in einigen Douglas Filialen :S

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