Donnerstag, 13. Mai 2010

Stunned and sad

(c) by BP

(c) by Reuters

(c) by dpa


Aus dem Leck des Rohres strömt jeden Tag 800.000 Liter Öl in den Golf von Mexiko, und das bereits seit vielmehr als 2 Wochen. Ohne Predigten halten zu wollen, ist das eine wahnsinnig traurige Zahl um einen wahnsinnig traurigen Fakt, der mich nachdenklich macht. Und dann diskutieren Mädels wegen Umweltethik wenn es um die Frage geht, ob man an eine Mascara einen 2mm langen Tesafilmstreifen kleben sollte... das fehlt einem doch alles!

14 Kommentare

13. Mai 2010 um 21:56

Bei mir verursacht das auch so eine Ohnmacht. Total unbegreiflich. Ich finde es auch lächerlich und traurig, wie sehr BP da versagt. Da steigt einfach nur Wut auf. Die haben nicht mal ihre eigenen Technik in Kontrolle und richten einen riesen Schaden an und das "nur" für Öl. Natürlich ist das ein Geschäft, von dem mittlerweile nahezu jeder Mensch, besonders in der "westlichen" Welt abhängig ist, aber ich finde es trotzdem unfassbar.

13. Mai 2010 um 22:16

Das ist ein "schönes" (leicht paradox hier) Stichwort, Ohnmacht. Nach dem Wort habe ich gesucht. Ich weiß, dass diese Thematik soo schwer ist... kaufe ich keine Industrieprodukte? Fahre ich kein Auto? Fliege ich nicht? Kaufe ich keine importierte Ware? Keiner wäscht seine Hände in reinem Wasser, aber das was da passiert ist kann das gesamte Ökosystem kippen und Existenzen vernichten (die von Tieren sowie auch Kleinfischern, o.ä.). Es ist unfassbar. Wenn ich dann lese, dass viele Amis (die meisten) auch noch dafür stimmen weiterhin offshore öl zu gewinnen statt in die Richtung der neuen alternativen Energien zu blicken, dann wird man wütend.

Aber wenn für den Rohstoff Menschen in den Krieg gehen, Kinder sterben und Soldaten fallen darf jawohl mal auch ein bisschen Öl das Meer verpesten, ein bisschen Schwund ist immer. Pah!

13. Mai 2010 um 22:38

"Aber wenn für den Rohstoff Menschen in den Krieg gehen, Kinder sterben und Soldaten fallen darf jawohl mal auch ein bisschen Öl das Meer verpesten, ein bisschen Schwund ist immer. Pah!"

Du bringst es auf den Punkt!^ Was bedeuten schon Menschenleben, wenn man ordentlich Geld scheffeln kann?! Traurige Gesellschaft, mit ihren ganzen Dollar Zeichen in den Augen. Absurd!

14. Mai 2010 um 12:49

So ist leider die Menschheit. Geld und Macht ist alles, was interessiert. Alles andere wir unter den Teppich gekehrt.
Könnt ich mich auch stundenlang aufregen drüber. -.-

14. Mai 2010 um 13:07

Naja, so traurig das ganze auch ist, letztendlich handelt es sich dabei nunmal um einen Unfall, und Unfälle sollte man nicht (sofern sie nicht in einer gewissen Regelmäßigkeit auftreten) zum Anlass nehmen, gravierende Veränderungen vorzunehmen. Was wäre denn auf einmal los auf der Welt wenn keiner mehr Fugzeug fliegen würde weil EIN Flugzeug abgestürzt ist?

Natürlich muss man sich dafür stark machen, die bestehenden Energieformen durch alternative Energien zu ersetzen. Aber Fakt ist leider, dass das heutzutage eben noch nicht in dem erwünschten Maße möglich ist, da die alternativen Energien (noch) nicht ökonomisch sind.

Was wäre denn wenn man jetzt kurzschlussartig das gesamte Offshore-Ölpumpen der Welt einstellen würde? Die Ölknappheit wäre groß, Preise steigen, Bürgerkrieg und Staatenkrieg um die Reserven die Folge. Der Gesamtschaden wäre mit Sicherheit um ein Vielfaches größer als durch die Katastrophe selbst.

Vielmehr gilt es jetzt doch den Schaden schnellstmöglich zu beheben und dann die genaue Fehlerursache dahingehend analysieren, dass das bei anderen Bohrinseln nicht mehr passieren kann.

Worauf ich hinauswill ist einfach, dass es sicher richtig ist eine alternative Energiepolitik zu fordern. Aber - so schrecklich diese Katastrophe auch ist - ist sie meiner Meinung nach das falsche Argument in einer energiepolitischen Diskussion.

14. Mai 2010 um 13:29

also pixel, ich finde den vergleich zum flugzeugunfall ein wenig unpassend. es ist schon richtig, dass man nicht sofort den betrieb einstellen sollte, wenn unfälle passieren. aber die technik des fliegens ist allgemein akzeptiert und auch sicher - was gäbe es für alternativen? eselkarre? büffelkutsche?

der unterschied ist, dass es bei energien alternative formen gibt und dass die länder und firmen zu wenig investieren um forschung und entwicklung auf diesem gebiet zu ermöglichen. wieso haben denn die großen prestige-lastigen deutschen autobauer verpasst hybrid autoss herzustellen und gucken dann doof aus der wäsche, wenn die japaner das machen?

dass viele alternative energien (noch!) nicht ökonomisch sind, mag ja sein, aber wir sind auf einem guten weg bzgl der forschung. der staat könnte mehr brücken bauen und bürgern einen antrieb geben, auch alternative energien auszuprobieren (naja abwrackprämie ist fragwürdig wa).

es ging mir und geht mir nach wie vor nicht darum auf das böse öl und die bösen mensche zu zeigen, sondern einfach die awareness dafür zu wecken... was so eine katastrophe für auswirkungen hat (in diverser hinsicht) UND dass der blick nach vorne gehen muss. was wir momentan machen ist das öl bis zum letzten tropfen auslutschen und HOFFEN, dass es bis zu diesem zeitpunkt andere ökonomische energieformen gibt. aber HOFFEN hat bisher nur den wenigsten menschen geholfen.

14. Mai 2010 um 13:49

my private jet ich stimmte Dir ja 100 prozentig zu, dass sicherlich trotz mittlerweile schon hoher Investitionen immer noch zuwenig gemacht wird, um alternative Energieformen akzeptabel zu machen.

Worauf ich einfach nur hinauswollte ist, ist dass man bei Katastrophen generell (die ja kurzfristige Ereignisse sind) dazu neigt, kurzfristige Entscheidungen zu fordern, die dann oft jeglicher Rationalität und Weitsicht abgängig sind.

Natürlich polarisieren solche Ereignisse, aber umso wichtiger ist es finde ich, die richtigen Konsequenzen aus solchen Situationen zu ziehen und nicht, wie es generell in der Politik viel zu häufig passiert, langfristige politische Entscheidungen nur nach dem Politbarometer zu fällen.

Vielleicht war das Beispiel mit dem Flugzeugabsturz nicht ganz günstig, weil die Auswirkungen letztendlich bei Weitem nicht so weitreichend sind wie bei solch einer Katastrophe. Und doch ist es so, dass wir wie bei dem Öl es uns einfach nicht leisten können (wie Du schon sagst) auf Eselkarren umzusteigen.

Ich bin zum Beispiel auch der Meinung (bitte nicht steinigen :)), dass Atomenergie weiter eine Alternative sein sollte, bis sich alternative Energien etabliert haben (unter der Voraussetzung natürlich, dass alles dafür getan wird, diese Energieform langfristig zu ersetzen). Aber trotzdem gehört Atomenergie TROTZ vereinzelter Katastrophen wie Tschernobyl zu den saubersten und sichersten Energieformen und wenn grade Länder wie Deutschland, die die sichersten und fortschrittlichsten Atomkraftwerke der Welt bauen, einfach dahingehend nicht mehr weiterforschen und in letzter Konsequenz Länder wie Frankreich oder der Ostblock weiter renovierungsbedürftige Kraftwerke weiter betreiben, dann zeugt das mMn nicht von politischer Weitsicht.

14. Mai 2010 um 14:04

also pixelchen... das wird hier eine heiße diskussion, wie ich verstehe. :)

ich stimme dir auch hier zu - aus katastrophen sehr kurzsichtige entscheidungen zu treffen, ist nicht immer clever und passiert auch leider sehr oft. bloß die frage ist, wie lange braucht man um ein gutes fundament für entscheidungen zu bauen? gerade bei katstrophen wie dieser (wo das öl immer noch ausläuft) ist nach handlungsbedarf gefragt!! schnellere, bessere, effizientere krisenstäbe!! schnelle handlung!

nachdem ich dich entlarvt habe, du CDU wähler, weiß ich, dass du pro atom bist. aber auch finde ich die methoden veraltet, und einfach nicht sustainable. wohin mit dem atommüll! in den himmel schießen? ich bin nicht grün und auch nicht öko, aber bei energien kann es nur den weg nach vorne geben und nicht nach hinten. und shit can always happen - egal was die statistiken erzählen von sicherheit und wartung.

14. Mai 2010 um 14:14

Damit hast Du völlig recht, ich sach ja auch gar nicht dass man auf Katastrophen nicht reagieren sollte, sondern wie Du schon sagst, angemessen. Dafür wäre natürlich ein richtiger Schritt, internationale Expertenkommissionen einzurichten, die genau solche Szenarien vorbereiten.

Was den Atommüll betrifft, hast Du sicherlich recht, aber letztendlich ist es ja doch nicht so, dass nur weil Deutschland aussteigt, kein Atommüll mehr produziert wird, und der von vorher ist auch noch da. Was mich stört ist einfach, dass Deutschland einen Ausstieg vorbereitet, völlig ungeachtet des weltpolitischen Klimas, wobei Deutschland von der F&E in der Richtung das größte Potential hat, eben genau diese Probleme wie Endlagerung zu lösen.

PS: Das mit dem "in den Himmel schießen" ist doch gar nicht so schlecht. Wäre das billiger, würde das sicherlich auch gemacht. Und somit sind wir wieder bei den lieben Investitionen :)

14. Mai 2010 um 14:40

Du kannst ja nicht für jede potenzielle Katastrophe eine Expertenrunde einrichten... Was war bei Kathrina? Damals hat das keinen interessiert, Hilfe kommt immer zu langsam... VOR ALLEM, wenn die Beweggründe zu läppsch sind. Eine schwarze Stadt wie New Orleans? Interessiert das so einen Bush? Ölleck? Da wird nur die Schuld hin- und hergeschoben statt tatkräftig etwas unternommen wird. Da setzen die Nobelphysiker- und ingenieure einen Tisch, die alle nur Theorie faseln aber keine konkreten Maßnahmen erfgreifen können.

Wir diskutieren da später drüber, ich muss jetzt weiterarbeiten. Du hälst mich ab. Bin ja nicht in die Bibliothek gefahren um über Atomenergie zu diskutieren. :) <3

14. Mai 2010 um 14:52

Alles klar, ich komm auch nicht wirklich voran deswegen :)

Nur soviel:
Ich will ja nicht für jeden Scheiß eine Expertenkommission, vielmehr EINE internationale Organisation, die eben für alle erdenklichen Katastrophen Szenarien vorbereitet. Genauso wird das ja mittlerweile in jeder größeren Firma im Rahmen von Risk Management gemacht. Es geht doch darum, Kompetenzen zu bündeln, und nicht noch weiter zu spalten. Dazu müsste man aber natürlich auch die entsprechenden Exekutiven im Notfall zur Verfügung stellen.

Geh mal zur UNO und mach das klar ;)

14. Mai 2010 um 14:58

Ich glaube nicht, dass du nur deswegen nicht voran kommst ;) Und 1. bin ich eher ein Wachstumsexperte und 2. kannst mich ja mal bei der UN anmelden, I would go if they took me ;)

Meinst du jedes Land sollte rund ums Jahr eine Expertenkommission unterhalten?? Mit Nobelpreisträgern? Und deren Gehalt zahlen, auch wenn sie die meiste Zeit da sitzen und sich die Eier schaukeln? Ich glaube nicht, dass das jemand für gut befände.

So tschüß :)

14. Mai 2010 um 17:40

Hörte gerade im Radio, dass die 800.000 l wohl viel zu wenig sein, es gehe wohl eher um mehrere Millionen pro Tag...

14. Mai 2010 um 19:29

hmm :)
ist es nicht besser auf den jeweiligen blog zu antworten?! :)
ja ich finds auch total schlimm. aber auch total gut, dass du mal das thema ansprichst.
ich wollte diesen sommer eig. an den golf fahren...ich glaub ich flieg doch lieber woanders hin.
und die bilder sind wirklich echt erschreckend. das es soweit kommen musste...
in moment sind auf der welt meiner meinung nach viel zu viele katastophen. ich habe echt schon richtig angst, dass was schlimmerers passiert. was mit uns allen zutun hat.
xoxo samira ♥

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